Smartphone-Kuchen wird neu verteilt RIM wächst, Nokia schrumpft, und Apple freut sich

Redakteur: Sylvia Lösel

Während RIM bei Geräten und Applikationen Gas gibt, suchen andere Hersteller noch nach ihrer Rolle im heiß umkämpften Smartphone-Markt. Neue Technologien und deren schnelle Markteinführung sind entscheidend, wenn man unter die Top Fünf kommen möchte.

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Der erste Blackberry zum Aufklappen: Das Pearl Flip soll jugendliches Publikum ansprechen.
Der erste Blackberry zum Aufklappen: Das Pearl Flip soll jugendliches Publikum ansprechen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Gleich zwei neue Blackberries gibt es noch in diesem Jahr. T-Mobile wird sie als erster Netzbetreiber im Portfolio haben. Den ersten Blackberry zum Klappen, den Pearl Flip, gibt es bereits nächste Woche, den neuen Blackberry Curve 8900 Anfang Dezember. Damit macht der kanadische Hersteller jetzt Ernst mit der Eroberung des Consumer-Markts. Das bestätigt auch Klaus Seibold, Director Commercial Relationship bei RIM: »Wir wollen gerade mit dem Pearl Flip eine zusätzliche Kundenbasis schaffen. Ursprünglich war der Jugendbereich die Zielgruppe, aber uns erreichen jetzt bereits Anfragen von Geschäftskunden, die ebenfalls gerne ein Klapphandy hätten.«

Erstmals hatte das Unternehmen mit dem Blackberry Bold auch explizit Consumer angesprochen. Bei diesem Gerät, so Seibold, hat es RIM jetzt erstmals geschafft, dass nicht nur geschäftliche Mail-Accounts mobil genutzt werden, sondern auch private. Der private Mailverkehr macht etwa die Hälfte aus. Ein wichtiger Schritt für ein Unternehmen, das sich zunächst allein auf die Business-Kunden konzentriert hatte.

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Wachstum nur über den Datenverkehr

Auch beim Provider T-Mobile betont man die Bedeutung des Consumer-Marktes. Ole Lohmann, Leiter Business Marketing Segmententwicklung: »Nur fünf Prozent aller Mail-Accounts werden im Moment mobil genutzt. Hier ist noch großes Wachstumspotenzial vorhanden.« Bereits jetzt generiert T-Mobile Wachstum vor allem aus dem Umsatz mit den mobilen Daten. 40 Prozent waren es im vergangenen Jahr. Das Geschäft mit der Sprachtelefonie stagniert dagegen weiterhin.

In diesem Umfeld kommen Geräte wie der Blackberry, der mit seiner Qwertz-Tastatur auf Datenkommunikation ausgerichtet ist, auch den Netzbetreibern zupass.

Auch die Navigation spielt eine immer größere Rolle und ist, laut Lohmann, jetzt auch bei den Endkunden angekommen. So werden sich nach und nach immer mehr Applikationen auf dem Handy durchsetzen. Deshalb befindet sich T-Mobile auch mit RIM in Gesprächen über den von den Kanadiern anvisierten Application Store, der im Frühjahr 2009 etabliert werden soll.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Strategie funktioniert.

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