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Quadro P6000 und P5000 von PNY

Pascal-Quadros von PNY für den Channel

| Autor: Klaus Länger

Eine der Domänen von Quadro-Karten auf Pascal-Basis wie der P6000 von PNY ist das 3D-Rendering von Szenen wie dieser.
Eine der Domänen von Quadro-Karten auf Pascal-Basis wie der P6000 von PNY ist das 3D-Rendering von Szenen wie dieser. (Bild: PNY, Nvidia)

Der Grafikkartenhersteller PNY ist exklusiver Channel-Lieferant für Nvidia-Quadro-Karten. Mit der P6000 und der P5000 gehen die auf der Siggraph vorgestellten Flaggschiffe unter den Profi-Workstation-Grafikkarten nun in den Handel.

Seit 2002 ist PNY Boardpartner von Nvidia. Nach HP ist PNY der zweitgrößte Nvidia-Partner für professionelle Grafikkarten und deren ausschließliche Quelle, wenn es um einzeln verkaufte Quadro-Karten geht. Mit der Quadro P6000 und der P5000 bringt PNY nun die auf der letzten Siggraph-Konferenz präsentierten Spitzenmodelle unter den Nvidia-Profi-Karten auf den Markt.

Pascal für Profis

Zunächst setzte Nvidia die in einem 16-nm-Prozess bei TSMC hergestellten Pascal GPUs in Gaming-Grafikkarten ein. Das Spitzenmodell GP102 dient als Basis für die Titan-X-Grafikkarte, der kleinere GP104 treibt Geforce GTX 1070 und 1080 an. In der Quadro P6000 kommt ebenfalls ein GP102 mit 3.840 Cuda-Cores zum Einsatz, allerdings kombiniert mit 24 GB GDDR5X als Grafikkspeicher, doppelt so viel wie bei der Titan. Die Basis für die Quadro P5000 ist die Nvidia-GPU GP104 mit 2.560 Cuda-Cores, hier gekoppelt mit 16 GB Grafikspeicher. Die GTX-Karten sind mit maximal acht GB bestückt. Der Speicher ist bei der P5000 über ein 256-Bit-Interface angebunden, bei der P6000 über ein 384-Bit-Interface. Beide Karten unterstützen das Shader-Modell 5.1 und OpenGL 4.5, DirectX 12.0 sowie Vulkan 1.0 als Grafik-APIs. Zudem beherrschen sie Cuda, DirectCompute, OpenCL als Compute-APIs. Laut Nvidia sind sie sie zum Arbeiten mit sehr komplexen CAD-Modellen geeignet, erlauben fotorealistisches Rendern via Raytracing und anspruchsvolle GPGPU-Berechnungen. Am DisplayPort unterstützt die Karte maximal 8K, bei vier Displays ist jeweils die 5K-Auflösung möglich.

Ansonsten betont Nvidia auch die Tauglichkeit für aufwendige VR-Aufgaben. Die maximale Leistungsaufnahme der P6000 liegt bei 250 Watt, die P5000 gibt sich mit 180 Watt zufrieden.

Die Preise für die beiden neuen Profi-Karten liegen laut PNY bei 6.960 Euro (UVP) für die P6000 und bei 2.843 Euro (UVP) für die P5000.

PNY und der Channel

Bei professionellen Karten für Workstations, hat Nvidia laut Martin Haufschild, Sales Director Professional Solutions EMEA bei PNY, einen Marktanteil von ca. 90 Prozent in Europa. Die restlichen 10 Prozent gehen primär an AMD mit den FirePro-Karten. Ein zusätzliches Standbein bei den Profi-Lösungen sind die Tesla-Karten, so Haufschild. Diese GPU-Computing-Karten würden auch immer stärker vom Channel nachgefragt.

Große Systemintegratoren und Channel-Partner bedient PNY direkt, kleinere Händler über die Distribution. Sie sind auch in das Nvidia-Partnernetzwerk eingebunden. Daneben gibt es noch ein eigenes PNY-Partnerprogramm, das technische Hilfen und Marketing-Ressourcen bereitstellt. Etwa 200 Partner sind am Business-Privilege-Programm von PNY beteiligt, das neben Boni für den Verkauf von Profi-SSDs und -Grafikkarten auch Vorteile wie Online-Trainingtools oder einen Vor-Ort-Austausch bietet. Mit einem Umsatz von mindestens 50.000 Euro im Jahr wird hier der Gold-Status erreicht.

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