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Samsung Roadshow 2017

Samsung Knox und Virtual Reality im B2B-Einsatz

| Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Marisa-Solvejg Metzger

Martin Böker, Director B2B, Samsung Electronics GmbH, betonte auf der Roadshow die Bedeutung der Partnerschaften für Samsung.
Martin Böker, Director B2B, Samsung Electronics GmbH, betonte auf der Roadshow die Bedeutung der Partnerschaften für Samsung. (Bild: Oliver Schonschek/IT-BUSINESS)

Mit Partnerschaften, Sicherheit für das IoT und neuen Geschäftsfeldern wie Virtual Reality (VR) will Samsung das B2B-Geschäft ausbauen. Auf dem B2B-Tag der Samsung-Roadshow 2017 in Köln gab das Unternehmen einen Einblick, wie das gelingen soll.

Wer das Motto „Lifestyle is our Business“ der Samsung-Roadshow 2017 liest, denkt zuerst an das starke Consumer-Geschäft des Unternehmens Samsung. Doch auch in diesem Jahr gab es in der Location Xpost Köln einen eigenen B2B-Tag. Schwerpunkte waren Sicherheit in der Digitalisierung, Reality by Virtuality, Future of Work und nicht zuletzt Kooperationen als Erfolgsfaktor. Dazu passend hielt Oliver Kahn zum Abschluss eine Keynote zu „High Performance Teams“.

B2B gewinnt für Samsung weiter an Bedeutung

Was bisher im B2B-Geschäft erreicht wurde, stellte Martin Böker, Director B2B von Samsung Electronics in seiner Keynote „Business 2020: Kooperationen als Erfolgsfaktor“ vor: Die Vision von Samsung ist, bis 2020 einen substanziellen Teil des Gesamtumsatzes mit B2B-Lösungen zu erwirtschaften. Heute macht das B2B-Geschäft 17 Prozent des Gesamtumsatzes in Deutschland aus, bei einer Wachstumsrate von acht Prozent. Hervorgehoben wurde das Geschäft auf Basis der Sicherheitsarchitektur Samsung Knox. Im Vergleich zum Vorjahr konnte eine Absatzsteigerung bei Knox-Lizenzen um mehr als 200 Prozent verzeichnet werden, so Martin Böker.

Partnerschaften haben für Samsung eine hohe Priorität

Wie wichtig Partner für Samsung sind, machte Martin Böker deutlich, als er von der Open Economy sprach: Samsung ist davon überzeugt, dass Kooperationen in der „Open Economy“ von morgen ein kritischer Erfolgsfaktor für Unternehmen aller Branchen sein werden. Flexibilität und Kollaboration werden zum neuen Modus Operandi, während „geschlossene“ und traditionelle Geschäftsmodelle künftig Gefahr laufen dürften, immer weniger akzeptiert zu werden. Unternehmen sollten sich künftig nicht mehr allein auf ihre Kernkompetenzen verlassen, sondern strategische Allianzen schmieden, auch mit ihren Wettbewerbern.

Wie Partnerschaften mit Samsung aussehen können, zeigten die Präsentationen und Show-Cases auf der sogenannten B2B-Insel. Vor Ort waren 3spin, Aetka, Bechtle, Deutsche Telekom, Eachtick, Nuance Communications, Pads5, QNAP, Samsung SDS, Tank & Rast und Vodafone. Spannend war dabei insbesondere, wie neue Technologien wie Virtual Reality (VR) zu B2B-Lösungen beitragen.

Der Hersteller sieht in Virtual und Augmented Realtity enorme Potenziale für den Einsatz in vielen Branchen und Industrien, beispielsweise Smart Retail, Design und Produktion von Automobilen und in der Tourismus-Branche.

VR-Business wird langsam Realität

Gleich auf der Hand liegt es nicht, wie man mit VR im B2B-Bereich Geschäft machen kann. Auch als Judith Hoffmann, Senior Managerin IT Channel Sales IT & Mobile B2B bei Samsung, das erste Mal eine VR-Brille in die Hand gedrückt bekam, um sich über die Business-Optionen Gedanken zu machen, dachte sie zuerst an den Consumer-Bereich – B2B war erst einmal nicht in Sicht.

