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Apps für Deutschland

Open-Data-Wettbewerb geht in die heiße Phase

| Autor / Redakteur: Mark Alexander Schulte / Katrin Hofmann

Mark Alexander Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt
Mark Alexander Schulte, Consultant bei IDC in Frankfurt

Der Open-Data-Wettbewerb „Apps für Deutschland“, der von den drei Organisationen Government 2.0, Open Data Network und Open Knowledge Foundation Deutschland veranstaltet wird und unter der Schirmherrschaft des Bundesministerium des Innern steht, befindet sich auf der Zielgeraden.

Noch bis zum 1. Februar ist die breite Öffentlichkeit aufgerufen, selbstentwickelte Anwendungen, die auf Daten deutscher Behörden beruhen, einzureichen. Das Projekt „Apps für Deutschland“ ist aus IDC-Sicht ein gutes Beispiel, wie öffentliche Behörden ihren Bürgern unter Einbezug von Informationstechnologien nutzenbringende Dienstleistungen anbieten können.

Öffentliche Verwaltungen in Deutschland erheben, verwenden und häufen eine Vielzahl an Daten an, wie beispielsweise Informationen über die Verwendung von Steuergeldern, den aufgestellten Haushalt, über öffentliche Projekte oder über die Wasser- und Luftqualität in der jewei-ligen Region. Viele dieser Angaben „schlummern“ in den Verwaltungsapparaten und bleiben der Öffentlichkeit weitgehend verschlossen. Die Initiative „Apps für Deutschland“ setzt sich zum Ziel, diese Daten durch die Entwicklung von Anwendungen nicht länger ungenutzt zu lassen und aufzuzeigen, welche IT-basierten Dienstleistungen für die Bürger durch ein Öffnen der behördlichen „Datentresore“ entstehen können.

Zwei Wettbewerbsphasen

Der Open-Data-Wettbewerb ist in zwei Phasen aufgeteilt: Zunächst waren Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene dazu angehalten, sich durch die Bereitstellung von Datensätzen zu beteiligen, wie es bereits die Städte Berlin und Bremen sowie einige Bundesbe-hörden unternahmen. Darüber hinaus waren Bürger aufgerufen, über die Internetseite der Initiative (apps4deutschland.de) Ideen über mögliche Verwendungen der Behörden-Daten einzureichen.

In der zweiten Phase, die seit Mitte Dezember läuft, sind nun Entwickler und Unternehmen gefragt, die die vorgeschlagenen Ideen als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Anwendungen auf Basis der eingereichten Datensätze umsetzen können. Sowohl für die geschicktesten Programmierer als auch für die kreativsten Ideengeber und beteiligten Behörden sind Preise in unterschiedlichen Kategorien ausgeschrieben, die im März auf der CeBIT in Hannover verliehen werden.

Das Projekt „Apps für Deutschland“ ist aus IDC-Sicht ein gutes Beispiel, wie öffentliche Behör-den ihren Bürgern unter Einbezug von Informationstechnologien nutzenbringende Dienstleistungen anbieten können – und das zu geringen Kosten. Eine wichtige Rolle spielt dabei, dass öffentliche Verwaltungen, Bürger und private Organisationen gleichermaßen in den Entwicklungs- und Entscheidungsprozess eingebunden werden. Die ersten Beispiele für entwickelte Apps sind unter www.opendata-showroom.org einzusehen und deuten das Potential des Open-Data-Konzepts an.

Der „Apps für Deutschland“ Wettbewerb ist jedoch erst dann ein voller Erfolg, wenn er eine Signalwirkung auch auf bislang nicht beteiligte Bundes-, Landesbehörden und Stadtverwaltungen entfalten kann. Das Open-Data-Modell und die daraus resultierende Entwicklung IT-basierter Dienstleistungen für die Bürger trägt aus IDC-Sicht zur Transformation einer Behörde zu einer zukunftsorientierten, „smarten“ Verwaltung bei und sollte daher im Kalkül einer jeden Behörde stehen.

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