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Sicherheit als Dienstleistung

Security-Business mit Managed Services

| Autor: Wilfried Platten

Sicherheitsrisiken tauchen wie böse Schatten aus dem Dunkel auf.
Sicherheitsrisiken tauchen wie böse Schatten aus dem Dunkel auf. (Bild: © yavyav - stock.adobe.com)

Der Markt für Managed Services ist bereits durchgestartet, jetzt nehmen Managed Security Services zusätzlich Fahrt auf. Und das ist höchste Zeit, denn viele Unternehmen stehen der aktuellen Bedrohungsszenarien unzureichend präpariert gegenüber.

Auch wenn es zynisch klingen mag: Die Ausgangslage für eine hohe Nachfrage nach Managed Security Services könnte günstiger kaum sein. Denn die Gefahr, Opfer von Cyber-Attacken zu werden, ist so hoch wie nie zuvor. Unternehmen kämpfen in dieser Bedrohungslage mit einer fatalen Melange aus fehlenden Fachkräften und mangelnder Expertise auf verlorenem Posten. Aus diesem Defizit ergeben sich Chancen für Systemhäuser, denn wo das interne Knowhow fehlt, da eröffnen sich Geschäftsfelder und Wachstumspotenziale für externe Sicherheitslösungen und -Dienstleister.

Adé Projektgeschäft...

Voraussetzung dafür ist eine Orientierung weg vom klassischen Projektgeschäft (also etwa der Installation einer Firewall oder dem Lizenzverkauf) hin zur Vermarktung wiederkehrender Dienstleistungen als Managed Security Provider.

In dieser Funktion übernimmt das Systemhaus die Verantwortung für die Sicherheit der IT-Infrastruktur inklusive der Server, Endpoints sowie der digitalen Kommunikation beim Kunden. Im Idealfall führt das zu einer höheren Kundenbindung, wachsenden monatlichen Roherträgen und einfacherer Neukundengewinnung.

Dabei ist die richtige Consulting-Leistung von entscheidender Bedeutung: „Das Systemhaus bricht hochkomplexe, technische Angebote auf die für den Kunden relevanten Leistungsumfänge in Form von SLAs herunter. Der Kunde entscheidet sich nicht mehr für ein spezifisches Produkt, sondern er wählt eine gewünschte Schutzwirkung“, weiß Acmeo-Gründer Henning Meyer aus eigener Anschauung.

...willkommen Servicegeschäft

Den Grundstein eines mehrschichtigen Sicherheits-Konzepts bildet die Installation und Konfiguration einer Firewall. Auch Managed Security Services kommen also nicht ganz ohne Blech, Kabel und Vor-Ort-Schrauberei aus. Diese Backend-Funktionalität wird ergänzt durch die Sicherung der Endgeräte, der Endpoint Protection, um alle Geräte bestmöglich abzusichern – vom Anti-Malware-Schutz bis hin zu Applikations-, Geräte- und Webkontrolle.

Zur Prävention zählen zudem Patch Management und Prozesskontrolle, das Monitoring externer Medien (etwa USB-Sticks) und die Absicherung des E-Mail- Verkehrs zum Schutz vor Spam, Viren und Malware. Zusätzlich analysiert Advanced Threat Protection E-Mails, wenn sie den Spam-Filter passiert haben. Die E-Mail-Verschlüsselung gewährleistet zudem den Schutz von sensiblen Daten.

Unerlässlicher Baustein eines umfassenden Security-Konzepts sind auch im Services-Umfeld das regelmäßige Backup und Maßnahmen für ein eventuell notwendiges Disaster Recovery. „Das i-Tüpfelchen sind dann noch Security-Awareness-Schulungen. Wenn Systemhäuser die Mitarbeiter des Kunden in puncto IT Sicherheit trainieren und deren Bewusstsein für das Thema stärken, ist auch die Schwachstelle Mensch innerhalb des Konzeptes minimiert“, so Meyer.

Es rechnet sich

Rentabilität und Profitabilität werden über eine flexible, skalierbare Lizenzierung erreicht – idealerweise mit einer Preisstaffelung, um eine attraktive Marge kalkulieren zu können. Für die Flexibilität wiederum ist es von Vorteil, wenn der Lösung ein Pay-Per-Use-Modell zugrunde liegt und die Verträge kurzfristig kündbar sind.

Zu einem tragfähigen Managed-Security-Konzept gehören die Einbindung der Security-Pakete in das Vertragswerk, die Erweiterung der Servicebedingungen und Leistungsbeschreibungen sowie entsprechende Kalkulationstabellen und Vertragsvorlagen inklusive SLAs. Und nicht zuletzt gehört zur erfolgreichen Umsetzung die interne Schulung der Mitarbeiter in Technik und Vertrieb.

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