Interview mit Paralells-Vertriebsdirektor Stefan Hölzl Parallels Server für SMB-Kunden steht in den Startlöchern

Redakteur: Regina Böckle

Mit dem Launch der »Virtual Desktop Infrastructure« (VDI) hat Parallels am Markt für viel Furore gesorgt. An diese Aufmerksamkeit will der Virtualisierungs-Spezialist mit weiteren Produkten anknüpfen. So soll in Kürze auch ein Hypervisor-Modell für mittelständische und kleine Unternehmen auf den Markt kommen. Stefan Hölzl, Sales Director Corporate & Consumer EMEA bei Parallels, gibt im Interview mit IT-BUSINESS einen kurzen Ausblick, was Kunden und Vertriebspartner hier erwarten können.

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ITB: Virtual Desktop Infrastructure, kurz VDI, ist eine der jüngsten Produkt-Entwicklungen bei Parallels. Was steckt dahinter?

Hölzl: VDI fußt auf der Technologie von Parallels Virtuozzo Containers. Dabei werden auf jedem einzelnen physischen Server mit nur einer einzigen Betriebssystem-Instanz isolierte Container – virtuelle Desktops – erstellt. Ohne zu tief in technische Details zu gehen: Die Technologie ist drei Mal effizienter als VMware und Citrix bei der Hälfte der Kosten, dabei schnell und einfach zu aufzusetzen und zu administrieren.

ITB: Welche weiteren Möglichkeiten bietet diese Technologie?

Hölzl: Selbstverständlich steckt im Parallels Virtuozzo Container noch sehr viel mehr, denn damit werden ja Betriebssysteme virtualisiert. Anwender können damit sowohl ihre Server-Systeme, als auch ihre Datenbanken virtualisieren und damit konsolidieren – beispielsweise Oracle- oder SQL-Datenbanken zählen zu unseren besonderen Stärken. Ein weiterer Vorteil, den diese Technologie bietet, ist die Möglichkeit, sehr schnell virtuelle Datencenter aufzubauen und zu automatisieren. Hier kommt unsere fast zehnjährige Erfahrung in diesem Bereich zum tragen.

ITB: Was plant Parallels in nächster Zeit, insbesondere mit Blick auf mittelständische Unternehmenskunden?

Hölzl: Viele kennen Parallels aus dem Apple-Umfeld, denn hier sind wir mit »Parallels Desktop for Mac« Marktführer in der Desktop-Virtualisierung, die es beispielsweise ermöglicht, auch Windows auf Apple-Rechnern laufen zu lassen. Vor kurzem haben wir eine Lösung zur Virtualisierung von Apple-Servern gelauncht. Für mittelständische Kunden werden wir in Kürze außerdem den Parallels Server auf den Markt bringen, ein Hypervisor-Modell, wie es auch bei VMware oder Citrix zum Einsatz kommt, abgestimmt auf die Bedürfnisse des Mittelstands, das heißt, einfach zu installieren und zu bedienen und preislich unschlagbar.

ITB: Können Sie uns bezüglich des Preises eine Größenordnung nennen?

Hölzl: Der Preis für den Endkunden wird weit unter 1.000 Euro liegen, das ist der Plan. Die Lösungen werden über den Channel vermarktet.

ITB: Parallels bietet ein sehr breites Produkt-Spektrum an. Wie sieht die Channel-Strategie für die einzelnen Segmente aus?

Hölzl: Wir verfolgen eine zweiteilige Channel-Strategie. So werden wir die Lösungen für den Consumer- und den Small-Business-Bereich über das zweistufige Channel-Modell vermarkten, also hier die Distribution mit einbinden.

ITB: Mit welchen Distributoren arbeiten Sie hier inzwischen zusammen?

Hölzl: Im Consumer- und Small-Business-Bereich arbeiten wir mit Ingram Micro, Comline und Novastar zusammen. Im Enterprise-Bereich, der die Lösungen für Virtual Desktop Infrastructure, VDI, Datenbank-Konsolidierung sowie Server-Konsolidierung umfasst, werden wir direkt und noch intensiver mit unseren Vertriebspartnern zusammenarbeiten, also nicht mehr wie in der Vergangenheit nur über die Distribution.

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