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Netzwerk-Distributor zieht ein Jahr nach der Übernahme eine positive Bilanz

Scansource expandiert mit Investoren-Geldern

04.01.2011 | Redakteur: Regina Böckle

Marianne Nickenig ist Managing Director bei Scansource Communications.
Marianne Nickenig ist Managing Director bei Scansource Communications.

Der Kölner Distributor Scansource Communications, früher Algol Europe, wechselte binnen weniger Jahre dreimal die Muttergesellschaft. Unter dem jetzigen Dach des Scansource-Konzerns will sich das Unternehmen zum führenden Value Added Distributor mausern.

„Das war das Beste, was uns damals passieren konnte. Wir sind Teil eines internationalen Konzerns, der unter anderem den finanziellen Background bietet, der uns in der Vergangenheit gefehlt hat“, zieht Scansource-Chefin Marianne Nickenig jetzt – ein Jahr nach der Übernahme durch den weltweit agierenden US-Konzern Scansource – Bilanz.

Guido Nickenig ist Director University & Services bei Scansource Communications.
Guido Nickenig ist Director University & Services bei Scansource Communications.

Wie der Kölner Netzwerk-Distributor von der starken Mutter konkret profitiert, beschreibt Guido Nickenig, Director University & Services, an einem aktuellen Beispiel: „Wir waren rechtzeitig vor dem Jahresendgeschäft in der Lage, unser Lager bis unter die Decke mit allen wichtigen Produkten zu füllen.“ Damit sei man jederzeit lieferfähig, wie Guido Nickenig betont, „besonders beim Hype-Thema Video-Conferencing mit unserem Hersteller Polycom oder auch im Data-Center-Umfeld und bei Juniper Networks“.

Die Finanzkraft von Scansource zahle sich obendrein für Fachhändler aus, die der Distributor bei Projekten mit den nötigen Kreditlimits versorgen kann. „Wir sind jetzt eine andere Nummer und können ganz oben mitspielen“, sagt Marianne Nickenig, denn „schon nach diesem einen Jahr nehmen uns die großen Distributoren wie Actebis, Ingram oder auch Tech Data wahr“.

Ausbau allerorten

Das bedeutet für das Management aber auch, weiter am Produkt- und Leistungsportfolio zu feilen. Als Spezialist in den Bereichen Infrastruktur, Video, Voice, Security und Dienstleistungen verfügt Scansource Communications über eine Reihe exklusiver Distributionsverträge (siehe Kasten). Das Portfolio soll weiter wachsen, denn der Spezial-Distributor soll gemäß der von Europachef Xavier Cartiaux vorgegebene Expansionsstrategie „die wichtigste Einkaufsquelle für Kommunikationslösungen und VAD-Services in Europa“ werden. „Stillstand darf es nicht geben, wenn wir die erste Adresse für unsere Fachhandelspartner sein wollen“, stellt Marianne Nickenig klar.

Neben der Umstellung auf ein börsengerechtes Berichtswesen stehen im laufenden Jahr die weltweite Einführung eines einheitlichen, in Deutschland schon installierten ERP-Systems, die Erweiterung der Lagerkapazität und der Hersteller-Verträge auf der Agenda.

Hinzu kommen zusätzliche Services für Händler, wie Guido Nickenig ankündigt: „Wir werden im Schulterschluss mit unseren Herstellerpartnern die University weiter ausbauen und unseren Service zum Vorteil unserer Händler weiter optimieren.“

Feilen an Alleinstellungsmerkmalen

Mit dem Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres zeigt sich Guido Nickenig zufrieden. Umsatz und Ertrag seien deutlich gestiegen, ebenso die Zahl der Mitarbeiter, die auf rund 100 Beschäftigte angewachsen ist. Dabei soll es allerdings nicht bleiben – auch hier will man weiter aufstocken. „Leider spüren auch wir den Fachkräftemangel bei unserer Suche nach weiteren guten Mitarbeitern.“

Das Business-Development- und Vertriebs-Team unterstützt Fachhandelspartner beim Entwurf von Lösungen und bei technischen Fragen ebenso wie bei der Ausbildung. „Gerade das umfangreiche Angebot an Zertifizierungen und Schulungen ist ein wesentlicher Vorteil, den wir gegenüber anderen Distributoren bieten können,“ fügt Guido Nickenig hinzu.

Ein weiteres Beispiel für das Engagement des Distributors führt der Manager die jüngste Initiative „ARA“ an – die Advanced Reliability Alliance. Dahinter verbirgt sich ein Zusammenschluss von Technologie-Anbietern im Bereich Data Center, der unter der Federführung von Scansource ins Leben gerufen wurde. Außerdem hat das Unternehmen für seine Fachhandelspartner den IPO-Designer entwickelt – ein Konfigurations-Tool, das Endkunden die Auswahl von Lösungen erleichtert.

Internationales Netzwerk im Rücken

Neben dem Finanzpolster habe es die Muttergesellschaft, die den Netzwerk-Distributor vor rund einem Jahr übernahm, auch ermöglicht, enger mit den Herstellern zusammenzuarbeiten, das Service-Angebot zu erweitern und die Prozesse zu optimieren. „Das hat uns schnell und erfolgreich gemacht“, so Nickenig.

Obendrein kann das Management hierzulande auf das europaweite Netzwerk des in den USA ansässigen Mutter-Konzerns zurückgreifen, unter anderem in Österreich, der Schweiz, Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten.

Mehr über die Basis und die Ziele der Internationalisierung lesen Sie auf der folgenden Seite.

 

Hersteller-Portfolio von Scansource

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