Ebay veröffentlicht E-Commerce-Studie Online-Händler monieren zu hohe Kosten fürs Retouren-Management

Redakteur: Katrin Hofmann

50 Prozent der Online-Händler erwarten im nächsten Vierteljahr Umsatzzuwächse. Auch von den Resellern gefühlte Hürden, unter anderem für die Rückgabe anfallende Kosten oder Abmahnmissbrauch, und die Frage, welchen Einfluss Mobile Commerce in Zukunft haben könnte, standen im Fokus einer Ebay-Studie.

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Ebay hat in der Studie herausgefunden, dass Online-Händler optimistisch sind.
Ebay hat in der Studie herausgefunden, dass Online-Händler optimistisch sind.
( Archiv: Vogel Business Media )

60 Prozent der Web-Verkäufer haben die gesetzten Umsatzziele in den vergangenen drei Monaten erreicht und jeder zweite rechnet in den kommenden drei Monaten mit steigendem Umsatz. Laut einer Studie von Ebay blicken sogar 69 Prozent grundsätzlich zuversichtlich auf das nächste Vierteljahr. Auch bezüglich des anstehenden Weihnachtsgeschäfts herrscht Optimismus: 45 Prozent glauben an wachsenden, 43 Prozent zumindest an gleichbleibenden Umsatz.

Das logistische System scheint der Studie zufolge in Deutschland gut zu funktionieren. Die Zufriedenheit der Händler mit ihren Versand-Dienstleistern ist hoch. Besonders positiv beurteilen die Online-Unternehmer die Schnelligkeit (88 Prozent) und Verlässlichkeit (83 Prozent) der Abwicklung durch die Versand-Dienstleister.

Hürden

Kritisch betrachten die Händler hingegen sowohl die Rechtsunsicherheit als auch die Höhe der Kosten, die für sie mit dem Retourenmanagement verbunden sind. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) empfindet diese als unangemessen hoch.

Und es gibt weitere Kritikpunkte beziehungsweise Hürden, die die Verkäufer nennen. Politischen Handlungsbedarf sehen die Befragten in etlichen Bereichen. 89 Prozent der Anbieter wünschen sich gesetzliche Regeln, die den Missbrauch von Abmahnungen besser unterbinden. Ebenso viele Händler sprechen sich für klare Regelungen bezüglich einer Beteiligung der Verbraucher an den Versandkosten im Falle eines Widerrufs aus. Große Übereinstimmung (85 Prozent) besteht auch in der Forderung nach mehr Rechtsklarheit, dass Verbraucher im Widerrufsfall bei einer Dauernutzung der Ware Wertersatz leisten sollten. Zudem spricht sich mehr als jeder zweite Online-Händler dafür aus, eine zentrale politische Zuständigkeit in der Person eines Bundesministers für Internetangelegenheiten zu schaffen.

Mobile-Commerce als E-Commerce-Treiber

Bezüglich Mobile Commerce erkennen die Befragten neue Wachstumsmöglichkeiten für die Branche: Rund die Hälfte rechnet mit einem stärkeren Wachstum des Online-Handels durch die zunehmende Nutzung von Mobiltelefonen zum Einkaufen. Allerdings gehen nur 36 Prozent gehen derzeit davon aus, dass Mobile Commerce die eigenen Umsätze positiv beeinflussen wird.

Diese Ergebnisse entstammen dem „Online Business Barometer“ von Ebay, für das 859 Internet-Verkäufer befragt wurden, die unter anderem Ebay als Verkaufsplattform nutzen.

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