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Umsatzsteuerpflicht für digitale Händlerplattformen

Österreichische Regierung beschließt nationale Digitalsteuer

| Autor / Redakteur: dpa / Ira Zahorsky

Auf EU-Ebene war die Digitalsteuer im März noch gescheitert. Jetzt bringen einige Staaten nationale Lösungen an den Start.
Auf EU-Ebene war die Digitalsteuer im März noch gescheitert. Jetzt bringen einige Staaten nationale Lösungen an den Start. (Bild: © bluedesign - stock.adobe.com)

Die rechtskonservative Regierung in Österreich will heute die Einführung einer nationalen Digitalsteuer beschließen. Internet-Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von 750 Millionen Euro müssten in Österreich dann künftig fünf Prozent Steuern auf online erzielten Werbegewinn zahlen, hieß es dazu aus österreichischen Regierungskreisen.

Auf EU-Ebene war die Einführung einer Digitalsteuer für Online-Riesen im März gescheitert. Deutschland und Frankreich hatten bis zuletzt versucht, die umstrittene Digitalsteuer in Europa in abgespeckter Variante durchzusetzen. Sie sprachen sich für eine Umsatzsteuer von drei Prozent auf Online-Werbeerlöse aus, die von Januar 2021 an gelten sollte. Österreich hatte bereits während seiner EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2018 sehr auf eine Einführung gepocht. Frankreich und einige andere Staaten haben inzwischen ebenfalls nationale Konzepte auf den Weg gebracht.

Die österreichische Regierung rechnet bei ihrer Maßnahme mit neuen Steuereinnahmen von mehr als 200 Millionen Euro. Neben der Steuer auf Online-Werbeeinnahmen soll eine Umsatzsteuerpflicht für digitale Händlerplattformen eingeführt werden. Bisher sind in Österreich Paketlieferungen aus Drittstaaten mit einem Warenwert von bis zu 22 Euro umsatzsteuerfrei. Zudem müssen Vermittlungsplattformen wie Airbnb künftig alle Buchungen und Umsätze den Behörden melden. Sollten Anbieter von Wohnungen ihre Umsätze nicht versteuern, wird die Plattform künftig zur Haftung herangezogen.

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