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Marktübersicht: Aktuelle 2-in-1-Geräte

Produktivität hat Priorität

| Autor: Klaus Länger

Der Markt für 2-in-1-Tablets mit Windows 10 wächst beständig. Und es kommen immer mehr Premium-Geräte auf den Markt.
Der Markt für 2-in-1-Tablets mit Windows 10 wächst beständig. Und es kommen immer mehr Premium-Geräte auf den Markt. (Bild: Asus)

Während der Tablet-Markt stagniert, legen 2-in-1-Notebooks und Tablets mit Windows zu. Der Grund dafür liegt in ihrer Vielseitigkeit: Notebooks für die Arbeit und Tablets für Vergnügen oder Kreativität. IT-BUSINESS gibt einen Überblick über die neuesten und spannendsten Hybrid-Rechner.

Einen Marktanteil von 14 Prozent bei den Tablets bescheinigen die Marktforscher von Strategy Analytics Geräten mit Windows 10 als Betriebssystem für das erste Quartal 2016. Android führt mit 64 Prozent, gefolgt von Apple mit 22 Prozent der verkauften Geräte. Das klingt erst einmal nicht besonders aufregend. Aber in einem insgesamt schwachen Tablet-Markt sind die Windows-Tablets die einzige Kategorie mit Wachstum: 82 Prozent gegenüber dem erste Quartal 2015. Den Grund für den Erfolg der Windows-Tablets sieht Eric Smith, Senior Analyst für Tablet- und Touchscreen-Strategien bei Strategy Analytics, in der höheren Produktivität der Windows-Geräte. Denn die Verkäufe gehen primär in das Enterprise- und Prosumer-Segment, wo herkömmliche Notebooks ersetzt und auch höhere Preise erzielt werden können. Im Gegensatz zu Android-Geräten und auch den meisten iPads von Apple sind Windows-Tablets mit Keyboard oder Convertibles eben zusätzlich auch vollwertige Notebooks. Das gleicht für viele Käufer wohl auch den Nachteil der geringeren Auswahl an für die Touch-Bedienung ausgelegten Apps aus.

Detachables und Convertibles von Acer

Bei Windows-2-in-1-Geräten gibt es zwei Trendsetter, an deren Bauformen sich inzwischen die meisten Hersteller orientieren. Der eine ist Microsoft mit dem Surface Pro, der andere Lenovo mit dem Yoga. Das Microsoft-Tablet ist Vorbild für eine ganze Reihe von Geräten mit aus der Rückseite ausklappbarem Standfuß und einem sehr dünnen Keyboard, das flexibel mittels einer Magnetleiste mit dem Tablet verbunden wird.

Das Acer Switch Alpha 12 ist ein erfolgreicher Klon dieser Bauform. Das liegt sicher auch am günstigen Preis. Er startet bei 799 Euro (UVP) für die Version mit Core i3-Prozessor. Das 12,5-Zoll-Display liefert eine Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixel. Ein Heatpipe-Kühlsystem mit einer zusätzlichen Schleife sorgt dafür, dass auch die U-Varianten der Skylake-Core-Prozessoren ohne Lüfter auskommen.

Am Lenovo Yoga mit seinem 360-Grad-Scharnier für das Display orientieren sich dagegen die auf der IFA präsentierten Convertibles der Spin-Baureihen 7, 5 und 1. Der 14-Zöller Spin 7 ist nur 10,98 Millimeter schlank. Im Alu-Gehäuse steckt ein Core-Prozessor der neuen siebten Generation, das Display liefert die Full-HD-Auflösung. Das Spin 7 mit Core i7 soll 1.299 Euro (UVP) kosten. Dicker, schwerer und günstiger sind Spin 5 und Spin 1 mit 13,3-Zoll-Screen. Der Spin 5 mit Kaby Lake soll ab 599 Euro (UVP) kosten. Für den auch mit 11,6-Zoll-Display erhältlichen Spin 1 gibt Acer einen Preis von 399 Euro (UVP). Als Prozessoren dienen hier Intel Celeron oder Pentium.

