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Premium-Ultramobiles treiben deutschen PC-Markt an

| Autor: Heidemarie Schuster

Bei den Endverbrauchern sinkt die Nachfrage nach PCs seit Jahren.
Bei den Endverbrauchern sinkt die Nachfrage nach PCs seit Jahren. (Bild: Pixabay)

Laut den Marktforschern von Gartner stagniert der deutsche PC-Markt im B2C-Bereich. Das B2B-Geschäft kann aber ein Wachstum verzeichnen, auch wenn es nicht reicht, dem Gesamtmarkt ein Plus zu verschaffen. Besonders Premium-Ultramobiles sind bei Unternehmen gefragt.

Im zweiten Quartal 2018 wurden laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Gartner 2,1 Millionen PCs in Deutschland ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang von 2,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2017 und einem Rückgang von 15,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2018.

Während der B2C-Markt um 17,5 Prozent schrumpfte, verzeichnete der B2B-Bereich im zweiten Quartal 2018 erneut einen Zuwachs von 7,3 Prozent. Die Auslieferungen von Business-Notebooks nahmen um 3 Prozent zu, während Desktops um 4 Prozent und Premium-Ultramobiles um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr stiegen. Gartner erwartet, dass sich das Wachstum im B2B-Bereich auch im Rest des Jahres 2018 fortsetzen wird.

Der Absatz von Consumer-PCs soll hingegen gering bleiben. „In den letzten 12 Monaten ist der Anteil von Consumer-PCs um 6 Prozent zurückgegangen – ein Trend, der sich auch in Zukunft fortsetzen wird, da die Anzahl der persönlichen Geräte pro Person abnimmt“, erklärt Meike Escherich, Principal Research Analyst bei Gartner.

Gewinner und Verlierer

Dank der zunehmenden Nachfrage nach Business-PCs konnten HP (+11%), Lenovo (+70%) und Dell (+33%) in diesem Segment erneut Marktanteile hinzugewinnen. Berücksichtigt man zudem die PC-Auslieferungen von Fujitsu, lässt sich feststellen, dass Lenovo, durch das Joint Venture mit Fujitsu, HP Inc. deutlich überholt hat. Jeder dritte im zweiten Quartal in Deutschland ausgelieferte PC sowie 63 Prozent aller Business-PCs kommen von Lenovo. Unter dem schwächelnden Verbrauchermarkt hatte in diesem Quartal vor allem Apple (-38%) zu leiden.

Die PC-Auslieferungen in Deutschland im 2. Quartal 2018 nach Hersteller (in 1.000 Stück): Die Daten umfassen Desktop-PCs, Notebooks und Premium-Ultramobiles, zu denen zum Beispiel Microsofts Surface Pro, Lenovos Yoga 3 Pro oder Apples MacBook Air zählen.
Die PC-Auslieferungen in Deutschland im 2. Quartal 2018 nach Hersteller (in 1.000 Stück): Die Daten umfassen Desktop-PCs, Notebooks und Premium-Ultramobiles, zu denen zum Beispiel Microsofts Surface Pro, Lenovos Yoga 3 Pro oder Apples MacBook Air zählen. (Bild: Gartner)

„Der deutsche PC-Markt stagniert weiterhin. In der Vergangenheit gab es innovative Formfaktoren wie 2-in-1-Geräte und dünne und leichte Notebooks. Zudem gab es auch technologische Verbesserungen wie eine längere Akkulaufzeit. Inzwischen reichen technologische Verbesserungen nicht mehr aus, um ein reales Marktwachstum herbeizuführen. Obgleich viele deutsche Unternehmen auf Windows 10 umsteigen, ist der Markt der privaten PC-Enthusiasten zu klein, um Wachstum hervorzubringen”, sagt Escherich.

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