Xen-basierte Desktop-Virtualisierung und enge Zusammenarbeit mit Microsoft Produktfahrplan für Xen unter dem Citrix-Dach

Redakteur: Regina Böckle

End-to-End-Virtualisierung, Interoperabilität mit anderen Herstellern und vor allem eine enge Zusammenarbeit mit Microsoft – das sind für Citrix die drei wesentlichen Punkte, die den weiteren Produktfahrplan bestimmen. Erste Testversionen zur Xen-basierten Desktop-Virtualisierungslösung stehen bereits zum Download bereit.

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Derzeit nutzen weltweit rund 200.000 Kunden die Desktop-Virtualisierungslösung »Citrix Presentation Server«, um von einem beliebigen Betriebssystem aus auf ihre Applikationen zuzugreifen, die virtualisiert von einem Data-Center aus zur Verfügung stehen. Häufig werden auch virtuelle Desktops für Thin Clients bereit gestellt. »Das künftige, Xen-basierte Konzept wird anders aussehen«, stellt John Glendenning, Vice President EMEA Server Virtualization bei Citrix, klar.

Es sieht kein geteiltes (shared) Betriebssystem mehr vor, um die Desktop-Virtualisierung zu ermöglichen, sondern ein Modell, das die Arbeitsumgebung jedes Anwenders in eine virtuelle Maschine isoliert. Damit lassen sich zahllose virtuelle Maschinen – XP oder Vista-basierend – auf dem Xen-Server betreiben. Das erlaubt es jedem einzelnen Anwender, sich eine virtuelle Maschine als sein ganz persönliches Desktop zuzuweisen, isoliert von anderen.

Neuerungen gibt es dabei auch in Sachen Image-Verwaltung. Statt die Desktop-Images auf einem physischen PC zu hinterlegen, soll die Speicherung zentral erfolgen. Der Citrix Provisioning Server übernimmt dann die Aufgabe, diese Images zur Verfügung zu stellen und beim Upgrade zu sichern. Xen-Desktop wird als integrierte Komponente mit Xen-Server ausgeliefert. Verfügbar ist die Lösung ab Frühjahr 2008.

Eine Testversion können Interessenten bereits auf der Citrix-Site herunterladen.

Xen-Server-Linien

Zudem stehen insgesamt vier Server-Virtualisierungslösungen zur Verfügung: Das kostenlos downloadbare Single-Server-Produkt, die »Express-Edition«. Sie lässt sich mit Hilfe eines Licence-Keys in eine »Standard-Edition« umwandeln, mit der eine endlose Zahl virtueller Server von einer zentralen Management-Konsole aus betrieben werden kann. Mit Hilfe eines weiteren Licence-Keys lässt sich diese wiederum zur »Enterprise-Edition« aufrüsten. Damit können zahlreiche virtuelle Maschinen (VMs) in vertikalen Server-Pools gebildet werden. Diese VMs inklusive Hardware und Storage lassen sich dynamisch von einer Enterprise-Management-Zentrale, dem so genannten Zen Center, managen. Diese Version enthält zudem weitere Funktionen wie beispielsweise Xen-Motion, die die dynamische Verschiebungen virtueller Maschinen auf physischen Hosts erlaubt. Die »Xen-Server-OEM-Edition« soll ab der ersten Jahreshälfte 2008 für alle gängigen Hardware-Plattformen verfügbar sein.

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