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Kommentar von IDC

SAP adressiert mit Business ByDesign verstärkt Großunternehmen

| Autor / Redakteur: Bo Lykkegaard, Research Director, European Enterprise Applications und Matthias Zacher, Senior Consultant bei IDC / Katrin Hofmann

Bo Lykkegaard, Research Director, European Enterprise Applications (links) und Matthias Zacher, Senior Consultant bei IDC
Bo Lykkegaard, Research Director, European Enterprise Applications (links) und Matthias Zacher, Senior Consultant bei IDC (IDC)

Was als Massenprodukt für den europäischen Mittelstand begann, entwickelt sich nun zunehmend zu einer Lösung , die auch für große Firmen und Organisationen interessant ist.

Nachdem SAP Business ByDesign (ByD) im Jahr 2007 mit klarem Fokus auf Organisationen mit 50-500 Mitarbeitern vorgestellt hat, konzentrieren sich die Walldorfer mit ihrer Lösung nun verstärkt auf eine andere Zielgruppe. Zwar ist der Mittelstand nach wie vor der Hauptadressat für ByD, allerdings sind mit großen Dienstleistungsunternehmen und multinationalen Konzernen - hier insbesondere deren Tochtergesellschaften - zwei neue Zielgruppen hinzugekommen. Während der Mittelstand nach wie vor von SAPs Service und Channel Partnern betreut wird, nimmt sich SAP mit einem eigenen Vertriebsteam der neuen potenziellen Klientel an. Dies ist nicht verwunderlich, erwirtschaftet der Software-Konzern doch mit den Großunternehmen einen Großteil der ByD-Umsätze - auch wenn der Mittelstand nach wie vor die breite Kundenbasis stellt.

SAP ist es gelungen, eine beachtliche Anzahl neuer Kunden zu gewinnen. Hierzu zählen etwa die Hilti AG, Roland Berger Strategy Consultants, TUI A&D Intercruises Shoreside & Port Services und die Lufthansa Revenue Services. Hilti, TUI und Lufthansa setzen ByDesign in einzelnen Niederlassungen ein, Roland Berger managt mit der Lösung sein gesamtes Buisness einschliesslich der Bereitsstellung von Dienstleistungen. Somit zeigt die Strategie von SAP Erfolg.

Welche Handlungsempfehlungen lassen sich für Anwendungsunternehmen ableiten?

  • Berücksichtigen Sie auf Ihrer Shortlist für ein neues ERP-Systems unbedingt eine Cloud-Lösung – auch wenn Sie nicht dem klassischen Mittelstand zuzuordnen sind. Die Sichtweise, welche Unternehmen Back Office Applicationen aus der Wolke nutzen sollten oder können, befindet sich gerade im Wandel. Große Firmen wie Thomson Reuters, Siemens und HP verlagern beispielsweise gerade ihre Core Transactional HR Systeme in die Cloud. Public Cloud ERP ermöglicht den Unternehmen sehr schnelle Roll-Outs, niedrigere TCOs (Total Cost of Ownership) und den Anwendern nicht zuletzt ein zeitgemässes, einnehmendes Benutzererlebnis und gehört genau deshalb auf den Radar aller Organisationen, die eine neue ERP-Lösungen in Betracht ziehen.
  • Prüfen Sie die Einsatzmöglichkeit von ERP aus der Wolke – auch wenn Ihre Organisation der öffentlichen Verwaltung zuzuordnen ist. IDC hat mit einer Organsiation der öffentlichen Hand gesprochen, die sich kürzlich gegen eine branchenspezifische ERP Accounting Applikation entschieden hat. Stattdessen nutzt die Behörde eine branchneutrale ERP-Lösung aus der Cloud. Die Organisation hatte nach Offenlegung und Prüfung ihrer bisheriger Prozesse festgestellt, dass nahezu alle buchhalterischen Abläufe analog derer der Privatwirtschaft modernisiert und standardisiert werden können.
  • Nehmen Sie das Potenzial von Cloud-ERP unter die Lupe – falls Ihr Unternehmen andernorts über Niederlassungen verfügt. IDC ist der festen Überzeugung, dass die IT in den nächsten Jahren intensiv zentralisiert wird: die Strategie geht eindeutig weg von mehreren Rechenzentren hin zu dem einem Datacenter. Die Vorteile der Zentralisierung sind überzeugend , so ermöglicht diese Strategie mit nur einer einzigen Applikation die Integration der Daten in Echtzeit zwischen den unterschiedlichen Unternehmensbereichen sowie schlankerer Niederlassung ohne eigene IT-Infrastruktur. Viele multinationale Großkonzerne bleiben zwar im Hinblick auf ERP zweiterhin bei ihrer on-premise Strategie, nutzen aber ERP aus der Cloud für ihre Niederlassungen.

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