Strategiewechsel Pascom setzt auf Cloud-only

Von Ann-Marie Struck

Der deutsche UCC-Anbieter Pascom ändert seine Unternehmensstrategie. Ab 2025 will der Hersteller nur noch auf die Cloud setzen und alle bisherigen On-Premises-Lösungen abkündigen. Die Neuausrichtung freut nicht alle Partner gleich.

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Die neue Strategie ist Cloud-only. Dabei fühlen sich manche Reseller im Regen stehen gelassen.
Die neue Strategie ist Cloud-only. Dabei fühlen sich manche Reseller im Regen stehen gelassen.
(Bild: Biewer_Jürgen - stock.adobe.com)

Die Cloud ist auf dem Vormarsch. Davon ist Pascom überzeugt und richtet die Firmenstrategie neu aus: Der Hersteller will sich in eine Cloud-Only-Firma umwandeln, und die Deadline dafür ist schon gesetzt. Pascom plant, ab 2025 nur noch auf die Cloud zu setzen und alle bisherigen On-Premises-Lösungen, Onsite, Basic und Premium, abzukündigen. Ein großer Schritt für den UCC-Hersteller, der sein Geschäft mit TK-Anlagen begonnen hat. „Von ausschließlich Vor-Ort hin zu ausschließlich in der Cloud“, fasst Mathias Pasquay die Unternehmensentwicklung zusammen.

Skepsis bei Partnern

Die Neuausrichtung kommt nicht bei allen Partner gut an. Im Chat bei der Verkündung gibt es bei den Partnern durchaus Zweifel an der Cloud-only-Ausrichtung. Die Firmenchefs Mathias und Quirin Pasquay zeigen sich bei den Gegenfragen gelassen und betonen immer wieder den noch bevorstehenden Zeitraum von fast fünf Jahren bis zur vollständigen Transformation sowie die klaren Vorteile der Cloud. „Wir haben uns ganz bewusst gegen eine Salamitaktik entschieden“, erklärt Mathias Pasquay. „Wir haben einen klaren Fahrplan und geben jedem die Chance, den Weg mit uns mitzugehen oder nicht.“

SIP-Trunks und Billing

Mit der strategischen Neuausrichtung plant Pascom, nur noch für die Cloud zu entwickeln. Das neue Produkt heißt „One“. Dafür setzt der Hersteller weiterhin auf ein Concurrent-User-Modell. Das bietet die Möglichkeit, dem Telefonsystem eine unbegrenzte Anzahl von Benutzern hinzuzufügen, die flexibel die aktuell die verfügbaren Lizenzen belegen und nutzen können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Unternehmen beliebig viele Endpunkte und Erweiterungen hinzuzufügen können. Jetzt können Telefonnummern sowie einzelne User dazu gebucht werden.

Auch das Preismodell hat sich geändert. Jeder Concurrent User zahlt laut Hersteller 8,90 Euro (UVP) monatlich. Es seien auch Staffelpreise verfügbar. Außerdem werden in Zukunft Rechnungen monatlich gestellt und nicht mehr für ein ganzes Jahr, wie das bisher der Fall war. Darüber hinaus bietet Pascom ab sofort zusätzlich auch SIP-Trunks an.

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