Prünte will Hp Bei A3-Farbdruckern überholen Oki strebt Marktführerschaft an

Redakteur: Philipp Ilsemann

Vorgabe. Okis neuer Vertriebschef Frank Prünte will in den kommenden sechs Monaten Marktführer HP bei A3-Farbseitendruckern ablösen. Unterstützung erhofft sich der ehemalige Epson-Mann aus dem Handel.

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Frank Prünte hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Nach achteinhalb Jahren Tätigkeit bei Epson war der 38-Jährige im Juni zu Oki als neuer Vertriebsleiter gewechselt, wo er den zu Konica Minolta Printing Solutions gewechselten Thomas Grethe (s.o.) beerbte. Nun hat es Prünte auf Marktführer Hewlett-Packard (HP) abgesehen.

Der Sales-Experte will sich auf das Segment der Farbseitendrucker im A3-Format konzentrieren und dort innerhalb der kommenden sechs Monate zur Nummer eins in Deutschland werden. Laut Zahlen der Marktforscher von IDC belegte Oki hier im ersten Halbjahr 2006 mit 17,1 Prozent noch den zweiten Platz hinter HP bei 37,6 Prozent. Helfen sollen dem Druckerspezialisten neue Produkte, die kürzlich an den Start gingen. So richtet sich der C9600XF an Experten im Proof-Segment, also an Agenturen, Grafikstudios und Profi-Fotografen.

Neben dem vertikalen Aspekt spielt jedoch auch der Preis eine gewichtige Rolle. So soll die C8600-Serie einen neuen Preispunkt setzen. Der C8600dn ist bereits für 1 849 Euro plus Mehrwertsteuer erhältlich und nach Unternehmensangaben der erste A3-Farbdrucker unter 2 000 Euro. „Der Wettbewerb wird nachziehen müssen“, so Prünte. Schon in der Vergangenheit konnte sich Oki mit dieser Strategie wertvolle Marktanteile sichern, etwa vor vier Jahren mit der Einführung der ersten A4-Farbseitendrucker unter 1 000 Euro.

Prünte setzt jedoch neben den Produkten und Preisen auch auf den Fachhandel, der Lösungen für das A3-Segment entwickeln soll. Direktgeschäft wird es nach wie vor keines geben. Stattdessen steht für April des kommenden Jahres ein neues Partnerprogramm an. Details soll es erst in einigen Monaten geben, Prünte lässt jedoch schon jetzt durchblicken, dass Oki mehr Wert auf Trainings legen und dabei zielgruppenspezifisch auftreten will. Zudem sollen Leads künftig nicht mehr nur bei besonders hohen Nachfragespitzen angeboten werden. „Es soll künftig eine ständige Leadmaschinerie laufen“, verspricht der Vertriebschef.

Betreut werden die Partner künftig von einem eigenen Vertriebsinnendienst mit fünf Mitarbeitern. Diese sollen schnellere Zugriffszeiten und einen rascheren Informationsfluss gewährleisten. Davon soll auch das „Flatrate“-Preismodell profitieren. „Wir sind damit sehr zufrieden“, sagt Prünte. Bislang hätten 120 Händler rund 250 Verträge an den Mann gebracht. Darunter seien sogar Drei-Jahres-Aufträge im siebenstelligen Bereich gewesen. Als Kundenbindungstool sei die Flatrate daher auch weiter ein wichtiges Element. Auch Angebote für den A3-Bereich wird es künftig geben.

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