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Lancom setzt auf BSI-Zertifizierung

Ohne Backdoor mit VPN-Verschlüsselung ins Neuland

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

ITB: Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) fand hingegen klare Worte: Seit fast zwei Jahren, so der Verband, warne die IT-Sicherheitsexpertin des BITMi, Michaela Merz, dass Deutschland besonders anfällig für Spionageaktionen sei. Die deutsche Wirtschaft sei sehr stark von ausländischen Technologien abhängig und wir würden nicht wissen, ob und welche Hintertüren noch in häufig benutzten Soft- und Hardware-Produkten eingebaut sind. Das betreffe allerdings nicht nur Produkte aus den USA: Zunehmend werden auch Software und Geräte aus Asien in unseren Unternehmen eingesetzt. Aber ist die Lösung wirklich so einfach – IT-Infrastrukturen mit deutschen Produkten aufbauen?

Der Lancom-Firmensitz in Würselen bei Aachen.
Der Lancom-Firmensitz in Würselen bei Aachen. (Bild: Lancom)

Koenzen: IT-Produkte aus Deutschland können sicherlich einen wesentlichen Beitrag zu mehr Sicherheit leisten. Alleine schon deshalb, weil viele heimische Hersteller ganz bewusst Produkte ohne Backdoors auf den Markt bringen – was in Deutschland zum Glück erlaubt ist. Außerdem wird hierzulande der Datenschutz großgeschrieben, was sich ebenfalls positiv auf die Sicherheit von Diensten und Infrastruktur auswirkt. Hinzukommen nationale Zertifizierungen wie die BSI-Zertifizierung zum Beispiel für unser neues Router-Portfolio, die mit einem aufwändigen Zertifizierungsverfahren und extrem hohen Sicherheitsansprüchen verbunden sind. Produkte mit einem solchen Zertifikat – und dann noch „Made-in-Germany“ – sind sicherlich die Königsklasse. Letztendlich entscheidet aber das Gesamtpaket aus Konzepten, Produkten und Pflege über die Sicherheit der IT. Ob dies dann über deutsche, amerikanische oder asiatische Produkte realisiert wird, ist letztlich auch Vertrauenssache.

ITB: Wie sich inzwischen abzeichnet, werden mit den Spionageaktionen wahrscheinlich auch wirtschaftliche Interessen verfolgt. Finanzkritische Zahlen und sensible Unternehmensdaten müssen besser geschützt werden. Wird das den Cloud-Computing-Trend vor diesem Hintergrund einen gehörigen Dämpfer versetzen? Welcher IT-Verantwortliche kann denn jetzt noch ohne an mögliche Konsequenzen zu denken, auf externe Datenhaltung setzen, bei der beispielsweise US-amerikanische Provider ins Spiel kommen?

Koenzen: Die Nachfrage nach Cloud-Diensten hat bereits massiv gelitten. Hier gilt es, verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen. Zum Beispiel durch Dienste, die bewusst auf Server-Standorte in Deutschland setzen und die die Zugänge über zertifizierte VPN-Router absichern. Denn nicht nur in der Cloud müssen die Daten geschützt werden. Auch der Weg dorthin ist kritisch. Verschlüsselung ist hier der beste Schutz.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die BSI-Zertifizierung von Lancom.

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