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06.05.2020

Der digitale Staat ist möglich

Eine flexible digitale Infrastruktur ist die Basis einer arbeitsfähigen Verwaltung - gerade in Krisenzeiten. Die Verwaltung darf nicht zum Hemmnis werden. Pilotprojekte zeigen, was heute schon möglich ist.

Von: Frank Gramüller, Sales Manager Public Sector Germany bei Nutanix

Wenn im Autohaus der gekaufte Wagen automatisch zugelassen und bei der KFZ-Steuer angemeldet werden kann und ein Kennzeichen bekommt, ist das ein erfolgreiches Beispiel für die Digitalisierung von Verwaltung und staatlichen Aufgaben. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Fahrt mehr zur Zulassungsstelle, kein Warten auf Termine, kein Papierkram mehr. Wobei natürlich der herkömmliche Weg auch weiterhin möglich sein wird.

Die Möglichkeiten des digitalen Staates zeigen sich auch bei einem anderen Pilotprojekt, zum Beispiel bei der Anmeldung von Neugeborenen auf der Geburtsstation im Krankenhaus. Automatisch können die Babys beim Standesamt und den Versicherungen gemeldet werden, sogar die Vormerkung für einen begehrten Platz in der Kita ist von hier aus möglich, natürlich auf freiwilliger Basis.

Zwei Beispiele und Pilotprojekte für den erfolgreichen Einsatz des Digitalen Staates Deutschland auf Basis einer Public Cloud. Sie zeigen, wohin die Reise in Richtung digitalisierte Verwaltung gehen kann.

 

Ein Pilotprojekt in jedem Bundesland

In jedem Bundesland gibt es heute ein solches Pilotprojekt zum digitalen Staat.

Ihre Laufzeit beträgt ein Jahr, die Bundesländer haben sich in thematischen Arbeitskreisen zusammengefunden. Jedes der 16 Bundesländer setzt so einen eigenen Schwerpunkt - und besitzt eine individuelle IT-Infrastruktur.

Die E-Government-Roadmap enthält insgesamt 750 solcher Verfahren und reicht von 2020 bis 2023. Immer mehr Daten wandern dabei ins Datacenter, künstliche Intelligenz kann bei der Auswertung der großen Datenmengen helfen.

 

Corona zwingt Verwaltung zu Notbetrieb

Ein echter Härtetest für die digitale Infrastruktur vieler Verwaltungen ist der Corona-bedingte Notbetrieb. In Berlin arbeiten seit Mitte März viele Beamte und angestellte Mitarbeiter im Homeoffice, zum Beispiel in der Straßenverkehrsbehörde.

Viele Mitarbeiter, die nach einem Bericht des Berliner Tagesspiegel ins Home Office gewechselt waren, sind nur “eingeschränkt arbeitsfähig“, da mobiles Arbeiten und Arbeiten von zu Hause aber nicht im notwendigen Maße möglich sei, erklärt Sabine Weißler, Umwelt- und Kulturstadträtin von Berlin-Mitte. Nur rund 4.000 der rund 100.000 Mitarbeiter in Berlin-Mitte können gleichzeitig im Homeoffice arbeiten. Auch an dieser Stelle mache sich die ungenügende Infrastruktur des Landes in Sachen Digitalisierung bemerkbar, so Weißler. Man stehe technisch “kurz hinter der Karteikarte”.

 

Großer Änderungs- und Investitionsbedarf

Berlinweit könne nur jeder zehnte Verwaltungsmitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, so IT-Staatssekretärin Sabine Smentek. Denn nur sie verfügen über dienstliche Tablet-Computer oder Notebooks - insgesamt rund 11.500 Stück. Gleichzeitig mangelt es an sicheren Internetverbindungen. Nur maximal 2.500 Mitarbeiter können gleichzeitig sichere VPN-Tunnel nutzen, weitere 1.500 über so genannte Bootsticks. Somit waren Anfang April nur maximal 4.000 von 100.000 Verwaltungsmitarbeitern gleichzeitig arbeitsfähig, das entspricht einer Quote von vier Prozent.

Die Corona-Lage zeige den großen Änderungs- und Investitionsbedarf beim Arbeiten im öffentlichen Dienst, so Experten. Die Berliner Verwaltung sei von der Umsetzung des eGovernment-Gesetzes noch weit entfernt. Der zentrale IT-Dienstleister des Landes Berlin müsse gestärkt werden. Und es müsse verhindert werden, dass finanzierte Projekte nicht angepackt werden könnten, weil die Genehmigung der Behörden auf sich warten lasse.

 

Flexible Lösungen à la Cloud sind gefragt

Die aktuelle Lage zeigt, wie wichtig der Einsatz von schneller und flexibler IT in der Verwaltung ist. Nutanix bietet dafür eigene Lösungen an, die den Compliance-Anforderungen staatlicher Behörden an eine “Bundescloud” entsprechen, jedoch in den eigenen Rechenzentren der Behörden laufen können. Ebenso werden alle Anforderungen an Sicherheitszertifikate und strengen Sicherheitskriterien erfüllt. Alle Bundesbehörden können diese Lösungen flexibel und kostensparend einsetzen, aber auch Stadtwerke, die zentrale IT-Leistungen für Gemeinden und Landkreise anbieten.

Weitere Informationen zum Nutanix-Angebot für Behörden und Ministerien auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene erhalten Sie auf der Website des Unternehmens.