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iPod gewinnen für Duell mit Sprachsoftware Nuance sieht Fortschritte bei Spracherkennung

| Redakteur: Katariina Hoffmann-Remy

Der Versuch, Sprache mittels digitaler Technik zu erfassen, ist heute von deutlich besseren Ergebnissen gekrönt als noch vor zehn Jahren. Wer sich auf einer Webseite von Nuance ein Tippduell gegen Sprachsoftware liefern möchte, kann dabei einen iPod gewinnen.

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Christof Stuhlmann ist Vertriebsdirektor für Benelux, DACH und Osteuropa bei Nuance.
Christof Stuhlmann ist Vertriebsdirektor für Benelux, DACH und Osteuropa bei Nuance.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit großen Erwartungen gingen interessierte User von Spracherkennungssoftware kurz vor der Jahrtausendwende an den Start, um die Möglichkeiten der digitalen Erfassung von Sprache auszuloten. Bald warfen jedoch viele von ihnen die Software erbost in die Ecke. Zu viel Nacharbeit erforderten die auf dem Bildschirm erscheinenden Diktierergebnisse, als dass von einem akzeptablen Ergebnis die Rede hätte sein können. Entsprechend vorurteilsbehaftet lernt Vertriebsleiter Christof Stuhlmann von Nuance sein Publikum bei Veranstaltungen kennen: »Fragt man die Zuhörer, wer schon mit Sprachsoftware gearbeitet hat, gehen viele Hände hoch. Fragt man anschließend danach, wer Gutes darüber zu berichten weiß, lassen viele ihre Hände wieder sinken«.

Heute seien jedoch verbesserte Voraussetzungen gegeben, findet Stuhlmann, denn sowohl die gestiegene Qualität der eingesetzten Mikrofone als auch der Einsatz von schnelleren Rechnern beeinflusse die Ergebnisse der Spracherkennung positiv. Mit der aktuellen Version 9 von Dragon Naturally Speaking habe Nuance zudem »einen Schritt nach vorn getan«. Rund 95 Prozent des gesprochenen Wortes erkennt das Produkt laut dem Unternehmen auf Anhieb richtig.

Neue Erfahrungen anstreben

Nun ist es am Kunden, die Probe aufs Exempel zu machen und neue Erfahrungen zuzulassen. Allerdings stellt Nuance nicht, wie in anderen Softwaresegmenten oft üblich, zeitlich befristete Test-Downloads zur Verfügung. Denn der Erkennungsgrad der Software scheint stark von der Güte des verwendeten Mikrofons abhängig zu sein; ein Test mit einem geringwertigen Mikrofon sei daher nicht aussagekräftig, meint Stuhlmann. Nuance pflegt, um der Qualität willen, eine enge Partnerschaft mit Plantronics. Deren Headsets werden mit Nuance-Systemen gebundelt. Gebundelt wird auch mit Diktiergeräten von Philips.

Spracherkennung erfordert Umdenken

Wer Sprachsoftware nutzen will, sollte sich daran gewöhnen, stets vollständige Sätze zu bilden, erläutert Stuhlmann. Der Lohn dafür: Diktieren geht doppelt so schnell wie eigenhändig tippen. Wer das nicht glaubt, kann sich auf der Webseite www.endlich-versteht-dich-jemand.de/ einem Wettkampf gegen die Nuance-Software unterziehen. Es gibt dafür sogar einen Ipod von Apple zu gewinnen. Diese Aktion ist übrigens eine von vielen, die Nuance anlässlich seines jetzt zehnjährigen Bestehens durchführt.

Nutzergruppen

In der Regel sind Ärzte und Juristen Anwender von Spracherkennungssoftware, aber auch in Behörden und unter Gutachtern finden sich immer mehr Nutzer. Zunehmend wird Spracherkennungssoftware auch zur Bedienung von Handy und PC verwendet. Einer der rund 70 Value-add-Reseller von Nuance habe kürzlich ein auf religiöses Vokabular angepasstes Produkt an einen Pfarrer verkauft, erzählt Stuhlmann. Die Erstellung eines speziellen Vokabulars ist einer der Aktivposten für Nuance-Partner.

Aktuelles Produkt

Den Markt für Spracherkennungssoftware teilen sich im Wesentlichen die Firmen IBM, Philips und Nuance. Aktuell sieht sich Nuance mit Dragon Naturally Speaking im Vorteil gegenüber seinem Konkurrenten IBM mit Via Voice. Denn »Nuance liefert bereits ein Update für das Betriebssystem Microsoft Vista«, führt der Vertriebsleiter an. Philips konzentriert sich laut Stuhlmann auf den medizinischen Bereich. Nuance ist außerdem Distributor von IBMs Via-Voice Produkt. Spracherkennungssoftware ist bei Nuance ab 99 Euro erhältlich. Anspruchsvollere Editionen kosten 199, 299 und bis zu 999 Euro, wenn sie auf spezielles Vokabular für Mediziner und Juristen zugeschnitten sind.

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