2-in-1-Geräte vom Yoga-Erfinder

Der Yoga-Erfinder Lenovo präsentierte in Berlin mit dem Yoga 910 eine neue Version seines Edel-Convertibles mit nahezu rahmenlosem 13,9-Zoll-4K-Display. Das 360-Grad-Scharnier für das IPS-Panel erinnert wie beim Vorgänger an ein Uhrenarband. Als CPU steckt in dem flachen Alu-Body ein Kaby-Lake-U-Prozessor bis hinauf zum Core i7. Der Einstandspreis soll bei etwa 1.500 Euro liegen. Für 899 Euro (UVP) bekommt man das Surface-ähnliche Miix 510 mit Skylake-CPU und 12,2-Zoll-Full-HD-Screen. Das Keyboard gehört ebenso wie beim Acer Switch Alpha 12 zum Lieferumfang, der Stift ist gleichfalls optional. Noch ist kein Preis für das Miix 710 bekannt. Es kommt mit einer lüfterlosen Kaby-Lake-Y-CPU und einer Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixel auf dem 12-Zoll-Display

Beim 10,1-Zoll-Convertible Yoga Book ist das Keyboard ist im Prinzip ein riesiges Touchpad, das gleichzeitig mit einer Stifterkennung ausgerüstet ist. Die funktioniert sogar durch mehrere Blätter Papier hindurch. Mit einem Schalter wird zwischen der Penpad- und Tastaturfunktion umgeschaltet. Im Keyboard-Modus bringt eine Hintergrundbeleuchtung die virtuelle Tastatur zum Vorschein.

Das Yoga Book von Lenovo verzichtet nicht als erstes Gerät auf physisch vorhandene Tasten, um eine flachere Bauform zu erreichen. Microsoft hatte bei den ersten Surface-Modellen Keyboards mit Touch-Tasten im Angebot, und Dell brachte Ende 2013 ein Yoga-ähnliches 2-in-1-Notebook mit einer ähnlichen Tastatur ohne Hub. Microsoft verkauft nur noch Type-Keyboards, und der XPS 11 war kein Erfolg. Es bleibt abzuwarten, ob die möglichen Käufer des Lenovo Yoga Book bereit sind, zugunsten der Stift-Option auf ein Keyboard mit Tastenhub zu verzichten.

Asus mit neuen Transformern

Zwei neue Transformer bringt Asus im Herbst auf den deutschen Markt: Den Transformer 3 und den 3 Pro. Ersterer ist ein nur 695 Gramm wiegendes und 6,9 Millimeter dünnes Windows-10-Tablet mit 12,6-Zoll-3K-Display. Der 1.099-Euro-Flachmann (UVP) basiert auf Intels Kaby Lake, allerdings in der 4,5-Watt-Stromsparversion. Gleich vier Lautsprecher an den Ecken sollen für einen satten Sound sorgen. Zudem kann das Gerät mit einem Thunderbolt-3-Anschluss aufwarten. Die auch als Hülle und Aufsteller dienende Sleeve-Tastatur und der Stift sind optionale Extras. Beim ebenfalls mit Thunderbolt 3 bestückten Transformer 3 Pro gehört das Keyboard zum Lieferumfang. Das gleichfalls mit einem 12,6-Zoll-3K-Display bestückte 2-in-1-Gerät richtet sich mit einem integrierten Kickstand, mehr Schnittstellen und einer höheren Leistung an Profi-Anwender. Als Prozessor dient eine Core-CPU der sechsten Generation. Das Transformer Pro soll bereits jetzt für einen Preis von 1.199 Euro (UVP) in den Läden stehen. Über den Thunderbolt-3-Anschluss können die beiden Transformer-Tablets auch mit einer externen Grafikbox verbunden werden. Die ROG XG Station 2 kann aktuelle leistungsstarke Nvidia- oder AMD-Grafikkarten aufnehmen. Allerdings werden sich bei sehr anspruchsvollen Spielen wohl die Dualcore-Mobilprozessoren in den Tablets als Hemmschuh erweisen.

Windows-Tablets von den Android-Spezialisten

Auch die sonst eher auf Android spezialisierten Hersteller Samsung und Huawei haben auf die gestiegene Nachfrage nach 2-in-1-Tablets mit Windows 10 reagiert. Mit dem Galaxy Tab Pro S haben die Koreaner nun ein neues Windows-Tablet an den Start gebracht. Die technische Basis für das 6,3 Millimeter flache und knapp 700 Gramm leichte Tablet bildet ein Intel Core M der Skylake-Generation. Bei Massenspeicher stehen SSDs mit 128 oder 256 GB Kapazität zur Wahl. Beim Display setzt Samsung auf ein Super-AMOLED-Panel, das mit 2.160 x 1.440 Bildpunkten eine hohe Auflösung im zunehmend populären 3:2 Format liefert. Es soll auch auch Farben und Schwarz besonders kräftig darstellen.

