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Studie zu „Informationssicherheit im E-Commerce 2014“

Online-Händlern fehlt oft Grundlagenwissen über Datensicherheit

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Heidi Schuster / Heidemarie Schuster

Bereits 32,7 Prozent der Online-Händler hatten Kontakt mit Erpressung, Datendiebstahl oder wurden „gehackt“.
Bereits 32,7 Prozent der Online-Händler hatten Kontakt mit Erpressung, Datendiebstahl oder wurden „gehackt“. (© Kaarsten - Fotolia.com)

Beim Online-Handel sind kriminelle Delikte inzwischen an der Tagesordnung. Dies zeigt die Studie „Informationssicherheit im E-Commerce 2014“ von IBI Research. Davon betroffen sind nicht nur die Händler, sondern insbesondere auch die Kunden.

Mit gestohlenen Zugangsdaten, E-Mail-Adressen und Zahlungsdaten steht Kriminellen nichts mehr im Wege die Identitäten der Online-Kunden zu „übernehmen“ und erheblichen Schaden anzurichten.

Immer mehr Sicherheitsvorfälle

Bereits 18,8 Prozent der von IBI befragten Online-Händler wurden erpresst, 19 Prozent wurden sensible Daten entwendet und von 19,7 Prozent wurden die Online-Shops „gehackt“. Insgesamt fielen 32,7 Prozent der Online-Händler Cyber-Kriminellen zum Opfer. Zusätzlich darf laut IBI mit einer weitaus höheren Dunkelziffer gerechnet werden.

Gerade beim Datendiebstahl müsse davon ausgegangen werden, dass viele Händler gar nicht bemerken, dass ihnen wichtige Daten entwendet wurden. Diese Zahlen seien vor dem Hintergrund, dass 46,1 Prozent der Händler ihre Zahlungsdaten selbst speichern, alarmierend. Datendiebe erhalten so nahezu alle Informationen, die benötigt werden, um die Identitäten der Kunden für eigene kriminelle Machenschaften zu missbrauchen.

Online-Händler setzen auf Gütesiegel

Damit Kunden den Online-Shops dennoch vertrauen können, setzen viele Händler auf Gütesiegel. Bereits 41,3 Prozent der Händler verwenden diese. 35,2 Prozent derer, die noch für kein Gütesiegel zertifiziert sind, planen eine Zertifizierung. Als Indikator, wie die Unternehmen bezüglich der Themen Informationssicherheit und Datenschutz aufgestellt sind, taugen die Gütesiegel jedoch nicht: Lediglich in 55,3 Prozent der Unternehmen mit Gütesiegel existieren Anweisungen für die Mitarbeiter bezüglich der Sicherheit. Ein adäquater Umgang mit diesen Themen setze laut IBI aber immer auch die Einbeziehung der Mitarbeiter voraus.

Fehlendes Grundlagenwissen

Aus Sicht von Tobias Lehner, Projektleiter bei IBI Research, haben diese Ergebnisse mehrere Ursachen: „Unter den Online-Händlern besteht hinsichtlich der Themen Informationssicherheit und Datenschutz eine große Diskrepanz zwischen Bewusstsein und Handeln. Viele sind sich durchaus bewusst, dass sie sich mehr mit diesen Themen beschäftigen müssten. Oft fehlt jedoch das nötige Grundlagenwissen, um effektiv zu handeln. Insbesondere die kleinen Online-Händler gehen zu unbedarft an das Thema Informationssicherheit heran. Dies führt dann dazu, dass Informationssicherheit viel zu ‚hemdsärmelig‘ und ohne erkennbares Konzept verfolgt wird. Ebenso gibt es bei größeren Händlern Probleme. Die Ausrede, dass das schon immer so funktioniert habe, schützt auch große Online-Händler nicht vor Angreifern.“ □

Ergänzendes zum Thema
 
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