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GPU-Technik für die Analyse von Bildinformationen

Nvidia verstärkt sein HPC-Portfolio

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Keppler-Architektur unterstützt eine dynamische Parallelisierung; im Bild zu sehen: Durch "Cuda Dynamic Parallelism", lässt sich die Grid-Auflösung basierend auf Simulationsdaten automatisch anpassen.
Die Keppler-Architektur unterstützt eine dynamische Parallelisierung; im Bild zu sehen: Durch "Cuda Dynamic Parallelism", lässt sich die Grid-Auflösung basierend auf Simulationsdaten automatisch anpassen. (Bild: Nvidia)

Nvidia übernimmt den Compiler-Anbieter The Portland Group (PGI), bringt eine GPU-beschleunigte Plattform für die intelligente Analyse von Geoinformationsdaten heraus und stellt weitere mobile Quadro-GPUs auf Kepler-Basis vor.

PGI kündigt an, weiterhin OpenACC-, Cuda-Fortran- und Cuda-x86-Lösungen für Mehrkern-x86-Prozessoren und General Purpose Grafical Processor Units (GPGPUs) zu entwickeln. Nvidia und der 1989 gegründete Compiler-Anbieter sind keine Fremden. Nach Firmenangaben arbeiten die beiden bereits seit fünf Jahren zusammen.

PGI hat allerdings nicht nur Nvidia als Kunden. Die Firma bedient Chip-Hersteller, Forschungseinrichtungen und HPC –Zentren (HPC = High Performance Computing). Alles in Allem stärkt Nvidia mit der Übernahme seine Open-ACC-Initiative, die die Parallelverarbeitung, insbesondere in der Business-IT vereinfachen soll.

Das System für Bilddaten

Mit dem „Geo Int Accelerator“ von Nvidia sollen Sicherheitsexperten ein Werkzeug in die Hände bekommen, mit dem sich verwertbare Erkenntnisse aus verschiedenen Rohdaten, Bildern und Videos schneller und genauer als je zuvor zu analysieren lassen.

Insbesondere handelt es sich dabei um hoch-auflösende Satelliten-Aufnahmen, Gesichtserkennung in Überwachungs-Videos, die Nutzung von Daten aus Geographic Information Systemen (GIS), etwa für Einsatzplanungen und die Auswertung von Drohnen-Flügen.

Die Nvidia GPU Acceleratoren werden in der Landesverteidigung und von der NATO genutzt sowie von Firmen wie BAE Systems, Boeing, SAIC, NAVAIR, Northrop Grumman, Onera, Raytheon und der Thales Group. Firmen wie GE Intelligent Platforms und Curtis-Wright bieten embedded GPU-Acceleratoren an für Plattformen wie OEM-Companies wie Dell, HP und IBM.

Die Bausteine

Das GPU-Produkt-Design "Tesla"
Das GPU-Produkt-Design "Tesla" (Bild: Nvidia)

Das Geo Int Accelerator beruht auf der „Tesla”-GPU des Herstellers, Software für Geospatial-Analysen und eine Bibliothek für die Anwendungsentwicklung in diesem Umfeld.

Im Einzelnen umfasst das System die Module:

Digital Globe – ist für die Suche nach Merkmalen in hoch-auflösendem Material aus Satellitenaufnahmen bei einer Abdeckung von mehr als drei Millionen Quadratkilometern.

Geo Web 3D – ist das Programm für die 3D-GIs-Verarbeitung, inclusive LIDAR, einer remote Erfassungstechnik sowie für Full-Motion, ohne dass eine Vorbehandlung notwendig wäre.

Imagus – ein Programm für die Gesichtserkennung in Echtzeit

Intuvision Panoptes – Dieses Modul ist gedacht für die Erkennung von Objekten und für die Erstellung von ereignisgesteuerten benachrichtigungenwährend verschiedene HD-Video-Quellen ausgewertet werden.

Luciad Lightspeed – Die Software erlaubt kontextsensitive Erkennung, während der Planung von Aktionen durch das Vermischen beziehungsweise Übereinanderlegen diverser Bilder, etwa Radaraufnahmen und Sensor-Daten.

Nervve Technologies – dient zur automatischen Erkennung von Objekten .

Die Bibliothek enthält verschiedene Bausteine und Muster, die das Erstellen neuer Anwendungen erleichtern. Dazu gehören

Accelereyes Array Fire – Image- und Signal-Processing –Funktionen

Del Cross Savant –Signalverfolgungssoftware, mit der sich Antennen modellieren lassen.

Matlab Image Processing Toolbox – Algorithmen, Functions und Applicationen zur Entwicklung neuer Bildeverarbeitungsprogramme und –Algorithmen.

Nvidia CudaFFT (cuFFT) – für Signal-Processing-Anwendungen.

Nvidia Optix – Ein programmierbares Raytracing -Framework für geheime Designs.

Nvidia Performance Primitives (NPP) – Ein Bildverarbeitungs-Kernel mit Basisfunktionen.

Opcoast Sneak – ein Entwicklungs-Kit zur Analyse von Radio-Frequency-Bereichen, Raytracing und Störquellen

OpenCV – ComputerVision Functions

Neue Quadros

Auf der Visual-Computing-Konferenz Siggraph in Anaheim, Kalifornien, hat Nvidia zudem neue mobile Quadro-GPUs auf Kepler-Basis vorgestellt. Die Modellreihe setzt sich zusammen aus Quadro "K5100M", "K4100M", "K3100M", "K2100M", "K1100M", "K610M" und "K510M".

Alle Varianten werden im Verlauf des Jahres in Notebooks von unterschiedlichen OEM-Herstellern erhältlich sein. Bereits vorgestellt wurde die mobile Workstation „Dell Precision M3800“ mit Quadro-K1100M.

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