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Good-Morning-Editorial vom 29.06.2017 Real existierender Scan-Verzicht

| Autor: Dr. Stefan Riedl

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Bei Real ist jetzt Schluss mit dem Gesichtsscannen.
Bei Real ist jetzt Schluss mit dem Gesichtsscannen.
(Bild: © real,- SB Warenhaus GmbH)

Mich interessieren Werbeaufsteller nur dahingehend, dass ich nicht drüber stolpern will. Mein innerer Adblocker blendet Werbeinhalte aus und lässt mich unbeeinflusst daran vorbeilaufen. Zumindest bilde ich mir das ein, denn angeblich wirkt Werbung ja auf einer subtilen, unterschwelligen Ebene, so dass ich trotzdem die beworbenen Produkte kaufe. Wie auch immer. Bei Real trafen jetzt ausgefuchste, IT-gestützte Marketingmaßnahmen auf Kunden, die nur einkaufen wollen, statt Probanden einer omnipräsenten Werbewirkungsoptimierungsuntersuchung zu sein. So erfasste Real in 41 Testmärkten mittels einer im Bildschirm integrierten Kamera die Blickrichtungen der Kunden im Kassenbereich, um so die Werbeeffizienz von Bildschirmen zu analysieren und zu verbessern.

Zwar hatte das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht keinerlei Bedenken, da keine personenbezogenen Daten entstanden sind, aber darum geht es nicht. Die Kunden konnten offenbar nicht so recht nachvollziehen, welchen Nutzen sie davon haben und äußerten allgemeine Bedenken, gefilmt zu werden. Und da der Kunde König ist, hat Real bekannt gegeben, den Test mit sofortiger Wirkung zu beenden. Hätte Real den Kunden lieber erklären sollen, dass ihre Blickrichtungen „nur“ zur Optimierung von Werbemaßnahmen erfasst werden? Was halten Sie von dem Vorgang?

(ID:44758795)

Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur