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Good-Morning-Editorial vom 14.07.2017 Quantenhüpfer

| Autor: Wilfried Platten

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Ein kleiner Sprung für ein Elektron, aber ein großer Schritt für unscharfe Rhetorik.
Ein kleiner Sprung für ein Elektron, aber ein großer Schritt für unscharfe Rhetorik.
(Bild: psdesign1 - stock.adobe.com)

Wenn Firmen oder Institutionen etwas besonders Neues, Fortschrittliches, Nochniedagewesenes geleistet haben – oder dies zumindest glauben – dann ist in offiziellen Verlautbarungen gerne von einem „Quantensprung“ die Rede. So als wäre das vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks, der Entdeckung des Penicillins, der Mondlandung oder dem Siegeszug des fake-freien Internets (das steckt allerdings noch im pränatalen Zustand).

Nur wird leider genau das Gegenteil von dem gesagt, was eigentlich gemeint ist. Denn in der Quantenmechanik wird damit die kleinstmögliche Zustandsänderung bezeichnet, die zudem keine Ausnahmesituation darstellt, sondern eher die Regel ist. Habe ich mir zumindest von Experten sagen lassen. Nur wenn ich kapieren würde, was da wirklich passiert, wäre das tatsächlich ein Quantensprung. Womit ich beileibe nicht gesagt haben will, dass das für mich nur ein winziger Erkenntnisfortschritt unter Tausend anderen wäre. Aber es klingt einfach gut, oder?

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Über den Autor

 Wilfried Platten

Wilfried Platten

Chefredakteur, IT-BUSINESS