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Cebit 2018

Roboter in Action

| Autor: Sarah Nollau

KI-Begeisterte werden auf der Cebit einiges zu bestaunen haben.
KI-Begeisterte werden auf der Cebit einiges zu bestaunen haben. (Bild: Pixabay / CC0)

Wer Roboter live erleben will, wird auf der Cebit nicht enttäuscht. Sogar die Grundlagen der Programmierung einer Künstlichen Intelligenz kann man erlernen. Und die Roboter-Band Compressorhead zeigt, was Heavy Metal wirklich bedeutet.

KI- und Robotik-Interessierte kommen auf der Cebit auf ihre Kosten. Da gibt es zum einen den rund 1,20 Meter großen Pepper von SoftBank Robotics, der auf menschliche Emotionen reagieren kann. Dies könnte ihm auch im „Job“ helfen, denn er kann beispielsweise als smarter Mitarbeiter im Einzelhandel Fragen zu bestimmten Produkten beantworten. Im Rahmen der Cebit hat das japanische Unternehmen ein Software Development Kit angekündigt, das Programmierern die Entwicklung von Android-Apps für Pepper erleichtern soll. Auf der Messe wird der Roboter sein Können unter Beweis stellen müssen, indem er mit seiner neuen Chatbot-Funktionalität bei der Suche nach Hotels oder Flügen hilft. Zu finden ist Pepper in der Halle 17 am Stand B44.

Techniker-Assistent Roboter

Am Stand E16 ist hingegen der Cobot, zu deutsch kollaborativer Roboter, „Panda“ von Voith Robotics zu bestaunen. Er interagiert mit einem ERP-System und will damit beweisen, dass er in die Geschäftsprozesse eines Unternehmens integriert werden kann. Die direkte Interaktion mit einem Menschen zeigt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit dem Service-Roboter Armar-6. Er kann dem Techniker auf der Leiter Hammer und Bohrmaschine reichen. Indem er seinen menschlichen Kollegen beobachtet, lernt er zudem gleich mit, wie diese verwendet werden. Die Entwicklung der aktuellen Generation der Roboterfamilie ist Teil des EU-Projekts SecondHands, das die Automatisierung im industriellen Umfeld fördern soll. Das Projekt selbst wird in Halle 27 am Stand G52 vorgestellt.

Wie weit die Tragkraft der Künstlichen Intelligenz ist, und welche Chancen und Risiken damit verbunden sind – dies sind Fragen, mit denen sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seinem Projekt H.E.A.R.T. (Humanoid Emotional Assistant Robots in Teching) auseinandersetzt. In Halle 27, Stand E52 veranschaulichen die Projektverantwortlichen, wo lernende Systeme zum Wohle des Menschen Verwendung finden können. Da wäre zum Beispiel ein humanoider Roboter, der den Unterricht an Universitäten ergänzen oder Studierende beraten kann.

Medizinische Hilfe

Das medizinische Feld deckt das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ab. Es zeigt auf der Messe ein tragbares Ganzkörper-Exoskelett für Opfer eines Schlaganfalls. Bei der Steuerung stehen dem Patienten oder einer Betreuungsperson mehrere Optionen zur Verfügung. Durch die Bewegung eines Arms lässt sich beispielsweise der andere mitbewegen. Beobachten lässt sich dies in Halle 27, Stand F62.

Wen es nach angesichts all der Roboter reizt, selbst eine Künstliche Intelligenz zu programmieren, kann beim Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS die Software NEPO testen (Halle 27, E78). Projektleiterin Beate Jost betont, dass nicht nur Fachleute die Grundlagen der KI kennen sollten: „Mit NEPO wenden wir uns an die Öffentlichkeit, um die Grundlagen dieses Fachwissens aus den Köpfen unserer Expertinnen und Experten in der Gesellschaft zu verankern.“ Zum Codieren bereit steht zum einen der humanoide Roboter NAO, zum anderen der Staubsauger-Roboter Kobold VR200.

Die Technische Universität München, genauer gesagt der Lehrstuhl für Robotik, Künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme, simuliert in Halle 27, Stand F82 mittels der Neurorobotics-Plattform Gehirnmodelle, die aus neuronalen Netzwerken bestehen und einen künstlichen Körper steuern.

Ethische Fragen und musikalischer Beitrag

Wer nach all dem Stand-Hopping gemütlich einem Vortrag oder sogar einer KI-Band lauschen will, hat folgende Möglichkeiten:

  • Dienstag, 12. Juni (Festival Stage), 17 Uhr: Auftritt der Roboterband Compressorhead
  • Dienstag, 12. Juni (27, Grand Central Stage), 18 Uhr: Marc Raibert, Gründer & CEO von Boston Dynamics, mit einer Keynote zum Thema „The Future of Robotics“
  • Donnerstag, 14. Juni (13, Expert Stage), 15.10 Uhr: Florian Krause (Institut für Wirtschaftsethik, Universität St. Gallen, Schweiz) und die Juristin Iris Phan (Leibniz Universität Hannover) mit dem Vortrag „Love and Sex with Robots“

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