Huawei bietet mit dem MateBook ein ähnlich dünnes und sogar noch etwas leichteres Zwölf-Zoll-Tablet mit optionaler Sleeve-Tastatur und Stift an, das auch die 2K-Auflösung liefert. Auch hier sorgen Core-M-Prozessoren für die Rechenleistung. Ein weiteres Zubehör ist die Docking-Station MateDock mit diversen Schnittstellen und Halterung für den Stift. Das Dock wird über USB-Kabel am USB-Typ-C-Port des Tablets angeschlossen.

2-in-1-Rechner für Business-Kunden

Weitere 360-Grad-Convertibles kommen von Dell und von Wortmann. Dell liefert in den USA bereits das Latitude 13 3000 Series 2-in-1 aus. Der 13,3-Zöller mit Skylake-Prozessor und Full-HD-Touchscreen kommt grundsätzlich mit SSD. Er verfügt über eine USB-Typ-C-Schnittstelle und unterstützt Windows Hello. Die flexible Bauform ermöglicht neben dem Notebook- und dem Tablet-Modus noch einen Stand- und einen Tent-Modus für Präsentationen oder Filme. Der 15-Zoll-Convertible Terra Mobile 360-15 ist das erste Produkt der neuen Select Line von Wortmann. Das in dem Gerät verwendete IPS-Panel liefert eine Full-HD-Auflösung. Zusätzlich zur Prozessorgrafik im Intel Core i5-6200U steckt mit dem Nvidia GeForce 940M zusätzlich ein leistungsfähigerer Grafikchip in dem Hybrid-Rechner. Abgerundet wird die Ausstattung durch acht GB RAM und eine SATA-SSD mit 240 GB Kapazität. Dass die Select-Line von Wortmann aus Premium-Geräten bestehen soll, zeigt beim Terra Mobile 360-15 auch das eloxierte Metallgehäuse. Der Convertible soll 2,2 kg wiegen und fünf Stunden mit einer Akkuladung durchhalten. Der Preis für das mit Windows 10 Pro bestückte und bereits lieferbare Gerät liegt bei 999 Euro (UVP).

Fast doppelt so teuer ist das HP Spectre x360 13 mit OLED-Display. Dafür biete das 13,3-Zoll-Convertible ein Panel mit ausgezeichneter Farbwiedergabe sowie einen Intel Core i7-6560U als CPU. In ihm steckt eine schnelle Iris-540-GPU mit 48 Ausführungseinheiten und 64 MB eDRAM-Cache.

Die 2-in-1-Tablets HP Elite X2 1012 G1 und Fujitsu Stylistic R726 sollen sich laut Hersteller ebenfalls vor allem für den Business-Einsatz eignen. Beide Geräte sind mit LTE verfügbar. Microsoft bietet diese Option für das Surface Pro 4 oder das Surface Book nicht an. Zudem sind die Geräte nicht verklebt, sondern alle Komponenten sind verschraubt. So können sie vom Fachhändler repariert werden. Der Unterschied zwischen dem HP und des Fujitsu: HP setzt lüfterlose Core-M-Prozessoren ein, Fujitsu Core-i3, -i5, oder i7-CPUs mit höherem Basistakt und aktiver Kühlung. Bei beiden Geräten handelt es sich um Skylake-CPUs und in beiden Tablets stecken 12-Zoll-Full-HD-Displays mit Stifterkennung.

Lenovo bietet mit dem Thinkpad P40 Yoga eine Workstation im Convertible-Gewand an. Das Gerät ist mit einer Nvidia-Quadro-Grafik und einem Intel Core i7-Prozessor ausgestattet. Sie füttert ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten. Der zugehörige Wacom-Stift mit verschiedenen austauschbaren Spitzen registriert 2.048 unterschiedliche Druckstufen.

Atom-Tablets: Kein Auslaufmodell

Günstige Atom-Tablets mit Windows 10 gibt es auch weiterhin. Intel hat keineswegs alle Atom-CPUs eingestellt, sondern nur einige für Smartphones bestimmte SoCs. So bringt Trekstor gleich zwei 11,6-Zoll-Windows-Tablets mit Atom X-Z8300: Das Surftab duo W3 mit Aluminium-Gehäuse für 249 Euro und das in der Basis-Ausstattung günstigere Surftab Twin 11.6, das auch als „Volkstablet” verkauft werden soll. Von ihm soll es zudem 3G-und LTE-Versionen geben. Asus bringt das Transformer Book T101 mit Atom X5-Z8350 und sehr hellem 10,1-Zoll-Full-HD-Display.

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