Kein Chipsatz mehr ohne integrierte Grafik Nvidia zeigt jüngste SLI-Generation

Redakteur: Christian Träger

Die Kombination von zwei Grafikkarten auf einem Mainboard ist vor allem für Grafik-Enthusiasten interessant, die immer noch mehr Leistung aus ihren Rechnern herausholen wollen. Mit Hybrid SLI könnte die Technik für die breite Masse interessant werden, denn sie kann helfen, Strom zu sparen.

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Hohe Grafikleistung spielt vor allem im Spielebereich eine große Rolle. Die Spiele sollen immer noch realistischer werden, um den Gamer in ihren Bann zu ziehen. Doch was ist, wenn mit dem PC mal nur ein Brief geschrieben wird oder der Besitzer im Internet surft? Dann ist eine dedizierte Grafik vollkommen unterfordert und verbraucht unverhältnismäßig viel Strom im Verhältnis zur anfallenden Arbeit.

Und beim Stromverbrauch werden viele Anwender angesichts stetig steigender Energiekosten hellhörig. Nvidias Hybrid-SLI-Technik kann helfen, den Stromhunger der PC-Grafik zu optimieren. SLI steht für Scalable Link Interface und ermöglicht, mehrere Grafikkarten in einem Computer zu kombinieren. Diese Funktion wird nun auf die Kombination von integrierter und dedizierter Grafik erweitert.

Ist der Computer zum Beispiel mit Office-Aufgaben zu Gange, so kommt die integrierte Grafik im Chipsatz zum Zuge. Die dedizierte Grafik im PCI-Express-Slot wird vom System weitgehend abgeschaltet. Erst, wenn hohe Leistung für 3D-Berechnungen gefordert wird, übernimmt die dedizierte Grafiklösung. »Hybridpower« nennt Nvidia diesen Bestandteil von Hybrid SLI, der helfen soll, bei normaler PC-Belastung Energie zu sparen.

Integrierte Grafik wird Standard

Um auf einem PC parallel eine integrierte sowie eine dedizierte Grafik einzusetzen, sollen die Mainboards mit Nvidia-Chipsatz mit einem digitalen Bildschirmausgang ausgestattet sein, über den auch die eingebaute Grafikkarte mit dem Monitor verbunden ist.

Hybrid SLI hat jedoch noch eine zweite wesentliche Komponente, die Nvidia »Geforce Boost« nennt. Wenn zum Beispiel die dedizierte Grafik in einem PC ähnlich leistungsfähig ist wie die integrierte Grafik, so kann die Grafik des Chipsatzes bei hohem Leistungsbedarf zusätzlich eingesetzt werden. In diesem Fall sollen Performance-Steigerungen von bis zu 40 Prozent möglich sein.

Angeboten und unterstützt wird Hybrid SLI von den Chipsätzen Nforce 780a und 750a für AMD-Prozessoren. Der Nforce 730a unterstützt Hybridpower dagegen nicht. Hier rät Nvidia zum Chipsatz mit Geforce 8200, der neben der integrierten Grafik zusätzlich einen PCI-Express-Slot unterstützt. Um Hybrid SLI zu nutzen, muss auf dem Chipsatz zum Beispiel eine Geforce 8500GT oder eine Geforce 8400GS zum Einsatz kommen. Daneben werden alle zukünftigen Geforce-Grafikkarten Hybrid SLI unterstützen.

Optimierung der HD-Wiedergabe

Einen wichtigen Anwendungsbereich für die integrierte Grafik sieht Nvidia auch bei der Wiedergabe von High-Definition-Filmen. Hier soll die Grafik dank Purevideo HD die CPU weitgehend von der Decodierung der verwendeten Codecs entbinden. So unterstützt die HD-Engine der Geforce-8200-Mainboard-GPUs die Codecs H.264, VC-1 und MPEG2 komplett, so dass die CPU beim Abspielen der Filme nur zu einem Minimum belastet wird.

Somit lassen sich günstige, Strom sparende und vor allem leise PC-Systeme bauen, die als Media-Center-PC Blu-ray- und HD-DVD-Filme abspielen können.

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