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Rennen um die Marktanteile bei der Desktop-Virtualisierung geht in die heiße Phase

Rollenwechsel für Citrix bei der Client-Virtualisierung

08.01.2010 | Redakteur: Regina Böckle

Citrix XenDesktop 4 verspricht jedem User den passenden Client.
Citrix XenDesktop 4 verspricht jedem User den passenden Client.

Kooperation bei Desktop und App

Im Virtual-Desktop-Markt lautet die Faustregel offenbar: Bei Projekten von bis zu zehn Usern kommt Microsofts VDI zum Zug, ab zehn Anwendern Citrix XenDesktop. „Die Umstellung auf Windows 7 erweist sich dabei als Treiber für XenDesktop, weil VDI hier nicht ausreicht“, erklärt Lübben.

Ohnehin wollen Citrix und Microsoft ihre Desktop-Virtualisierungs-Lösungen gemeinsam weiterentwickeln: Die neue und bereits verfügbare Microsoft VDI-Suite basiert auf XenDesktop.

Beim Management der Desktop-Lösungen garantieren beide Hersteller ebenfalls Wahlfreiheit: Mit Microsofts System Center können Kunden sowohl physische als auch virtuelle Desktops verwalten und dabei mit einem einzigen Client, dem Citrix Receiver, arbeiten.

Auch bei der Bereitstellung von Applikationen wird eng kooperiert: Im ersten Schritt will Citrix XenApp an Microsofts System Center Configuration Manager (SCCM) anbinden. So können Anwender ihre Applikationen auf jedem Endgerät nutzen – und zwar auf gemanagten ebenso wie auf nicht gemanagten Windows-Endgeräten sowie auf Nicht-Windows-Clients.

Im Laufe des ersten Halbjahrs 2010 soll es außerdem möglich sein, mittels SCCM sowohl via Citrix XenApp als auch mittels Microsofts App-V Applikationen zentral bereitzustellen, zu verwalten und zu reporten.

Rennen um den Desktop eröffnet

„2010 ist das Jahr der Desktop-Virtualisierung“, sagt Lübben, „denn die Untersuchungen zeigen, dass 70 bis 80 Prozent der IT-Kosten aus fortlaufendem Management und Administration bestehen“. Der Löwenanteil entfällt dabei auf sich wiederholende, manuelle Wartungsarbeiten für die Desktops. Virtuelle Desktops befreien die Administratoren von diesen Routine-Tätigkeiten.

Doch es ist nicht nur der Wunsch, Kosten zu senken, der Firmen auf der Suche nach neuen Lösungen leitet. Administratoren erwarten sich von der Virtualisierung vor allem ein einfacheres Management, insbesondere bei der Verwaltung der Desktops, obendrein verbesserten Datenschutz sowie höhere Sicherheit und Profitabilität – bei schnellem Return on Invest. „Das sind die Erfahrungen aus unseren Projekten im vergangenen“, so das Fazit des Citrix-Zentraleuropachefs.

Die Wunschliste der Endanwender ist etwas kürzer. „Sie wollen künftig vor allem eines: Ihr Endgerät sowohl privat als auch beruflich nutzen“, so Lübben.

All diese Wünsche verspricht Citrix zu erfüllen. „Unser Ziel war es schon immer, die Technologie bereit zu stellen, die es Menschen ermöglicht, von jedem Ort aus und zu jeder Zeit zu arbeiten und zu spielen“, betont Lübben. Consumerization lautet hier das Schlagwort, das die Branche in den nächsten Jahren begleiten werde. „Um dieses Ziel zu erreichen, muss die IT zentralisiert, virtualisiert und mit Blick auf Übertragungswege wie beispielsweise WAN-Strecken, optimiert werden.“

Was XenDesktop 4 bietet

Xen-Desktop-4 führt neben sämtlichen Funktionen von XenApp auch einen „Application Store“ an Bord. So können sich Anwender die gewünschten Applikationen auf physischen wie auf virtuellen Desktops bereitstellen lassen und offline oder online arbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, welche Virtual-Desktop-Technologie auf dem Back-End verwendet wird und von welchem Endgerät aus der Anwender auf die Applikation zugreift.

Rollen-gerechter Desktop

„Es ist allerdings nicht damit getan, mal eben die vorhandenen Desktops durch virtuelle Systeme zu ersetzen, um dann wie von Zauberhand alle Beteiligten mit einem Schlag glücklich zu machen“, stellt Carsten Böckelmann Regional Director Server & Desktop Virtualization Central Europe bei Citrix, klar. Der Teufel steckt auch hier im Detail: „VDI allein reicht für eine erfolgreiche Desktop-Virtualisierung nicht aus. Denn es gibt in Unternehmen ganz unterschiedliche Anwender-Typen: Mobile und remote Mitarbeiter, Freelancer, die nur wenige Monate im Einsatz sind, und so weiter“, mahnt Böckelmann.

Mancher User will beispielsweise bestimmte Anwendungen nutzen, die ihm seinen gehosteten Shared-Desktop nicht zur Verfügung stehen.

In Fällen wie diesen kommt die so genannte Flexcast-Technologie zum Zuge, die in XenDesktop 4 integriert ist.

Mit ihrer Hilfe können Anwender die unterschiedlichen Virtual-Desktop-Szenarien kombinieren und dennoch zentral verwalten: seien es gehostete Shared-Desktops, VM-basierte Desktops, Blade-PC-basierte virtuelle Desktops für Power-User, oder Desktop-Streaming, das Nutzern die lokale Ausführung von Desktops erlaubt. „Das ist möglich, weil sich durch Flexcast Applikationen auch trennen und als eigenes Image bereitstellen lassen“, führt Böckelmann aus. „Damit kann der Administrator für jeden Anwender den passenden Desktop zusammenstellen, zentral verwalten und sichern – und das automatisiert, je nach gewünschter Priorität“.

HDX und Flexcast

Damit Anwender auch Resourcen-hungrige Multimedia-Applikationen schnell und performant nutzen können, verwendet XenDesktop die HDX-Technologie. Sie sorgt für verbesserte Darstellung von Multimedia-Flash-Inhalten, ermöglicht die Echtzeit-Online-Zusammenarbeit und die Unterstützung von USB-Peripherie-Geräten sowie 3D-Grafik-Anwendungen. Laut Citrix benötige HDX mittlerweile bis zu 90 Prozent weniger Bandbreite als vergleichbare Lösungen.

„HDX ist allerdings weitaus mehr als nur ein Protokoll“, betont Böckelmann. „Es umfasst mehr als 74 Funktionen, die in Kombination mit Flexcast dafür sorgen, dass jeder Anwender seinem Profil entsprechend seine Applikationen auch mit der nötigen Performance nutzen kann.“

Wie ernst es Citrix künftig mit dem Versprechen der Wahlfreiheit ist, erfahrebn Sie auf der folgenden Seite.

 

Einsatz-Szenarien für XenDesktop 4

 

Highlights von XenDesktop 4 und Lizenzierung

 

Ergänzendes Portfolio zu XenDesktop und XenServer

 

Vorläufige Bilanz 2009 für die DACH-Region

Inhalt des Artikels:

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