Definition Was ist eine Innovation?

Von Agnes Panjas 2 min Lesedauer

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Der Begriff Innovation beschreibt eine Neuerung mit Folgen. Das bedeutet, dass sie den Markt, die gesamte Wirtschaft oder sogar die Gesellschaft verändert. Die Verbreitung von Innovation erfolgt dabei in bestimmten Zyklen.

Innovation ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg und die Überlebensfähigkeit von Unternehmen und Gesellschaft.(Bild:  Canva / KI-generiert)
Innovation ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg und die Überlebensfähigkeit von Unternehmen und Gesellschaft.
(Bild: Canva / KI-generiert)

Innovation ist als Wort ein Teil des festen Sprachgebrauchs der meisten Menschen. Allerdings können diese den Begriff zwar meistens allgemein mit Begriffen wie „Neuerung“ oder „Veränderung“ beschreiben, aber nicht allgemein definieren.

Über die Herkunft des Wortes „Innovation“

Eine Innovation zeichnet sich dadurch aus, dass sie über eine bloße Invention (Erfindung) hinausgeht: Sie muss erfolgreich implementiert werden und einen messbaren Nutzen stiften. Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter, einer der Pioniere der Innovations-Forschung, beschrieb Innovation als „schöpferische Zerstörung“ – ein Prozess, bei dem neue Wirtschaftsstrukturen alte ersetzen und dadurch wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben.

Typen von Innovationen

Innovationen lassen sich je nach Innovationsgegenstand nach verschiedenen Kriterien kategorisieren:

  • Produktinnovation: Die Entwicklung völlig neuer Produkte oder die signifikante Verbesserung bestehender Produkte hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften, Komponenten, Materialien oder Benutzerfreundlichkeit. Beispiele sind das erste Smartphone, biologisch abbaubare Verpackungen oder emissionsfreie Fahrzeuge.
  • Prozessinnovation: Die Einführung neuer oder wesentlich verbesserter Produktions- oder Liefermethoden. Dies kann Änderungen in Techniken, Ausrüstung oder Software umfassen. Prozessinnovationen zielen oft auf Kostensenkung, Qualitätsverbesserung oder höhere Flexibilität ab. Ein Beispiel ist die Einführung von Robotern in Fertigungslinien oder automatisierte Qualitätskontrollen.
  • Geschäftsmodellinnovation: Die Entwicklung neuartiger Geschäftsmodelle, die die Art und Weise verändern, wie ein Unternehmen Wert schafft, liefert und erfasst. Beispiele sind das Abonnementmodell von Netflix oder die Sharing Economy von Unternehmen wie Airbnb und Uber.
  • Marketinginnovation: Die Implementierung neuer Marketingmethoden, die wesentliche Änderungen im Produktdesign, der Verpackung, der Platzierung, der Promotion oder der Preisgestaltung umfassen. Beispiele sind personalisierte Direktwerbung basierend auf Big Data oder virales Marketing.
  • Organisatorische Innovation: Die Einführung neuer organisatorischer Methoden in der Geschäftspraxis, der Arbeitsplatzorganisation oder den externen Beziehungen eines Unternehmens. Beispiele sind agile Arbeitsweisen, virtuelle Teams oder Open-Innovation-Plattformen.

Verbreitung über Innovationszyklen

Innovationen werden von Nutzern beziehungsweise Kunden nicht gleich schnell angenommen. Bereits in den 1960er Jahren stellte der US-amerikanische Kommunikationswissenschaftler Everett Rogers die Diffusionstheorie auf. Diese zeigt einen beispielhaften Innovationszyklus bezüglich der Verbreitung:

  • 1. Vordenker: 2,5 Prozent
  • 2. Pioniere: 13,5 Prozent
  • 3. Frühe Mehrheit: 34 Prozent
  • 4. Späte Mehrheit: 34 Prozent
  • 5. Nachzügler: 16 Prozent

Unklar ist, wie lange die einzelnen Phasen in den Innovationszyklen dauern. Beispielsweise bei beliebten neuen Produkten steigt die frühe Mehrheit eher an als bei abseitig erscheinenden Angeboten. Die Adaption des Smartphones ist ein Beispiel für einen schnellen Innovationszyklus. Der Computer wurde hingegen nur ausgesprochen langsam aufgenommen.

Innovation als Fortschritt für Wirtschaft und Gesellschaft

Die Innovationstätigkeit von Unternehmen und gesellschaftlicher Fortschritt stehen in einer engen Wechselbeziehung, die sich gegenseitig verstärkt. Innovative Unternehmen reagieren auf gesellschaftliche Bedürfnisse und Probleme mit neuen Lösungsansätzen, die wiederum den gesellschaftlichen Wandel beschleunigen können. Eine innovationsfreundliche Gesellschaft mit offener Kultur, hochwertigem Bildungssystem und unterstützenden regulatorischen Rahmenbedingungen fördert ihrerseits das Entstehen innovativer Unternehmen und Geschäftsmodelle.

Die größten Innovationspotenziale entstehen heute oft an der Schnittstelle zwischen wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlichen Herausforderungen, wo unternehmerisches Denken mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden wird. Diese Verbindung führt zu Innovationen, die nicht nur ökonomischen Erfolg, sondern auch positive soziale und ökologische Wirkungen erzielen und damit einen Mehrwert für alle Beteiligten schaffen.

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