Konkurrenz belebt das Geschäft im Smartphone-Markt RIM und Nokia sind Apple auf den Fersen

Redakteur: Sylvia Lösel

Ein überarbeitetes Betriebssystem und ein neues, schickes Pearl von Research in Motion (RIM) bringen Schwung in den Smartphone-Markt. Zudem stellt Nokia sein lang erwartetets Flaggschiff N8 vor. Die Luft an der Smartphone-Spitze wird für Apple immer dünner.

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Das Nokia N8 soll Social Networking einfach machen.
Das Nokia N8 soll Social Networking einfach machen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Vorfeld des Wireless Enterprise Symposiums (WES) in Orlando zeigte RIM eine überarbeitete Version seines Betriebssystems für den Blackberry. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Version 6.0 soll im kommenden Quartal gelauncht werden und erhielt auf dem WES zahlreiche Vorschusslorbeeren. Intuitiver und touch-freundlicher sind einige der Attribute, die dem neuen Betriebssystem zugeschrieben werden. Damit befindet sich RIM in guter Gesellschaft. Denn auch Microsoft wird in den nächsten Monaten sein Windows-Phone-7-Betriebssystem auf den Markt bringen. Damit erhalten sowohl das iPhone mit seiner intuitiven Bedienung als auch das erfolgreiche Google-Betriebssystem Android ernst zu nehmende Konkurrenz.

Dem iPhone auf den Fersen

Doch auch von der Hardware-Seite droht Apple Konkurrenz. Nokia stellt mit dem N8 sein neues Flaggschiff vor. Das Gerät soll im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen und arbeitet auf Basis von Symbian 3. Das N8 verfügt über ein 3,5-Zoll-Touchdisplay und eine Zwölf-Megapixel-Kamera, mit der auch HD-Videos gedreht werden können. Die kostenlose Ovi-Navigation ist ebenfalls an Bord. Erstmals wurde in ein Nokia-Gerät die Software-Umgebung „Qt“ integriert. Damit soll die Entwicklung und der Austauch von Applikationen über die Symbian-Plattform hinaus möglich werden. Auch Social Networking soll mit dem N8 einfacher werden. Live-Updates von Facebook oder Twitter werden auf dem Begrüßungsbildschirm angezeigt. Anders herum können Inhalte vom Handy direkt auf die Plattformen geladen werden.

Vom Business- zum Consumer-Liebling

Research in Motion hatte in Orlando ebenfalls ein neues Gerät im Gepäck. Die Consumer-orientierte Pearl-Familie erhält Zuwachs. Das Pearl 3G wird es in zwei Modellvarianten mit Handy- (9105) oder komprimierter Qwertz-Tastatur (9100) geben. Das neue Pearl funkt über UMTS/HSDPA und in Quad-Band-Netzen. Erstmals gibt es einen Blackberry, das den aktuellen WiFi-Standard 802.11n unterstützt. Das kompakte Gerät unterstützt sowohl Push-E-Mail, als auch Messaging-Dienste und Social Networks. „Dem Anwender stehen auch viele andere Applikationen zur Verfügung“, sagt Mike Lazarides, Präsident von RIM. Denn gerade im Business-Bereich hat der Blackberry-Hersteller mit seinen Anwendungen viel zu bieten. Dass man sich auf seinem Vorsprung nicht ausruhen kann, ist unbestritten. Das bestätigte auch Jörg Hartmann, Channel-Chef für Deutschland bei RIM, im Gespräch mit IT-BUSINESS. Gerade die Eroberung des Consumer-Marktes wird für RIM künftig ein wichtiges Thema sein. Da kommt das neue Pearl gelegen. Denn dieses ist sowohl für Business-Leute als auch für Endanwender interessant. Der Hinweis, dass es in mehreren Farbvarianten zu haben sein wird, zeigt ebenfalls das Ziel, mit individualisierten Geräten neue Käuferschichten zu erschließen.

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