DFK-Studie Pandemie, Homeoffice und das Leben danach

Von Ann-Marie Struck

Die Corona-Pandemie hat das Leben verändert. Obwohl die Hoffnung auf ein Zurück zu „Vor-Corona“ derzeit besteht, hat die Pandemie doch grundlegende Veränderungen in der Arbeitswelt mit sich gebracht. Eine Studie von DFK zeigt Details auf.

Anbieter zum Thema

Der Vorteil von mobilem Arbeiten: Es geht von überall.
Der Vorteil von mobilem Arbeiten: Es geht von überall.
(Bild: theeraphong - stock.adobe.com)

„Der Techniker kommt“ oder „Das Kind ist krank“ – Das waren lange Zeit die Gründe für Homeoffice. Mobiles Arbeiten war eher die Ausnahme und Stand für Familien- und Arbeitnehmerfreundlichkeit. Mit der Pandemie hat sich das plötzlich geändert. Es wurde Alltag und wird es zum Teil auch bleiben, wie eine Umfrage des Berufsverbandes DFK (Verband für Fach-Führungskräfte) zeigt.

Für die Studie wurden 500 Fach- und Führungskräfte befragt, wie grundlegend die Pandemie die Arbeitswelt verändert hat. Von den Befragten waren knapp 50 Prozent Leitende Angestellte, 27 Prozent außertarifliche Angestellte und rund 18 Prozent Geschäftsführer.

Positive Auswirkungen von Corona

Insgesamt schätzen 57 Prozent der Fach- und Führungskräfte in Deutschland die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Arbeitswelt positiv ein. Neben dem mobilen, wird ihrer Ansicht nach künftig auch zeitlich flexibles Arbeiten Alltag (74 %). Außerdem erwarten 87 Prozent künftig weniger Dienstreisen und 66 Prozent sind der Ansicht, dass sich Büroflächen verkleinern werden.

Vor allem möchten die Befragten die Vorteile des Homeoffices nicht mehr missen. Flexibilität steht mit 80 Prozent auf Platz eins der Umfrageteilnehmer, gefolgt von der besseren Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben (76 %).

Schattenseiten des mobilen Arbeitens

Doch das Homeoffice birgt auch seine Gefahren. 64 Prozent sehen eine schlechtere Kommunikation zwischen den Mitarbeitern als ein Risiko. Darüber hinaus haben 51 Prozent Sorgen, dass Mitarbeiter vereinsamen. „Wir sind an einem Punkt, an dem wir die neuen Möglichkeiten mit Bedacht und im engen Austausch mit den Mitarbeitern in die Post-Corona-Ära überführen müssen“, erklärt DFK-Vorstandsvorsitzender Michael Krekels. „Es gilt, mit Bedacht die Vorteile der physischen und virtuellen Zusammenarbeit zu verbinden: Soziales Miteinander und erleichterte Zusammenarbeit im Büro einerseits und die größere Flexibilität und Freiheit im Homeoffice andererseits.“

New Normal ist hybrid

Wie eingangs schon erwähnt, war Homeoffice „Vor-Corona“ eher die Ausnahme als die Regel. 75 Prozent der Befragten haben damals nur einen Tag pro Woche oder gar nicht im Homeoffice gearbeitet. Jetzt wünschen sich 75 Prozent künftig zwei Tage oder mehr im Homeoffice zu arbeiten. Ferner wollen 95 Prozent regelmäßig zumindest einen Tag aus dem Homeoffice arbeiten. Nur rund 5 Prozent lehnen Homeoffice ab.

Für die allermeisten der Befragten steht fest, dass Homeoffice jedenfalls nicht zu schlechteren Leistungen führt. Nur 14 Prozent der Befragten berichten von schlechter Arbeit. Vielmehr schätzen sich 54 Prozent zuhause produktiver ein als im Büro.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:48016909)