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Business Continuity

Andauernde Effizienzgewinne

SAP setzt auf neue Partnerschaft mit Microsoft

| Autor / Redakteur: dpa-AFX / Heidemarie Schuster

Ziel der stärkeren Zusammenarbeit von SAP und Microsoft ist es, dass Kunden SAP-Programme künftig einfacher in den Cloud-Rechenzentren des US-Konzerns laufen lassen können.
Ziel der stärkeren Zusammenarbeit von SAP und Microsoft ist es, dass Kunden SAP-Programme künftig einfacher in den Cloud-Rechenzentren des US-Konzerns laufen lassen können. (Bild: © Weissblick - stock.adobe.com)

Auch durch eine stärkere Zusammenarbeit mit Microsoft wollen die neuen SAP-Chefs Jennifer Morgan und Christian Klein Europas größten Softwarehersteller weiter zum Wachstum antreiben. Das Management um die beiden Mitte Oktober berufenen Co-Vorstandsvorsitzenden sehe „andauernde Effizienzgewinne“ im operativen Bereich.

SAP gibt eine neue Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Ziel sei es, dass Kunden SAP-Programme künftig einfacher in den Cloud-Rechenzentren des US-Konzerns laufen lassen könnten. Im dritten Quartal beschleunigte dieses Modell nach SAP-Angaben bereits den Auftragseingang bei den Walldorfern, im vierten Quartal würden daraus dann auch Umsätze entstehen.

Bereits bekannte vorläufige Zahlen zum dritten Quartal bestätigte SAP. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro, wobei die Sparte mit Cloud-Software zur Miete aus dem Internet auch dank Zukäufen besonders stark wuchs. Unter dem Strich steigerte der Tech-Konzern seinen Gewinn im Zeitraum zwischen Juli und September um 30 Prozent auf 1,26 Milliarden Euro. Noch im ersten Quartal war SAP vor allem wegen eines zu Beginn des Jahres verkündeten umfassenden Personalumbaus in die roten Zahlen gerutscht.

Die bisherige Cloud-Chefin Morgan und der bisherige Produktvorstand Klein hatten vor anderthalb Wochen die Nachfolge des bisherigen Vorstandschefs Bill McDermott angetreten, nachdem der 58 Jahre alte US-Amerikaner überraschend zurückgetreten war.

Morgan sagte, der „besondere Fokus“ liege nun auf dem vierten Quartal. SAP, das zuletzt weltweit knapp 100 000 Menschen beschäftigte, macht erfahrungsgemäß einen Großteil seiner Jahresumsätze zwischen Oktober und Dezember. Das vierte Quartal sei „das wichtigste in unserer Branche“, betonte Morgan, die die erste Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns ist. „Es ist eine ziemliche Ehre, insbesondere hier in Deutschland, die erste Frau an der Spitze eines Dax-Konzerns zu sein. Das kann auch eine Inspiration für andere Frauen und auch Männer sein“, sagte Morgan. Sie und Klein seien „unglaublich warm willkommen geheißen worden.“

Auf einem Kapitalmarkttag am 12. November in New York will das neue Führungsduo nach Worten von Klein genauer darüber informieren, wie es das Unternehmen künftig führen will. Auf der Veranstaltung werde SAP darüber hinaus mehr über mögliche Aktienrückkäufe sagen, hieß es. Durch Aktienrückkäufe würde sich die Zahl der Aktien am Markt verringern, was wiederum den Wert der verbleibenden Papiere erhöht. Finanzchef Luka Mucic sagte: „SAP ist in einer Position der Stärke.“ Details zu den Plänen könne er noch nicht verraten, aber: „Auf dem Kapitalmarkttag können Anleger ein volles Update dazu erwarten.“

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