Flexibles Support-Konzept Nuvias führt ein modulares MSP-Programm ein

Autor Michael Hase

Die Nachfrage von Unternehmen nach Managed Security Services steigt. Ohne Support sind viele Partner aber nicht in der Lage, dem Bedarf ihrer Kunden nachzukommen. Darauf reagiert der VAD Nuvias mit einem umfangreichen, modular aufgebauten MSP-Programm.

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Im MSP-Programm von Nuvias können Partner flexibel die Art und den Umfang des Supports bestimmen, die sie durch den VAD in Anspruch nehmen wollen.
Im MSP-Programm von Nuvias können Partner flexibel die Art und den Umfang des Supports bestimmen, die sie durch den VAD in Anspruch nehmen wollen.
(Bild: Pablo Peyrolón - stock.adobe.com)

Managed Services setzen sich auch im Networking- und Security-Geschäft durch. Ein Grund dafür ist die wachsende Komplexität, die auf Faktoren zurückgeht wie die mehr und mehr dezentral arbeitenden Teams in Unternehmen, die steigende Cloud-Nutzung und die sich verändernden WAN-Topologien. Hinzu kommt die sich verschärfende Bedrohungslage. All dem steht ein Mangel an Fachkräften gegenüber. ­Viele Unternehmen sehen sich außerstande, die steigenden Anforderungen mit eigenem IT-Personal zu bewältigen, und beauftragen daher Dienstleister damit, ihr Netzwerk und ihre Schutzsysteme zu überwachen und zu managen.

Helge Scherff, Central-Europe-Chef bei Nuvias, möchte Partnern neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Helge Scherff, Central-Europe-Chef bei Nuvias, möchte Partnern neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
(Bild: Nuvias)

Für Systemhäuser bedeuten Managed Services aber eine tiefgreifende Umstellung ­ihres traditionellen Geschäfts, das auf dem Vertrieb und der Integration von Technologie basiert. Viele Reseller besitzen ­weder ausreichend Kompetenz noch die Ressourcen, um die Verantwortung für den Netzwerkbetrieb und die Sicherheit ihrer Kunden zu übernehmen. An dem Punkt kommt die Distribution ins Spiel. Die ­Nuvias Group hat dazu ein umfassendes Programm entwickelt, mit dem sie ihre Partner beim Wissenserwerb, bei der Konzeption von Managed-Service-Angeboten, bei der Installation und Konfiguration von Systemen sowie im laufenden Betrieb unterstützt. „Unsere Leistungen sind breit gefächert“, erläutert Daniel Werner, Regional Service Director Central Europe bei ­Nuvias in Hamburg. „Denn wir haben in dem Programm mehrere Themen verankert wie Training, Finanzierung, Logistik, Support sowie Licensing und Subscriptions.“

Die Neuheit, die der VAD am heutigen Tag in DACH und UK einführt, trägt den Namen „Nuvias Managed Services Program“, kurz „NU | MSP“. Mit dem integrierten Konzept geht das Unternehmen über Einzelangebote hinaus, die es bislang entwickelt hatte. So präsentierte es etwa im Frühjahr 2018 einen Managed-Firewall-Dienst, der sich an kleinere Partner richtet. Bei dem Service, der auf einem Produkt des Herstellers Fortinet basiert, übernimmt der Distributor alle Leistungen wie Bereitstellung, Konfiguration, Monitoring und Abrechnung. Unter dem Dach des neuen Programms, das sukzessive erweitert werden soll, stehen zum Start mehrere Services bereit: ein Dienst zur Leistungsüberwachung von Netzen auf Basis von Riverbed-Technologie, Managed Detection & Response in Zusammenarbeit mit Kaspersky und Bitdefender sowie Managed Firewalls von Fortinet und Watchguard. Partner können einige der Managed Services unter ihrem ­eigenen Brand an Kunden vermarkten, da Nuvias sie als Whitelabel anbietet.

