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Unified Data Protection

Rettungsanker „Cloud“ für den Fall der Fälle

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Wenn etwas in der IT schief läuft, braucht es Gegenmaßnahmen.
Wenn etwas in der IT schief läuft, braucht es Gegenmaßnahmen. (Bild: © beeboys - stock.adobe.com)

Die Anforderungen an Datensicherungslösungen steigen. Erpressungsversuche per Ransomware sollen den IT-Verantwortlichen nur noch ein müdes Lächeln abringen. „Restart, not restore“ lautet eine User-Devise. Und einfacher im Handling soll auch noch alles werden.

Mick Bradley ist VP of Sales EMEA bei Arcserve
Mick Bradley ist VP of Sales EMEA bei Arcserve (Bild: Arcserve)

Reine Backup-Funktionalitäten stellen keine so große technische Herausforderung mehr dar, um allein damit lohnende Margen zu erzielen, findet Mick Bradley, Vice President of Sales EMEA bei Arcserve (siehe Kasten). Physische Datenträger mit Managementfunktionen seien heutzutage vielmehr als Voraussetzung für umfassendere Verfügbarkeitslösungen zu sehen. Auch seien sie Grundlage dafür, dass Arcserve-Partner „Gewährleistung von Verfügbarkeit“ anbieten können. Ein erster Schritt im Arcserve-Partnergeschäft sei daher hinsichtlich der Bedürfnisse der Kunden das notwendige Maß an Verfügbarkeit von Daten und Systemen granular zu ermitteln.

Nach Lesart des EMEA-Sales-Chef ist es Teil der Partner-Wertschöpfung, in diesem Zusammenhang zu beraten und gemäß den Anforderungen ein Datensicherungspaket zu schnüren. Ferner gilt es, das entsprechende Paket zu konfigurieren und oben drauf Wartung und Vor-Ort-Betreuung für die Lösung anzubieten.

Ein Bündel an Lösungen

Unified Data Protection (UDP) von Arcserve will Bradley als Gesamtpaket integrierter Verfügbarkeitslösungen verstanden wissen, die auf Backup und schneller Wiederherstellbarkeit von Daten beruhen. Wahlweise als Hard- oder Software implementierbar, unterstützen die Lösungen sowohl On-Premises-, als auch Cloud-Umgebungen.

Unabhängig von der gewählten Paketkonfiguration beruht UDP dabei auf Backup-Technologien wie Snapshot-basierter ­Datensicherung, Datentransport auf Block-Ebene und Hardware-unabhängiger, quellseitiger Deduplizierung. Eine integrierte WAN-optimierte Replikation ermöglicht zudem eine vergleichsweise schnelle Übertragung großer Datenmengen zur Sicherung und Wiederherstellung.

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Die Wiederherstellung soll dabei „anwendungskonsistent“ erfolgen. Damit ist gemeint, dass Nutzer mit den Daten sofort wieder weiterarbeiten können.

Modularer Aufbau

Die UDP-Lösung ist modular aufgebaut und reicht bis zu Konfigurationen mit Tape-Backup, High-Availability-Szenarien mit automatischem Failover im Ernstfall und Datenreplikation auf File-Ebene. „Für die Cloud bieten wir mit ‚UDP Cloud Direct Backup‘ und ‚Disaster Recovery‘ Sicherungen direkt in die beziehungsweise aus der Cloud.“ Mit UPD Archiving ist zudem eine virtuelle Appliance zur E-Mail-Archivierung verfügbar, die Unternehmen bei der Einhaltung von rechtlichen Vorgaben wie beispielsweise DSGVO-Vorschriften hilft. Aber nicht nur die Datenschutz-Komponente hat in diesem Marktumfeld eine wachsende Bedeutung. Auch Datensicherheit im Sinne von IT-Security wird zum Kernelement. Zur Frage, ob die beiden Themen „Backup“ und „IT-Security“ miteinander verschmelzen, hat Bradley einen klaren Standpunkt: „Ja, definitiv. Backup und IT-Sicherheit ergänzen sich und arbeiten ­gemeinsam an einer Aufgabe – Datensicherheit. Nehmen wir das Beispiel Ransomware: IT-Security-Lösungen helfen bei der Abwehr der erpresserischen Verschlüsselungs-Attacken. Aber sie können niemals eine hundertprozentige Sicherheit bieten. Wenn trotz aller sinnvollen und notwendigen Vorkehrungen doch eine Attacke durchkommt, kommt es auf das Backup an und auf ein punktgenaues Zurückspulen auf System- und Datenzustände unmittelbar bevor die Verschlüsselungsattacke begann.“ Liege erst einmal eine vom Netz abgekoppelte, hinreichend aktuelle Sicherung vor, die sich schnell zur Wiederherstellung nutzen lässt, laufen Lösegeldforderung ins Leere.

Trends im Markt

Insgesamt stehe der Backup-Markt vor umfassenden Umwälzungen und vor einer weiteren Wachstumsphase, ist der Arcserve-Manager überzeugt. Die Gründe, die Bradley für diese These anführt sind mannigfaltig: Backup sei zunehmend nicht mehr nur eine Hardware-basierte Sicherung von Systemen und Anwendungen, sondern Grundlage für Hochverfügbarkeit. Always-on-Verfügbarkeit bestimme zunehmend auch den Geschäftsalltag von kleinen und mittelständischen Unternehmen, wenn deren Prozesse hochgradig digitalisiert sind. Als „Restart, not restore“ bezeichnet der Manager ein weiterer Trend. Gemeint ist damit, dass einfache Datenwiederherstellung nicht mehr genügt, vielmehr wollen Kunden sofort wieder in der Anwendung mit Dokumenten, Tabellen und Mails arbeiten, als ob nichts geschehen sei.

Studie zum Cloud-Bezug

Alle Trends führen zu mehr Flexibilität, mehr Anforderungen und – zunächst einmal – mehr Komplexität. „Daher denken wir, dass der Ruf nach der Cloud auch in Deutschland immer lauter werden wird“, so Bradley und ergänzt in Hinblick auf mögliche abzuleitende Trends: „Wenn auch die Internet-Qualität und Datensicherheitsbedenken noch dagegen sprechen: IT-Entscheider und C-Level wissen, dass sie den Take off in die Cloud angreifen müssen.“ Eine im September 2018 von Arcserve in Auftrag gegebene Studie der Marktforscher von Mary Hill Strategies unterstreicht diese Aussage: Von 255 Entscheidern in Deutschland bestätigen 48 Prozent, dass die Implementierung einer Cloud-Plattform für Sicherung und Wiederherstellung wichtig ist. Für 17 Prozent der Befragten habe sie laut Studie Top-Priorität. Für 19 Prozent steht die Entwicklung einer Private-/Public-/Hybrid-Cloud-Strategie an erster Stelle. Damit rangiert das Thema auf Rang zwei und drei noch weit vor der allgemeinen Forderung nach einer einfacheren IT-Infrastruktur. Für 29 Prozent der Befragten ist „Disk-to-Disk-to-Cloud“ die bevorzugte Backup-Methode. Vor diesem Hintergrund sieht man sich im Unternehmen produktseitig gut für anstehende Trends gerüstet.

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