Managed Services, Cloud, Telepresence und Collaboration sind die heißen Themen Partner-Symposium von Cisco in Berlin

Redakteur: Sylvia Lösel

Auf der Partnerveranstaltung in Berlin stimmte Cisco seine Händler auf die Herausforderungen des nächsten Jahres ein. Heiß begehrt waren die Vorträge zu Telepresence-Lösungen, aber auch der Wandel der Geschäftsmodelle bewegt das Netzwerk-Unternehmen genauso wie die Partner.

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Das Kosmos-Filmtheater, das mit seinem herben Charme der 50er Jahre ein gewisses Flair ausstrahlt, hatte Cisco dieses Jahr als Veranstaltungsort für sein Partner-Event gewählt. Dort, in der Kulisse vergangener Tage, schwor das Netzwerk-Unternehmen seine Partner auf die Zukunft ein. Diese, so befand Michael Ganser in seinem Vortrag, berge große Chancen für Cisco und alle, die im Netzwerk-Geschäft unterwegs seien. Denn dank neuer Trends wie Cloud Computing und dem nachhaltigen Ruf nach Managed Services entwickelt sich das Netzwerk mehr und mehr zum Herzstück der IT-Landschaft.

Fundamentale Veränderungen

„Hier passiert gerade etwas Fundamentales, eine neue Ära bricht an,“ beschwört Ganser die Partner. „Alle großen Themen der nächsten Jahre, egal ob das Energiemanagement, Mobilität oder Videotelefonie sind, brauchen das Netzwerk, das eben diese Front-End-Anwendungen überhaupt ermöglicht. Gut für Cisco, gut für die Partner – aber auch mit einem tiefgreifenden Wandel in der Partner-Welt verbunden. So prophezeit Ganser: „In den nächsten fünf Jahren wird jeder Partner sein Geschäftsmodell verändern müssen.“ Denn nicht nur Cisco hat sich die Transformation von einer Netzwerk-Firma hin zu einem IT-Business-Partner auf die Fahnen geschrieben. Ähnliches soll auch für die Partner gelten.

Nutzen für den Kunden erarbeiten

Immer wichtiger werde es, das betont auch Dr. Bernd Heinrichs in seiner Keynote, nicht mehr „nur“ die Lösungen an den Mann bringen zu wollen, sondern anhand von Vorschlägen zur Optimierung von Geschäftsprozessen beim Kunden zu punkten und ihm mit Hilfe der IT zu höherer Durchschlagskraft zu verhelfen. Und der neue Deutschland-Chef Carlo Wolf ergänzt: „Wir müssen es schaffen, nicht mehr Produkte, sondern Architekturen zu positionieren. Die Aufgabe wird sein, diese Architekturen in das zu übersetzen, was sie für den Kunden bedeuten.“ Um diesen Nutzen den Kunden vermitteln zu können, setzt allerdings voraus, dass man dessen Bedürfnisse und Geschäftsprozesse versteht. In dieses Szenario passt auch, was Ganser in seiner Rede anspricht: „Der Top-Fokus der CEOs bis 2015 ist die Steigerung von Kundennähe. 88 Prozent haben sich dieses Ziel gesetzt“.

SMB-Bereich weiter im Fokus

Im Umfeld einer überwundenen Krise und zahlreicher neuer Technologien hat sich das Netzwerk-Unternehmen ehrgeizige Ziele gesetzt und will zwischen 15 und 20 Prozent wachsen. Dazu soll auch das Geschäft im SMB-Bereich beitragen, das seit dem vergangenen Jahr verstärkt angegangen wird. „Hier suchen wir noch Händler. Sowohl neue Partner als auch Reseller, die sich in dieses Segment hinein entwickeln möchten“, sagt Heinrichs im Gespräch mit IT-BUSINESS.

Cius und Ûmi als Impulsgeber

Dass Cisco sein Stammgeschäft mit Routern und Switches sukzessive erweitert, war gerade im laufenden Jahr deutlich zu spüren. So brachte das Unternehmen mit dem Cius einen iPad-Konkurrenten ins Spiel, der Anfang 2011 dann auch tatsächlich zu haben sein soll und sich von dem Apple-Produkt vor allem auch durch seine umfangreichen Sicherheits-Features und die einfache Einbindung in die IT-Landschaft von Unternehmen auszeichnen soll.

Erst vor wenigen Tagen hatte Cisco zudem einen ersten Schritt in Richtung Consumer-Markt gewagt und mit der Ûmi erstmals eine Telepresence-Lösung für zu Hause vorgestellt. „Im Consumer-Markt haben wir noch viel Arbeit vor uns, hier müssen wir erst einmal unsere Marke bekannt machen“, weiß Heinrichs um die Hürden, die gerade bei den Endverbrauchern zu nehmen sind. Zwar gerät der Consumer-Bereich immer stärker in den Fokus bei Cisco, fristet aber bislang eher ein Nischendasein. Dennoch spielt gerade Video eine zentrale Rolle. Denn gerade nach der Integration von Tandberg und seinen Partnern in die Landschaft des amerikanischen Unternehmens zieht sich die Video-Botschaft durch alle Zielmärkte – von Enterprise bis hinein in den Consumer-Markt.

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