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Intuitiv bedienbarer Passwort-Manager 1Password Passwortverwaltung nicht nur für Macs

Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

1Password ist eine populäre Applikation, mit der sich Zugangsdaten unter Windows, Mac OS X, iOS und Android verwalten lassen. Wir vergleichen die Software mit Alternativen wie Lastpass und KeePass.

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Der Passwort-Manager 1Password für Mac OS X, Windows, iOS und Android kann optisch überzeugen, bietet aber technisch keine herausragenden Besonderheiten gegenüber deutlcih günstigeren Konkurrenten.
Der Passwort-Manager 1Password für Mac OS X, Windows, iOS und Android kann optisch überzeugen, bietet aber technisch keine herausragenden Besonderheiten gegenüber deutlcih günstigeren Konkurrenten.
(Bild: Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com)

Auf Mac-Systemen gehört 1Password zu den populärsten System zur Verwaltung von Kennwörtern und Zugangsdaten. Zwar gibt es von den bereits besprochenen Lösungen LastPass und KeePass jeweils passende Versionen für Mac OS, das tut der Popularität von 1Password keinen Abbruch.

Tatsächlich kann die Software von AgileBits optisch durchaus überzeugen. Nach der Installation und dem obligatorischen Erstellen des Master-Passworts sieht 1Password aus wie ein deutlich schöneres KeePass. Ist die Passwortdatei samt zugehörigem Passwort erstellt, lassen sich darin neue Konten anlegen.

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Wie 1Password funktioniert und wie man den Funktionsumfang des Toiols für Mac OS X, Windows, iOS und Android ausreizen kann, sehen Sie in der obenstehenden Bilderstrecke.

1Password bietet von Anfang an die Kategorien Logins, Wallet, Accounts, Software, Secure Notes und Identities. Leider lassen sich diese Bereiche nicht umbenennen oder erweitern, lediglich die Ordner darunter kann der Nutzer anpassen.

1Password integriert sich wie LastPass oder KeePass direkt in die populärsten Browser, unterstützt werden Safari, Chrome, Firefox und der Internet Explorer unter Windows. Sobald der Nutzer eine Seite besucht, für die in 1Password die passenden Zugangsdaten gespeichert sind, füllt 1Password die Informationen automatisch aus und meldet den Nutzer an. Dazu kommen die üblichen Zusatzfunktionen: Die Anwendung und ihre Browser-Erweiterungen können Nutzeridentitäten und Kreditkarteninformationen verwalten und zusätzlich starke Passwörter direkt im Browser generieren.

Android App kostenlos, iOS App teuer

Neben einer Version für Mac und Windows liefern die Hersteller passende Applikationen für iPhone, iPad und Android-basierte Geräte. Diese können Informationen via Dropbox Sync mit den Desktop-Installationen abgleichen. Während die Android-Applikation kostenlos ist, müssen Nutzer von iPhone und iPad stolze 16 Euro berappen. Dafür erhalten sie allerdings mehr Funktionen – die Android-App kann lediglich Daten anzeigen, die iOS-Varianten bringen einen eigenen Browser mit, der Zugangsdaten automatisch einfügen kann.

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Wie 1Password funktioniert und wie man den Funktionsumfang des Toiols für Mac OS X, Windows, iOS und Android ausreizen kann, sehen Sie in der obenstehenden Bilderstrecke.

1Password ist definitiv eine gute Lösung – zumindest solange man nur wenige Systeme nutzt. Das liegt auch an der Lizensierung: Der Nutzer kauft für 50 US-Dollar wahlweise eine Version für Mac OS oder Windows – wer beide Systeme nutzt, muss zweimal zahlen, spart aber im Bundle 20 USD. Dafür sind die Lizenzen auf den jeweiligen Plattformen sehr fair: Im Grunde darf man die Anwendung so oft installieren, wie man sie benötigt.

Die Oberfläche ist intuitiv zu bedienen, selbst Anfänger finden sich schnell zurecht. Negativ ist allerdings, dass 1Password seine Kennwort-Datei nur über Dropbox oder ähnliche Dienste abgleichen kann. Dropbox ist ein praktischer Dienst, in der Vergangenheit wurde er allerdings immer wieder geknackt.

Mag sein, dass dies der einzige Weg ist, Daten auf das iPhone und Co zu kriegen, dennoch löst beispielsweise LastPass dies deutlich besser. Für den relativ hohen Preis der Anwendung könnte man zumindest verlangen, dass der Betreiber eigne, sichere Wege zum Abgleich der Daten findet und sich nicht auf Dienste Dritter verlässt.

Problematisch ist auch, dass bei der alten Version 3 von 1Password für iOS nach einer API-Änderung bei Dropbox jetzt eine Synchronisation der Passwortdaten nicht mehr möglich ist und die App bereits in vier Tagen, ab dem 1. September 2013, nicht mehr funktionieren wird. iOS-Nutzer müssen daher zwingend und kostenpflichtig auf die neue Version 1Password 4 upgraden.

Fazit

Insgesamt bietet 1Password aber nicht genug Funktionen, um Nutzer von LastPass oder KeePass zu überzeugen – wer bereits eins der beiden Programme nutzt, der kann sich das etwa 70 Dollar teure Upgrade sparen.

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