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Managed Services

Markus Fritz im Interview

Rackspace positioniert sich als Cloud-Partner für den Channel

| Autor: Michael Hase

Markus Fritz verantwortet das Partnergeschäft von Rackspace in Deutschland.
Markus Fritz verantwortet das Partnergeschäft von Rackspace in Deutschland. (Bild: Rackspace)

Als Managed Cloud Provider unterstützt Rackspace seine Kunden bei der Nutzung der Hyperscaler-Plattformen. Markus Fritz, Senior Manager Channel bei Rackspace, erläutert das Geschäftsmodell und die Möglichkeiten, die sich daraus für Partner ergeben.

ITB: Was bietet ein Managed Public Cloud Provider (MPCP) seinen Kunden an?

Fritz: Neben kurzen und flexiblen Vertragsmodellen sollte ein MPCP in der Lage sein, den Kunden bei der kompletten Reise in die IT-Transformation zu begleiten – angefangen bei der Planung über Assessment, Design, Management und Migration bis hin zur monatlichen Optimierung. Die Möglichkeit einer plattform- und herstellerunabhängigen Beratung stellt vor allem mit Blick auf die stetig steigende Nachfrage nach Hybrid- und Multi-Cloud-Lösungen und der damit verbundenen zunehmenden Komplexität einen deutlichen Mehrwert dar.

ITB: Welche Kompetenzen braucht ein Dienstleister dafür?

Fritz: Ein MPCP benötigt vor allem eine große Anzahl technischer Experten, die jahrelange Erfahrung mitbringen. Ergänzend dazu sind geeignete Tools und Automatisierungslösungen wichtig. Dies gilt nicht nur für den reinen Infrastrukturbereich, sondern auch für Themen wie Managed Security und Compliance sowie für den Applikationsbereich. Rackspace verfügt beispielsweise über mehr als 1.000 technische AWS-Zertifizierungen sowie über 2.500 Microsoft-Zertifizierungen weltweit.

ITB: Für welche Teile des Kunden-Stacks übernimmt Rackspace die Verantwortung? Nur für die Infrastruktur oder auch darüber hinaus?

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Person

Fritz: Gemäß des individuellen Bedarfs bieten wir unseren Kunden flexible Service-Optionen an. Damit gewährleisten wir ihnen den Support, den sie benötigen, um das volle Potenzial ihrer Cloud-Investitionen auszuschöpfen. Dabei erstreckt sich der Support nicht nur auf die Infrastruktur. Auf Basis unserer Zertifizierungen können wir auch bei Anwendungen wie Magento, Oracle Commerce, SAP Hybris und Sitecore die Betriebsverantwortung übernehmen. Somit sind wir in der Lage, je nach gewähltem Support Level das komplette Management von der Cloud-Infrastruktur des Kunden über Plattform-Services und Applikationen bis hin zu ergänzenden Services abzudecken.

ITB: Schließt der Support auch hybride Szenarien ein?

Fritz: Grundsätzlich ja, allerdings nicht für jedes beliebige Szenario. Generell erbringen wir Supportleistungen für Infrastrukturen, die wir selbst konzipiert und erstellt haben oder die vom Design her auf einer anerkannten Referenzarchitektur basieren.

ITB: Wie sieht die Vertragsgestaltung aus?

Fritz: Die Vertragsgestaltung orientiert sich ebenfalls am individuellen Bedarf unserer Kunden. Die Service Level Agreements (SLAs) sind beispielsweise bei Microsoft-Azure-Umgebungen mit Blick auf Inhalte und Reaktionszeiten des Rackspace 24x7 Supports variabel und reichen von einem Standard-Level mit Reaktionszeiten von bis zu vier Stunden bis hin zu 15 Minuten Antwortzeit.

ITB: Ist das Managed Cloud Providing lukrativer als das klassische Hosting?

Fritz: Am Anfang eines Projekts, wenn der Kunde noch relativ niedrige Gebühren zahlt, ist das nicht der Fall. Da unsere Managed Services für die Hyperscaler Microsoft Azure, AWS, Google und Alibaba nutzungsbasiert sind, bietet sich uns allerdings die Möglichkeit, die Kundennutzung durch zielgerichtete Planung, Umsetzung und Optimierung zu erhöhen. Mittelfristig kann dieses Geschäft daher lukrativer sein.

ITB: Rackspace ist ein relativ großer Dienstleister. Sind auch kleinere Systemhäuser in der Lage, als MPCP zu agieren?

Fritz: Heutzutage ist es vor allem für kleinere Häuser schwierig, Full Services anzubieten. Dafür ist das Geschäft zu komplex geworden und es herrscht ein zu großer Mangel an Fachkräften. Um zum Beispiel einen 24x7-Support anbieten zu können, benötigt man eine sehr große Anzahl an Spezialisten. Daher ist es sinnvoll, Partnerschaften einzugehen. Wir bei Rackspace haben ein Partnerprogramm ins Leben gerufen, mit dem Partner unsere Services, Tools und Ressourcen für ihre Endkundenprojekte nutzen. Kleinere Partner können sich somit auf Themen wie IoT, Big Data oder andere Bereiche spezialisieren.

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