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Usability-Studie über Suche und Navigation in Webshops

Praxis-Tipps für Online-Shopbetreiber

13.12.2007 | Redakteur: Katrin Hofmann

Online-Einkäufer erwarten der Studie Fact-Finder zufolge von Suchfunktionen, dass diese mit Tippfehlern umgehen können.
Online-Einkäufer erwarten der Studie Fact-Finder zufolge von Suchfunktionen, dass diese mit Tippfehlern umgehen können.

Wissen darüber, wie Onliner in Internet-Shops suchen und navigieren, hilft bei der Verbesserung der Absätze. Eine Untersuchung hat positive und negative Einflüsse bei der Gestaltung der eCommerce-Portale ans Tageslicht gebracht.

Vorausgefüllte Suchmasken sind bei Online-Shoppern genauso unbeliebt wie unpassende Treffer. Das sind zwei der zahlreichen Ergebnisse einer Studie des Marktforschers eResult im Auftrag von Omikron Data Quality, dem Anbieters des Such-Tools Fact-Finder.

Für die Untersuchung beobachtete eResult das Verhalten, den Blickverlauf über die Websites, interviewte die Untersuchungsteilnehmer und fertigte Protokolle über ihre Kommentare während des Surfens an. Aus den Ergebnissen leiteten die Analysten wertvolle Tipps zur nutzerfreundlichen Gestaltung von Online-Shops ab.

Die Ratschläge zur Positionierung des Suchfeldes, dessen Gestaltung oder den Umgang mit Auswahl-Boxen beziehungsweise der Vorschlagfunktion können helfen, den Absatz anzukurbeln. Außerdem erfahren Interessenten, welche Meldung erscheinen sollte, wenn bei einer Suche kein Treffer ermittelt werden konnte oder warum bei erfolgloser Fahndung ein Kontaktformular hilfreich ist.

Position und Gestaltung der Suche

Die Suchmaske sollte sich gut sichtbar im oberen Seitenbereich befinden; links, mittig oder rechts. Begriffe wie »Suche«, »Suchen« oder »Finden« sollte als Orientierungshilfe im direkten Umfeld der Eingabemaske erscheinen. Eingabefelder mit einem gut lesbaren »LOS«-Button wurden im Vergleich am besten, solche mit einem Doppelpfeil am schlechtesten beurteilt. Das Feld muss sich deutlich von anderen Eingabefeldern wie dem Login unterscheiden und nicht vorbefüllt sein, beispielsweise mit Ausfüllhinweisen. Diese sollten vielmehr unter der Suchmaske stehen.

Vorschlagsfunktion

In Auswahl-Boxen mit Vorschlägen, die nach dem Eintippen des Wortbeginns erscheinen, sollte die Trefferanzahl in Zahlenform angezeigt werden. Die Angebote sollten möglichst schon nach dem Eintippen der ersten beiden Buchstaben des Suchwortes erscheinen. Auf Doppelungen, beispielsweise Singular und Plural, sollte verzichtet werden. Den Nutzern müssen auch bei unterschiedlichen Schreibweisen, wie bei Tippfehlern oder unterschiedlicher Verwendung von ss und ß, die gleichen Vorschläge angeboten werden. Die Vorschläge sollten sowohl mit der Maus als auch über die Tastatur auswählbar sein und die Auswahl-Box auch bei Bewegungen mit der Maus bestehen bleiben, so dass der Nutzer sie in Ruhe durchlesen kann.

Passende Ergebnisse anzeigen

Auch bei falscher oder bei alternativen Schreibweisen erwarten die Online-Shopper Treffer. Kann trotzdem nichts gefunden werden, wünscht der Anwender eine Rückmeldung, dass seine Suche erfolglos war und zusätzlich Such-Tipps. Auch ein Kontaktformular zum Shopanbieter, mit dem der Kunde seine erfolglose Fahndung melden kann, sollte integriert sein. Derartige Hinweise können zudem dabei helfen, das eigene Portfolio zu optimieren [Anm. d. Red.].

Listen- und Galeriedarstellung

Die Umschaltmöglichkeit zwischen der Darstellung der Treffer als Liste (einzelner Treffer pro Zeile) oder als Galerie (mehrere Treffer pro Zeile) war in der Untersuchung den meisten Probanden nicht geläufig, wurde jedoch als positiv beurteilt. Wenn es eine Auswahlfunktion für die Art und Weise der Anzeige gibt, sucht der Nutzer diese im oberen Seitenbereich. Auch sollte jederzeit deutlich werden, welche Anzeigeoption gerade aktiviert ist. Bei der Listendarstellung erzielten die oberen Ergebnisse die höchste Aufmerksamkeit. Bei der Galeriedarstellung verteilte sich diese gleichmäßig auf die angezeigten Treffer. Eine bessere Übersicht über die Treffer hat der Nutzer, wenn zwischen den Ergebnissen genügend Abstand gelassen wird.

Filtermöglichkeiten

Existieren im linken Bereich der Website Filter, mit denen der Nutzer Produkte nach bestimmten Kriterien wie der Marke oder dem Preis suchen kann, gefährden dort untergebrachte Rubriken die Übersichtlichkeit. Neben den Filtern erwartet der Anwender eine Angabe zur Anzahl der hinterlegten Treffer. Die gewünschte gute Lesbarkeit versteht sich von selbst. Gefilterte Trefferlisten sollten einfach und schnell wieder aufgehoben werden können, beispielsweise über ein Deaktivierungsfeld im linken Seitenbereich oder direkt über der Trefferliste.

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