Virtualisierung erhöht die Potenziale von Green IT

SAP-Anwender beweisen: Grün steht für mehr Wirtschaftlichkeit

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50 Prozent weniger Energie, 70 Prozent weniger Maschinen

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Wie erfolgreich Virtualisierungsprojekte laufen können, weiß Ronny Zimmermann, Sprecher des DSAG-Arbeitskreises Virtualisierung/Cloud-Computing, nur zu gut. Er war an einem gelungenen Konsolidierungs- und Virtualisierungsprojekt seines Arbeitgebers, dem SAP University Competence Center an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, beteiligt.

50 Prozent weniger Energieverbrauch und nur noch 18 anstatt 60 physische Server zeigen deutlich, wie Green IT gehen kann. „Früher hatten wir zwei Rechenzentren an verschiedenen Standorten, heute können wir eine Einrichtung komplett einsparen“, berichtet Zimmermann. Des Weiteren lassen sich die implementierten SAP-Systeme jetzt deutlich effektiver betreiben, da eine Virtualisierung – vor allem mit vorhergehender Konsolidierung – Überblick verschafft und das System zentral administriert wird.

Virtualisierung bei SAP-Anwendern

Für virtualisierungswillige SAP-Anwender gibt es das „SAP Netweaver Landscape Virtualization Management“, an dessen Entwicklung die DSAG mitgewirkt hat. Es dient dazu, eine Virtualisierungslösung in eine IT-Infrastruktur zu integrieren. So können Administratoren über eine Oberfläche alle angeschlossenen Systeme – also auch die Virtualisierungskomponenten – zentral verwalten und überblicken.

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Kleine Checkliste

Worauf muss bei Virtualisierungsprojekten besonders geachtet werden?

  • Kommunikation ausbauen: Holen Sie das Management frühzeitig ins Boot.
  • Zeit thematisieren: Zeigen Sie Langfristigkeit auf (Stichwort „Investition in die Zukunft“).
  • Lösung abstecken: Klären Sie zu Beginn mögliche Betriebsmodelle, die zu Ihrer Umgebung passen.
  • Kapazitäten prüfen: Reservieren Sie frühzeitig interne und externe Ressourcen.
  • Auswirkungen beachten: Denken Sie an die personellen und technischen Konsequenzen

.

Das Add-on unterstützt SAP-Basis-Administratoren außerdem beim Klonen, Aktualisieren und Kopieren von Strukturen. Gerade in virtualisierten Systemumgebungen ist Ersteres sehr nützlich, da im Falle eines vorhandenen Systemzwillings auftretende Fehler in Infrastrukturen leichter zu bearbeiten und zu beseitigen sind. Außerdem sind solche Klone vor der Virtualisierung von Systemen zu Testzwecken einsetzbar, bevor das Projekt tatsächlich umgesetzt wird.

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