Partner unterschiedlicher Ausrichtung

„Die Angebote unterstützen Reseller beim Aufbau und der Erweiterung ihrer Geschäftsmöglichkeiten und ergänzen deren bisherige Dienstleistungen“, sagt Helge Scherff, Regional Vice President Central Europe bei Nuvias. Eine Besonderheit des Konzepts liegt ­darin, dass es modular aufgebaut ist. Systemhäuser und MSPs haben die Möglichkeit, flexibel zu entscheiden, in welchem Umfang sie Support durch den VAD in Anspruch nehmen. Mit der Modularität des Programms berücksichtigt Nuvias die unterschiedliche Ausrichtung sowie den unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsstand der Partner bei Managed Services. Sofern sie über Expertise und Ressourcen verfügen, können sie einen mehr oder weniger großen Teil der Leistungen selbst abdecken.

„Der Partner hat die Wahl“, bringt Scherff das Prinzip auf den Punkt. „Von ‚Ich mache gar nichts‘, sodass wir alle Leistungen erbringen, bis hin zu: ‚Liefert mir eine Box, alles andere mache ich!‘“ Die Optionen betreffen technische Services wie Staging, Installation oder Vorkonfiguration, das monatliche Billing ebenso wie das 24 / 7-Monitoring, das der Distributor komplett oder arbeitsteilig (z. B. nachts und am Wochenende) übernehmen kann.

Multilingualer Support

„Partner unterschiedlicher Größe haben immer wieder wegen solcher Services bei uns nachgefragt“, berichtet der Central-Europe-Chef. Bislang sei Nuvias nicht in der Lage gewesen, allen Anfragen zufriedenstellend gerecht zu werden. Daher habe der VAD unter anderem in seine Service-Teams in Deutschland, ­Benelux und UK investiert. „Wir haben jetzt genügend Headcount, um über alle Länder hinweg einen multilingualen Support abbilden zu können.“ Dienstleistungen seien für den Distributor schon ­immer wichtig gewesen. Durch Managed Services werde die Zusammenarbeit mit den Partnern aber noch enger.

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Service Director Werner teilt diese Einschätzung. Früher sei es für ­Systemhäuser üblich gewesen, ihre Kunden mit Technologie zu beliefern und alle Services selbst zu erbringen. „Durch die zunehmende Komplexität der Netze und den Fachkräftemangel stoßen viele Partner aber an Grenzen“, so der Experte. „Wir sehen uns deshalb als helfende Hand und wollen unsere Partner mit den Services, die wir unter dem Schirm des neuen Programms aufbauen, so unterstützen, dass sie die steigenden Anforderungen ihrer Endkunden bedienen können.“

Pay-as-you-go-Prinzip

Managed Services gehen mit einem Erlösmodell einher, das auf monatlicher Abrechnung mit den Kunden basiert. ­Somit ist es im Sinne von MSPs, wenn sie bei der Beschaffung von Technologie nicht in Vorleistung gehen müssen, sondern sie mieten und abhängig vom Verbrauch dafür zahlen können. Das Pay-as-you-go-Prinzip liegt auch dem neuen Programm von Nuvias zugrunde. So bietet der VAD inzwischen Hardware und Software auf Basis monatlicher Subskriptionen an, selbst wenn der Hersteller ­dafür den Produktkauf beziehungsweise den Erwerb von Laufzeitlizenzen vorsieht.

Das Unternehmen hat dazu sogar ein Portal entwickelt, das das Geschäft mit Subskriptionen vereinfacht und automatisiert. Dabei handelt es sich um eine Komponente des Programms „Nuvias Digital“, das im Sommer dieses Jahres eingeführt wurde und das sich nun mit NU | MSP verzahnt. Partner können über das Portal bislang Produkte von Kaspersky und Watchguard beziehen. Weitere Hersteller sollen sukzessive aufgeschaltet werden.

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