ITC Channel Index erholt sich nicht Saisonaler Effekt lässt die Umsätze zurückgehen

Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann

Die Verkäufe des Fachhandels sind weiterhin rückläufig. Ein Grund dafür ist die jährlich wiederkehrende Kaufflaute nach Abschluss des Jahresendgeschäfts. Dabei ist die Entwicklung allerdings abhängig von der Kundengruppe, und manche Klientel besitzt nach wie vor Umsatzpotenzial.

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Regelmäßig bringt das Ende des Winters sinkende Umsätze mit sich.
Regelmäßig bringt das Ende des Winters sinkende Umsätze mit sich.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit 86 Punkten erreicht der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS im Februar 2009 einen Wert, der um einen Punkt und damit leicht unter dem entsprechenden Vorjahresmonat, dem Februar 2008, liegt. Damit setzt sich die schon im Januar dieses Jahres zu beobachtende Entwicklung fort.

Während im Retail- beziehungsweise B2C-Bereich im Februar noch ein Wachstum von zwei Prozent im Jahresvergleich erzielt werden konnte, liegt der Reseller- beziehungsweise B2B-Bereich in seiner Entwicklung mit minus sieben Prozent erneut deutlich unter dem entsprechenden Vorjahresmonat. Diese Zahlen verdeutlichen, dass sich der Channel aktuell in seiner Gesamtentwicklung deutlich zweigeteilt darstellt. Auch innerhalb des B2B-Segments gab es eine gegenläufige Entwicklung. Anders als im Januar 2009 wächst im Februar das Großkundensegment mit einem Plus von sechs Prozent wieder an.

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Das SMB-Segment befindet sich wie schon im Januar 2009 erneut um 16 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr.

Einfluss saisonaler Effekte

Allerdings haben saisonale Effekte auch dieses Jahr entscheidenden Einfluss. Die Jahres-Saisonalität wirkt sich im Retail im Jahr 2009 in etwa analog zum Vorjahr aus. Im B2B- beziehungsweise Reseller-Umfeld fällt der saisonal bedingte Rückgang im Februar 2009 – allerdings auch aufgrund des vergleichsweise schwachen Januars – deutlich geringer als noch im Vorjahr aus.

In Summe scheint somit die Lage im Channel deutlich stabiler zu sein als dies momentan in der Distribution der Fall sein dürfte. Denn eine vorsichtige Beschaffungspolitik sowie der Abbau von Lager- beziehungsweise Überbeständen führen aktuell zu einem vorsichtigen und eher abwartenden Beschaffungsverhalten im Channel.

B2C-Trends bringen Umsatz

Nach drei Prozent Wertzuwachs im Januar 2009 liegt auch der Februar 2009 mit zwei Prozent Plus seiner Umsatzentwicklung im Retail über dem entsprechenden Vorjahresmonat. Somit zeigt sich die Konsumentwicklung in den ersten beiden Monaten noch resistent gegenüber der aktuellen wirtschaftlichen Lage und des Ausblicks auf die Zukunft.

Die Nachfrage konzentrierte sich unter anderem auf großformatige Monitore, digitale Bilderrahmen, Notebooks als auch Netbooks. Daneben war sowohl IT-Zubehör wie Mini-Lautsprecher, Webcams, Gaming-Zubehör und -Eingabegeräte, Computer-Mäuse und externe Festplatten beliebt. Somit ist die positive Wertentwicklung nicht nur an einzelne, wenige und selektive Produktkategorien gebunden.

Die Nachfrage-Entwicklung, die die Gefühlslage der Konsumenten deutlich besser beschreibt, fällt im Gegensatz zur Umatzentwicklung in nahezu allen Produktbereichen deutlich positiver aus. Die Einkaufsaktivitäten der Konsumenten spiegeln somit ein deutlich besseres Stimmungsbild wider: Auch hier, ähnlich wie im Konsumklima der vergangenen Monate, sind die in den Medien diskutierten Szenarien noch nicht nachvollziehbar.

Mehr Informationen zur Entwicklung der Preise und des Monitor-Markts erhalten Sie auf der nächsten Seite.

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