Doch dies hat sich geändert, wie die Präsentationen und die entsprechenden Partnerlösungen auf der Samsung Roadshow 2017 zeigten.

Virtofy von Eachtick zum Beispiel ist eine Lösung, mit der sich virtuelle Touren erstellen lassen. Die VR-Touren können für Gruppen oder Einzelnutzer von einem Presenter begleitet werden (Guided VR Tours). Der Presenter kann auf Tablet, Smartphone oder Notebook genau verfolgen, was die VR-Tour-Gäste gerade sehen. Immobilienmakler können so Interessenten virtuell durch ihre Verkaufsobjekte führen, um eine Anwendung zu nennen. Andere Szenarien sind geführte Erlebnis- und Reisetouren als Vorschau auf eine geplante Buchung, geführte Besichtigungen neuer Werksanlagen, bevor diese gebaut werden, oder Präsentationen von Maschinen, die sich nicht einfach auf einen Messestand bringen lassen. Partner von Eachtick erhalten unter anderem einen Editor, um selbst aus Inhalten ihrer Kunden VR-Touren erstellen zu können. Damit kann ein Service-Geschäft generiert werden.

3spin dagegen hat eine Management-Software entwickelt, mit der sich zum Beispiel VR-Anwendungen auf zahlreiche VR-Installationen oder VR-Brillen ausrollen und verwalten lassen. Das Management von VR-Anwendungen wird in Zukunft deutlich an Bedeutung gewinnen. Schon jetzt gibt es Projekte wie VR für das Unternehmen Lufthansa. Dafür werden Lösungen für eine verteilte VR-Infrastruktur benötigt. Die Business-Option dahinter: In Zukunft könnten IT-Dienstleister, die heute zum Beispiel WLAN-Infrastrukturen aufbauen und betreuen, Ähnliches im VR-Bereich übernehmen, indem sie VR-Infrastrukturen managen. Ein typischer Anwendungsbereich sind Trainingszentren, oder auch Maklergesellschaften oder Reisebüro-Gruppen, die VR für ihre Kunden einsetzen wollen.

Samsung will Sicherheit ins IoT bringen

Während das VR-Business erst ins Rollen kommt, steht Sicherheit schon seit langem auf einer guten Position, wenn es um Umsatzmöglichkeiten geht. Bei dem B2B-Rundgang auf der Samsung-Roadshow bezeichnete Judith Hoffmann Sicherheit als das wichtigste Thema überhaupt bei Samsung.

Samsung Knox als zentrale Samsung Security-Architektur befindet sich nicht nur auf den neuen Samsung Smartphones, auch die Smartwatch Samsung Gear S3 hat Knox an Bord. Weitere Geräteklassen sollen folgen, denn Samsung hat sich das Ziel gesetzt, Sicherheit im ganzen Internet of Things (IoT) zu gewährleisten. Eine große Herausforderung, aber ein lohnendes Ziel. Wie Samsung Knox die mobile Sicherheit und dann die IoT-Sicherheit erhöhen kann, hat auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in den Sicherheitsempfehlungen zur Konfiguration von Samsung Android-Geräten mittels Knox beschrieben. Samsung Knox kann auch dazu genutzt werden, Apps von Kunden gezielt abzusichern, also zum Beispiel Banking-Apps eines Finanzdienstleisters, den man betreut. Im Bereich IoT-Sicherheit werden sich also weitere spannende Möglichkeiten für Partner ergeben.

Fazit: Der B2B-Tag der Samsung-Roadshow zeigte, wie Partner auch mit neuen Technologien Geschäfte machen können, insbesondere aber, wie wichtig Partnerschaften für Samsung sind. Es könnte sich also lohnen, sich die Partnerprogramme von Samsung einmal genauer anzuschauen.

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