Lösungen rund um Digital Signage Public Displays treiben den Markt

Redakteur: Erwin Goßner

Der Motor für Digital Signage war und ist der Bildschirm. Zunehmend wichtiger werden jedoch Komplettpakete mit Display, Player und Content sowie die Entwicklung neuer Einsatzszenarien.

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Public Displays wie von i-sft oder NEC eignen sich für verschiedene Aufgaben.
Public Displays wie von i-sft oder NEC eignen sich für verschiedene Aufgaben.
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Display war in Vergangenheit das Produkt, das den Markt für Digital Signage getrieben und für hohes Wachstum gesorgt hat. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, entwickeln die Hersteller die Produkte kontinuierlich weiter. Alle namhaften Anbieter von Public Displays haben in diesem Jahr neue Produkte vorgestellt oder deren Einführung angekündigt.

Das bestehende Portfolio erweitert haben unter anderem NEC, Mitsubishi, Panasonic, Samsung und Sanyo sowie der Digital-Signage-Spezialist i-sft. Die „Rugged Line“ beinhaltet Open-Frame-TFT-Displays für Anwendungen, bei denen Langlebigkeit und hohe Robustheit gefordert ist. Die Temperatur- und auch Erschütterungs-resistenten Displays sind mit Diagonalen von 10,4 bis 15,0 Zoll erhältlich.

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Bei Panasonic lösen die Flachbildschirme der 20er-Serie die Modelle der 12er-Baureihe ab. Seit April sind die 42-Zoll-Modelle TH-42PH20E und TH-42PF20E mit HD- beziehungsweise Full-HD-Panel sowie der TH-50PF20E mit 50 Zoll Bilddiagonale im Programm.

Sanyo hat mit dem 52SR2 ein Display vorgestellt, das dank Daylight-Readable-Technologie und IP66-Norm im Außeneinsatz besteht. Ebenfalls für Outdoor-Einsätze gedacht ist der MDT651S von Mitsubishi. Laut Hersteller gehört das 65-Zoll-Display zu den derzeit flachsten und leichtesten Geräten seiner Klasse. Mit dem Multisync X462UN hat NEC den Nachfolger des X461UN eingeführt. Der Neue hat lediglich noch 2,7 Millimeter Rahmenbreite, serienmäßig Display Port und die NEC-Innovation „Dark Edge Compensation“ (Edge Comp) für eine gleichmäßige und homogene Helligkeitsverteilung.

Die ersten Public Displays mit LED-Backlight sind der Syncmaster 460EX und der 550EX von Samsung. Sie sind leichter, flacher und sollen bis zu 25 Prozent weniger Energie als Displays herkömmlicher Bauart verbrauchen. NEC hat die Einführung von Public Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung für das erste Halbjahr 2011 angekündigt.

Auf den nächsten Seiten erhalten Sie Informationen über verschiedene Lösungen wie Supersign oder EVA und Whiteboard-Konzepte von Benq und Samsung.

All-in-One-Paket

Supersign NC1000 von LG ist eine skalierbare Kombination aus Hard- und Software, die im Zusammenspiel mit einem Display zur umfassenden Content-Lösung wird. Sie ist für den Einsatz bei kleinen und mittelständischen Einzelhandels- und Fachgeschäften konzipiert, die eine preiswerte, unkomplizierte und gleichzeitig effiziente Möglichkeit zur Präsentation und Darstellung von Information suchen. Ein Reseller soll Installation und Konfiguration problemlos beherrschen. Der Media Player kann zwei Content-Blöcke in Full-HD- beziehungsweise bis zu vier in HD-Auflösung gleichzeitig darstellen. Das System verarbeitet RSS-Feeds mit Text und Symbolen und gängige Dateiformate für Fotos und Videos inklusive HTML- und Flash-Inhalte. Die integrierten Diagnose-, Diebstahl und Überwachungsschutzsysteme sind ebenfalls Bestandteil dieser Lösung. LG bietet Supersign seit September an, der empfohlene Verkaufspreis beträgt 1.099 Euro.

Digitale Verführung

Elektronische Virtuelle Assistentin – kurz EVA – ist die Bezeichnung für eine Digital-Signage-Lösung, die AV-Spezialist Kindermann zu Beginn dieses Jahres vorgestellt hat. Das Terminal mit 32-Zoll-Touchscreen, Zweiwege-Audio-System und Bewegungssensor soll sich durch einfache Bedienung und schnelle Informationsbeschaffung auszeichnen – bei Bedarf auch mit Hilfe einer temporären Telefonverbindung zu einem kompetenten Mitarbeiter...

Neben EVA enthält das aktuelle Digital-Signage-Portfolio von Kindermann ein reichhaltiges Angebot an Hard- und Software. Mehrere unterschiedliche Versionen der Software Easyscreen decken unterschiedliche Anforderungen von Geschäftskunden ab, parallel dazu gibt es die passenden Content Player in einer Silber-, Gold- und Platin-Edition. Komplettiert wird diese Palette durch Flachbildschirme. Die sogenannten Doorsigns bietet Kindermann mit Diagonalen von zehn bis 42 Zoll in verschiedenen Ausführungen an.

Auf der nächsten Seite erhalten Sie Informationen über Whiteboard-Konzepte von Benq und Samsung.

E wie Education

Die digitale Informationsaufbereitung und -vermittlung gewinnt im schulischen Umfeld zunehmend an Bedeutung. Benq und Samsung zeigen mögliche Lösungen. Beim sogenannten Whiteboard handelt es sich um eine besondere Form von Digital Signage. Die Neuauflage der Kreidetafel kann jedoch unterschiedlich interpretiert werden, wie es die Beispiele von Benq und Samsung verdeutlichen.

Benq geht dabei einen Weg, der technisch auch von anderen Projektoren-Spezialisten beschritten wird. Als Basis dient meist ein (Ultra-)Kurzdistanzprojektor sowie eine Whiteboard-Lösung. Im konkreten Fall von Benq handelt es sich um eine Kooperation mit Legamaster. Der Spezialist für visuelle Kommunikation kann seit dem 1. Juli dieses Jahres seine Boards mit dem passenden Projektor von Benq anbieten.

Dem steigenden Bedarf an interaktiven Projektions-Lösungen möchte Samsung mit dem E-Board Syncmaster 650TS gerecht werden. Dieses Whiteboard basiert auf einem 65-Zoll-Bildschirm, der via Touchscreen bedient und optional mit einer Webcam ausgerüstet werden kann. Im Geräterahmen sind Infrarot-Sensoren und Kameras eingebaut, die eine kontinuierliche Erfassung des Eingabestifts an der Bildschirmoberfläche gewährleisten. Das Display integriert zudem eine Funktion für handschriftliche Notizen sowie Lautsprecher zur Wiedergabe von Multimedia-Inhalten. Durch die Broadcast-Funktion lassen sich auf Wunsch auch Bildschirminhalte eines im Netzwerk eingebundenen Laptops oder Thin Clients auf dem Display einblenden. Das E-Board wird exklusiv von Distributor Delo vertrieben.

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