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ITC Channel Index Privatanwender setzen auf IT-Security

Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer / Katrin Hofmann

Weiterhin positiv entwickeln sich die Absätze der ITK-Fachhändler. Vorangetrieben wird das Geschäft nach wie vor von den kauffreudigen Endverbrauchern, die neben Unterhaltungselektronik und mobilen Geräten zunehmend Soft- und Hardware nachfragen, um sich vor Hacker-Attacken und Viren zu schützen. Im B2B-Umfeld treiben Mittelständler im Jahresvergleich den Markt voran.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Mit 82 Punkten und einem Wachstum von zehn Prozent im Jahresvergleich zeigt sich der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS weiter positiv. Besonders die Nachfrage durch Consumer mit einem Plus von 15 Prozent auf einen Index-Wert von 80 Punkten stützt diese Entwicklung. Die positive Konsumstimmung und ein interessantes Produktangebot bewegt somit mehr Menschen als im Vorjahr, in IT-Produkte zu investieren. Die Wachstumsträger sind Produkte aus unterschiedlichen IT-Bereichen. Neben der klassischen Hardware wurde deutlich mehr Multimedia-Zubehör sowie Produkte für Networking, Storage und Sicherheit verkauft.

Im Umfeld der klassischen IT-Hardware bleiben Notebooks weiterhin im Trend. Die Themen Mobilität und Bequemlichkeit spielen somit für private Endkunden nach wie vor eine große Rolle.

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Im Bereich Multimedia-Zubehör stehen beispielsweise MP3-Lautsprecher mit 104 Prozent Wachstum und Webcams mit 42 Prozent Wachstum im Fokus des Konsumenteninteresses. Demnach sind nach wie vor Kommunikation und Unterhaltung wichtige Nutzenfaktoren für IT-Produkte. Auch TV-Karten, TV-Boxen und -Sticks werden weiterhin stark nachgefragt. Jedoch können hier die Absatzzahlen des Vorjahres aufgrund der hohen Nachfrage zur Fußball-Weltmeisterschaft nicht erreicht werden.

Eine zunehmend bedeutendere Rolle nimmt mittlerweile im Privatkundenumfeld die Sicherheit der elektronischen Geräte ein. Die Verkäufe von Produkten zum Überspannungsschutz und zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) oder entwickeln sich sehr positiv.

Security-Produkte boomen

Mit Hilfe dieser Produkte können beispielsweise Computer und Notebooks bei Unwettern und Gewittern vor Schäden bewahrt werden. Auch können mit ihnen bei Stromausfall die Datensicherheit gewährleistet und Datenverluste vermieden werden. USV-Produkte konnten um 51 Prozent, Produkte zum Überspannungsschutz um 148 Prozent im Jahresvergleich zulegen.

Im Bereich der Netzwerk-Produkte werden neben kabellosen Routern und Netzwerkkarten zunehmend kabelgebundene Netzwerkkarten nachgefragt. Von diesen konnten 52 Prozent mehr als im Vorjahr abgesetzt werden. Anwendung finden diese beispielsweise dort, wo kabellose Technologien wegen baulicher Gegebenheiten nicht eingesetzt werden können.

KMUs treiben B2B-Geschäft an

Die Entwicklung im B2B-Umfeld verläuft tendenziell analog, allerdings fällt der Zuwach mit vier Prozent im Jahresvergleich etwas geringer als im B2C-Markt aus. Das Großkundengeschäft verzeichnet einen verhaltenen Zuwachs von lediglich zwei Prozentpunkten. Das Mittelstandsgeschäft bewegt sich mit einem Plus von fünf Prozentpunkten auf einen Wachstumsniveau, das mehr als doppelt so groß ist. Somit profitiert gerade der Verkauf an Mittelständler von der positiven konjunkturellen Situation. Diese investieren deutlich zeitnaher und konsequenter in den Ausbau und die Verbesserung ihrer IT-Infrastruktur als dies zur Zeit Großunternehmen tun.

Bei positiv anhaltender Wirtschaftslage dürfte diese gute Nachfrageentwicklung auch im zweiten Halbjahr 2007 weiter anhalten – wenn auch etwas abgeschwächt. Großunternehmen werden wahrscheinlich erst 2008 in Konsequenz der wirtschaftlichen Entwicklung wieder mehr investieren. Somit ergeben sich für entsprechend positionierte Handelsunternehmen wie auch Hersteller im B2B-Sektor positive Aussichten.

Im B2C-Umfeld resultiert das Ergebnis des ersten Halbjahrs aus einem breiten Spektrum an IT-Produktfeldern und lässt auf eine ebenso gute zweite Jahreshälfte hoffen. Dank der Konsumstimmung dürfte auch das Geschäft im zweiten Halbjahr gut verlaufen. Allerdings werden Sortimentsbreite und -tiefe sowie Produktverfügbarkeit mehr denn je ausschlaggebend für den Verkaufserfolg werden, da sich gerade im Zubehör-Umfeld die Nachfrage impulsiv zeigen wird. Produktpräsentation, Regalpflege und Regalerscheinungsbild müssen verkaufsfördernd auf den nach Informationen oder Alternativen suchenden Käufer wirken.

Im Detail: Notebooks

Vor allem Endverbraucher entschließen sich aus Mobilitäts-Gründen zum Kauf eines Notebooks. Seit Juli 2005 ist der Absatzanteil der mobilen PCs am Computer-Markt von 36 Prozent auf 47 Prozent im Juni 2007 angestiegen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Desktop-PCs leicht rückläufig. Die beiden Trends im B2C-Bereich sind Widescreen-Formate sowie größere Bildschirmdiagonalen. Eine Herausforderung für den Handel sind die sinkenden Preise. Allerdings bewirkt die positive Konsumstimmung, dass private Käufer leichter einen Mehrbetrag – oftmals 10 bis 15 Prozent – zahlen, wenn gewisse Produktmerkmale den Wünschen besser entsprechen.

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(ID:2007135)