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Interview mit Corel-CEO Nichols zur Parallels-Übernahme Parallels-Übernahme: Business as usual für die Partner

Autor: Klaus Länger

Mit Private-Equity-Kapital im Rücken ist Corel weiter auf Einkaufstour. Corel-CEO Patrick Nichols erläutert die Hintergründe der Parallels-Aufkaufs, den Corel kurz vor dem Jahreswechsel bekannt gegeben hat.

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Patrick Nichols ist seit 2015 CEO von Corel. Zuvor leitete er das WinZip-Geschäft des Herstellers.
Patrick Nichols ist seit 2015 CEO von Corel. Zuvor leitete er das WinZip-Geschäft des Herstellers.
(Bild: Corel)

Seit 2009 ist die Private-Equity-Gesellschaft Vector Capital fast alleiniger Eigentümer von Corel. Seitdem hat Corel mit dem Geld von Vector etliche Firmen übernommen. Die letzte Akquisition ist die des Virtualisierungsspezialisten Parallels. Corel-CEO erklärt im exklusiven Interview einige Details und die Auswirkungen für die Partner.

ITB: Herr Nichols, derzeit ist Corel als Softwareunternehmen bekannt, das sich stark auf Microsoft Windows konzentriert. Mit der Übernahme von Parallels bedienen Sie auch andere Plattformen. Verwenden Sie die Virtualisierungstechnologie von Parallels, um Ihre Grafik- und Multimedia-Software auch auf andere Betriebssysteme zu übertragen?

Nichols: Corel bietet bereits seit vielen Jahren eine Reihe hoch angesehener und beliebter Produkte für den Mac an. Dennoch verstärken wir mit dieser Übernahme unsere Präsenz und unser Knowhow auf dem Mac-Markt erheblich. Es ist zwar noch zu früh, um darüber zu sprechen, was genau dies für unsere zukünftigen Produkte bedeutet. Wir erwarten jedoch, dass die führende Position von Parallels und sein tiefes Wissen über diesen Markt neue Optionen für unsere Produktlinien eröffnen.

Natürlich empfehlen wir Parallels Desktop für Mac schon seit Jahren als idealen Weg, um unsere Produkte wie CorelDRAW auf einem Mac zu verwenden.

ITB: Welche Pläne verfolgen Sie für den Channel von Parallels derzeit vor allem in Deutschland? Bleibt er unabhängig oder planen Sie die Einbindung der Partner in das Corel-Partnernetzwerk?

Nichols: Corel und Parallels verfügen beide über starke Channel-Partnernetzwerke, und wir teilen uns viele unserer globalen Partner. Momentan wird sich für unsere Channel-Partner nichts ändern. In den kommenden Wochen werden wir uns dann mit ihnen mit Updates und Informationen zu den nächsten Schritten in Verbindung setzen, da Parallels nun Teil unserer Produktlinie ist.

Natürlich streben wir immer danach, unser Channel-Netzwerk global auszubauen, und Deutschland ist ein wichtiger Markt für uns. Wir freuen uns sehr über neue Möglichkeiten, mit unserem erweiterten Portfolio noch mehr Kunden auch in Deutschland zu bedienen.

ITB: In der Pressemitteilung erwähnte Corel "erhebliche Investitionen in das Parallels-Geschäft". Können Sie uns erläutern, in welche Richtung diese Investitionen gehen werden?

Nichols: Wir sehen eine Reihe von Vorteilen und Ansatzpunkte, wie wir in das Parallels-Geschäft investieren können, um aufregende Wachstumschancen zu schaffen. Als Teil einer größeren Organisation verfügt Parallels jetzt über die finanziellen Mittel, um kontinuierlich in seine Produkte und seine Mitarbeiter zu investieren. Zudem haben wir unsere Kaufkraft und unseren Einfluss gemeinsam mit Partnern verstärkt, einschließlich Online und Einzelhandel. Gemeinsam haben die Teams von Corel und Parallels die Ressourcen und das Wissen, um mit ergänzenden Produktangeboten Innovationen zu realisieren – ein bewährtes Drehbuch, um neue Kunden zu gewinnen und zu begeistern.

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 Klaus Länger

Klaus Länger

Redakteur