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AMD Ryzen Pro Ryzen-CPUs für Business-PCs

| Autor: Klaus Länger

AMD will die Ryzen-Prozessoren nun auch in Business-PCs bringen. Dafür hat der Hersteller eine Ryzen-Pro-Serie entwickelt, die zusätzliche Sicherheits- und Management-Funktionen bietet. Zudem gibt es eine längere Garantie und Verfügbarkeit.

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Mit Ryzen Pro will AMD im Markt für Bürorechner Fuß fassen. Das Spitzenmodell verfügt über acht Cores und 16 Threads.
Mit Ryzen Pro will AMD im Markt für Bürorechner Fuß fassen. Das Spitzenmodell verfügt über acht Cores und 16 Threads.
(Bild: AMD)

Bisher waren Business-PCs kein leichtes Pflaster für AMD. Zwar hat der kleinere der beiden US-amerikanischen Hersteller von x86-Prozessoren schon seit geraumer Zeit Business-Versionen seiner APUs im Programm, aber in den Büros sind vor allem Desktop-PCs mit Intel-Prozessoren verbreitet.

Mit Ryzen Pro will AMD vor allem den vPro-fähigen Intel-Core-Prozessoren Konkurrenz machen. Daher verfügen die Ryzen-Pro-Modelle über etliche Funktionen, die im Firmeneinsatz für mehr Datensicherheit sorgen sollen oder für die IT-Abteilung das Management und die Wartung der Rechner vereinfachen. Zudem sollen Ryzen 7 Pro und Ryzen 5 Pro laut AMD durch ihre größere Zahl an Prozessorkernen mehr Leistung bringen, als ihre direkten Intel-Gegenstücke Core i7 und Core i5 mit vPro. Für den Ryzen 3 Pro mit vier Kernen ohne ohne Simultaneous Multithreading (SMT) gibt es bei Intel kein Gegenstück. Denn den Core i3 gibt es nicht mit vPro.

Die bisher angekündigten Ryzen-Pro-Prozessoren in der Übersicht.
Die bisher angekündigten Ryzen-Pro-Prozessoren in der Übersicht.
(Bild: AMD)

An Sicherheitsfunktionen stellt AMD die Unterstützung von TPM 2.0, Secure Boot, Trusted Applications und aller Sicherheitsfunktionen von Windows 10 Enterprise in den Vordergrund. Zudem bieten die CPUs eine128-Bit-AES-Einheit für die Datenverschlüsselung und Transparent Secure Memory Encryption für die Verschlüsselung des Hauptspeichers. Diese kann beispielsweise für sichere Container genutzt werden. Für die Fernwartung von Rechnern mit AMD Ryzen Pro wird der Industriestandard DASH unterstützt.

Längere Garantie und Verfügbarkeit

AMD gewährt bei den Ryzen-Pro-Modellen 36 Monate Garantie statt der zwölf Monate bei den Consumer-Varianten des Prozessors. Zudem verspricht der Hersteller eine Verfügbarkeit von 24 Monaten und 18 Monaten Plattform-Stabilität. Die AM4-Plattform soll laut AMD auch noch für mindestens vier Jahre weiter existieren und so einen Pfad für Prozessorupgrades bieten. Was allerdings noch fehlt, sind Ryzen-Prozessoren mit integrierter Grafik. Denn die meisten Hersteller von Business-PCs auf Intel-Basis nutzen deren integrierte GPU. Bei Ryzen Pro müssen sie eine zusätzliche Grafikkarte einbauen. Ryzen-Pro-Prozessoren sind als OEM-Modelle ausschließlich für PC-Hersteller bestimmt, die im zweiten Halbjahr Bürorechner mit den AMD-CPUs auf den Markt bringen sollen. Wer das konkret sein wird, hat AMD nicht genannt. Das Erscheinen von Ryzen-Pro-Mobile-Prozessoren mit integrierter GPU verspricht das Unternehmen für die erste Hälfte des Jahres 2018.

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 Klaus Länger

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