Nach der Dell-Trennung Quest geht wieder eigene Wege

Autor: Dr. Stefan Riedl

Nach der Ausgliederung aus dem Dell-Konzern stehen bei Quest Änderungen im Channel-Programm an. Auf einem Partnertag skizzierte das Unternehmen die Marschroute.

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Ohne Dell kann Quest eigene Wege beschreiten.
Ohne Dell kann Quest eigene Wege beschreiten.
(Bild: ©Jamrooferpix - Fotolia.com)

Es war das Comeback des Jahres zweier Unternehmen, die als Marken nie weg waren. Firmierten sie bis dahin beide als Töchter unter der Dell-Flagge, kamen Quest und Sonicwall Mitte Oktober als eigenständige Unternehmen zurück. Beide agieren eigenständig, haben aber den gleichen Besitzer, nämlich Francisco Partners und Elliott Management.

Der Partnertag

Pete Koliopoulos, Vice President, Global Software Channels & Alliances, Quest
Pete Koliopoulos, Vice President, Global Software Channels & Alliances, Quest
(Bild: Vogel IT-Medien)

Auf dem ersten Partnertag nach der Trennung von Dell gab Quest einen Ausblick, wie es nun im Channel weitergehen wird. Dabei stellte Pete Koliopoulos, Vice President, Global Software Channels & Alliances bei Quest, in den Raum, dass gegenwärtig in den USA 70 Prozent der Umsätze direkt und 30 indirekt generiert werden und die Verhältnisse in Asien mit 35 Prozent Direktgeschäft und 65 Prozent indirekten Umsätzen umgekehrt seien. In allen Vertriebsgebieten stünden die Zeichen aber mit der Einführung eines neuen Partnerprogramms auf Channel-Wachstum. „Wird Quest irgendwann einmal eine 100-prozentige Channel-Company sein?“, fragte Koliopoulos sich selbst rhetorisch und antwortete: „Ich weiß es nicht, aber die Idee gefällt mir.“ Allerdings stellte der weltweite Channel-Chef bei Quest klar, dass er das Heil nicht in neuen Partnerschaften sieht. Er hätte gerne sogar weniger Partner, die dafür produktiver und in weiteren Produktkategorien arbeiten.

Marschroute beim Channel-Programm

Im Zuge der Einführung eines eigenständigen Channelprogramms, das vom eher hardware-orientierten Dell-Partnerprogramm unabhängig ist, soll es zu Verbesserungen interner Prozesse kommen. Beispiel Deal-Registration: Jetzt kommen Projektpreise innerhalb von 48 Stunden. Vorläufiges Ziel ist es, diese Zeit auf 24 Stunden zu verkürzen. Im Lauf des Jahres 2017 will Quest die Partner stärker in den Kundenservice einbinden, wofür es Schulungen und Zertifizierungen geben wird.

Allgemein gesprochen werden die bisherigen Strukturen nach dem Abschied von Dell erst einmal beibehalten, zumal grundsätzliche Änderungen nicht im Raum stehen, nur Weiterentwicklungen. Anfang 2017 werden erste Neuerungen vorgestellt. Im Sommer dann weitere.

Chris Miller, Executive Director, EMEA Channels bei Quest, kündigte an, dass man quasi nach der Befreiung vom Dell-Logo auch mit anderen Hardware-Partnern im OEM-Bereich zusammenarbeiten werde.

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