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„Unmoralische“ Angebote?

Risikofaktor: Outsourcing-Projekte ohne Ausschreibung

| Autor / Redakteur: Branimir Brodnik, microfin Unternehmensberatung / Florian Karlstetter

Technologische Entwicklung

Drittes Stichwort: technologische Innovation. Bei einem Sourcing geht es in erster Linie um die richtige Lösung, nicht um die billigste. Wer Verträge abschließt, ohne Angebote inhaltlich zu vergleichen, läuft Gefahr, den Überblick über die verschiedenen Lösungsansätze zu verlieren. Unterschiedliche Provider haben durchaus unterschiedliche Konzepte und Serviceprinzipien, die der Kunde auch kennen sollte.

Auch bei einer Vertragsverlängerung gilt: Nicht bedenkenlos weiterführen, was sich bewährt hat – gut möglich, dass die technologische Entwicklung inzwischen zielführendere Lösungen hervorgebracht hat.

Ausschreibung als sinnvolle Investition

Deshalb kann es nur eine klare Empfehlung geben: Gerade bei der Vergabe von Outsourcing-Verträgen, die in der Regel eine lange Laufzeit haben, ist eine Ausschreibung kein notwendiges Übel, sondern eine sinnvolle Investition. Unterm Strich mag ein professionell aufgesetzter Ausschreibungsprozess zwar Zeit kosten, hat aber sonst nur Vorteile: Der Kunde bleibt compliant, die Lösung passt, und die Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus werden optimiert und die eigene Verhandlungsposition bezüglich vertraglicher Regelungen verbessert sich deutlich.

Dafür lohnt es sich auch, Beratung von Spezialisten in Anspruch zu nehmen. Seriöse Berater haben dabei ein erfolgsabhängiges Vergütungsmodell, das die Consultingkosten leicht kompensiert.

Der Provider profitiert vom Vergleich mit dem Wettbewerb ebenfalls, indem er das Feedback des Kunden als „Lessons learned“ zur Verbesserung der eigenen Position nutzt. Eine Ausschreibung ist immer auch ein Stück Technologie-Wettbewerb, und den kann auf Dauer nur gewinnen, wer sich regelmäßig mit seinen Konkurrenten vergleicht und sich weiterentwickelt.

Und nicht zuletzt kann der Sourcing-Verantwortliche einfach besser schlafen. Die Gewissheit, für sein Unternehmen alles richtig gemacht zu haben und dem Compliance Officer in die Augen schauen zu können, beruhigt ungemein – und wiegt den Reiz eines „unmoralischen Angebots“ leicht auf.

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