Distri-Award
– Jetzt zur Umfrage!

Suchen

ISG Provider Lens Salesforce-Dienstleister müssen Wildwuchs bekämpfen

| Autor / Redakteur: Dr. Dietmar Müller / Elke Witmer-Goßner

Vor allem große internationale Unternehmen sind derzeit dabei, ihre Salesforce-Anwendungen zu konsolidieren und beauftragen dabei verstärkt Dienstleister. Dies meldet eine vom Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Information Services Group (ISG) veröffentlichte Studie.

Firma zum Thema

Viele Unternehmen betreiben zahlreiche, voneinander isolierte Salesforce-Installationen.
Viele Unternehmen betreiben zahlreiche, voneinander isolierte Salesforce-Installationen.
(Bild: gemeinfrfei, adege / Pixabay)

Viele Unternehmen betreiben zahlreiche, voneinander isolierte Salesforce-Installationen. Diese haben in der Regel Fachabteilungen ohne die Einbindung der IT geschaffen und über die Jahre erweitert. Für diese komplexen Salesforce-Landschaften steht in vielen Fällen nun eine Konsolidierung an, so die ISG-Analysten. Darüber hinaus habe Salesforce die Funktionalitäten immer weiter ausgebaut und biete mittlerweile auch branchenspezifische Services an. So stehen zum Beispiel für das Gesundheitswesen, Finanzdienstleister oder für industrielle Fertiger eigene Service-Clouds zur Verfügung. Der Salesforce-eigene App-Store vertreibt zudem weitere Funktionen und Spezialanwendungen, die von Drittanbietern auf der Basis von Salesforce entwickelt werden.

„Mit dem seit Jahren stürmischen Wachstum von Salesforce-Anwendungen und der Vielfalt des heutigen Angebots kommen Unternehmen heute kaum noch alleine klar“, sagt Heiko Henkes, Director & Principal Analyst bei der Information Services Group (ISG). „Vor allem die großen, international tätigen Unternehmen wenden sich dabei an Salesforce-Anbieter, die ebenfalls weltweit präsent sind.“ Allerdings behaupteten viele ganz auf Salesforce spezialisierte Anbieter ihre Marktposition, so Henkes weiter: „Es sei denn, sie werden von großen Systemhäusern akquiriert, was zuletzt auch häufiger der Fall war.“

Der Servicemarkt für Salesforce

Den deutschen Servicemarkt für Salesforce teilen sich laut „ISG Provider Lens Salesforce Ecosystem Partners Report Germany 2020“ vor allem zwei Kategorien von Anbietern: große Systemhäuser sowie kleinere, ganz auf Salesforce spezialisierte Anbieter, sogenannte Boutiquen. Letztere tragen dazu bei, dass sich dieser gesamte Markt schnell entwickelt – weiter beschleunigt durch die COVID-19-Krise.

Bereits in den vergangenen Jahren übernahmen große Systemintegratoren viele Nischen- und Spezialanbieter. Auf diese Weise konnten die Systemintegratoren ihr Portfolio erweitern, um die Nachfrage nach den immer vielfältigeren Salesforce-Services zu bedienen. Vor allem im Marktsegment der Implementierungs- und Integrations-Services für Salesforce verfügen Systemintegratoren über eine bedeutende Position. Dabei gibt es durchaus signifikante Unterschiede bei der lokalen Verfügbarkeit deutschsprachiger Ressourcen. Deshalb sind hierzulande diejenigen Anbieter im Vorteil, die in ihrem globalen Liefermodell einen nennenswerten Anteil an Nearshore-Kapazitäten anbieten können. Diese kommen üblicherweise aus osteuropäischen Ländern, so die ISG-Studie.

Anbietervergleich

Mit Blick auf das Salesforce-Ökosystems stellt der ISG-Anbietervergleich fest, dass Dienstleister ein starkes Partnernetzwerk aus unabhängigen Software-Verkäufern benötigen. Die Nachfrage nach branchenspezifischen Salesforce-Lösungen und Zusatzfunktionen steige derzeit an. Über Partnerschaften mit unabhängigen Software-Anbietern ließen sich solche zusätzlichen Kundenwünsche leichter erfüllen.

(ID:46739065)

Über den Autor

Dr. Dietmar Müller

Dr. Dietmar Müller

Journalist