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AMD Ryzen 5 2400G und Ryzen 3 2200G

Schnelle APUs mit Zen und Vega

| Autor: Klaus Länger

Die AMD-Ryzen-Modelle der G-Serie mit Radeon-Vega-GPU sind für Desktop-Rechner bestimmt.
Die AMD-Ryzen-Modelle der G-Serie mit Radeon-Vega-GPU sind für Desktop-Rechner bestimmt. (Bild: AMD)

Nach dem Ryzen Mobile mit Quadcore-Zen-CPU und integrierter Radeon-Vega-GPU kommt nun die Desktop-Version der neuesten AMD-APU. Sie passt auf Mainboards mit Sockel AM4 und soll eine hohe CPU- und GPU-Leistung liefern. Beim günstigeren Ryzen 3 muss man allerdings auf SMT verzichten.

Bisherige AMD-APUs für Desktop-PCs boten zwar eine vergleichsweise flotte Grafikeinheit, hinkten aber in der letztlich wichtigeren Rechenleistung ihren Intel-Pendants deutlich hinterher. Bei der CPU-Leistung hat AMD mit der Zen-Architektur, auf der sowohl Ryzen, als auch der Server-Prozessor Epyc basiert, praktisch mit Intel gleichgezogen.

Bei den Desktop-APUs der Raven-Ridge-Familie kombiniert AMD eine Zen-CPU mit vier Kernen und eine GPU mit der aktuellen Vega-Architektur in einem Prozessor. Der Zen-Core-Complex mit vier Kernen und die Vega-Grafikeinheit sind dabei durch AMDs Infinity Fabric verbunden. Da die Desktop-Variante von Raven Ridge mit 65 Watt Thermal Design Power mehr Leistung aufnehmen darf, als der im Aufbau sehr ähnliche Ryzen Mobile, soll sie mit einer hohen GPU- und CPU-Leistung aufwarten, aber trotzdem den Bau günstiger und kompakter PCs ermöglichen.

Zwei Modelle am Start

Zunächst schickt AMD zwei Raven-Ridge-Desktopprozessoren ins Rennen: Den Ryzen 5 2400G und den Ryzen 3 2200G. Der Ryzen 5 kann mit seinen vier Kernen dank SMT (Simultaneous Multithreading) acht Threads parallel verarbeiten, der Ryzen 3 ohne SMT nur vier. Auch der Basis und der Turbo-Takt liegen beim Ryzen 5 mit 3,6 und 3,9 GHz höher als beim Ryzen 3, der mit 3,5 und 3,7 GHz arbeitet. Im Ryzen 5 2400G hat AMD eine Radeon Vega mit elf Recheneinheiten und maximal 1.250 MHz GPU-Takt integriert, die Vega-Einheit im Ryzen 3 2200G verfügt nur über acht Recheneinheiten. Der maximale GPU-Takt liegt hier bei 1.100 MHz. Ein dedizierter Grafikspeicher ist bei beiden Modellen nicht vorhanden. Sie müssen sich mit den CPU-Kernen den Arbeitsspeicher teilen, der über zwei Kanäle angebunden ist. Unterstützt wird maximal DDR4-2933. Über vier MB Level-3-Cache verfügen beide Modelle. Die Quadcore-Ryzen-Modelle ohne GPU bieten hier acht MB. Mit dem überarbeiteten Turbo-Modus Precision Boost 2 sollen die neuen APUs automatisch aggressiver übertaktet werden, solange die thermischen Reserven ausreichen.

AMD gibt für den Ryzen 5 2400G einen Preis von 165 Euro (UVP) an, der Ryzen 3 2200G soll 96 Euro (UVP) kosten. Die beiden Prozessoren sollen auf allen zu bisherigen Ryzen-Desktop-CPUs kompatiblen Sockel-AM4-Mainboards laufen. Voraussetzung ist ein BIOS-Update.

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