Händlerprogramm neu aufgesetzt Novell will Partner spezialisieren

Redakteur: Philipp Ilsemann

Ausrichtung. Novell will weg vom Image des Generalisten. Mit dem neuen Händlerprogramm Partnernet 2007 sollen die Reseller des Softwerkers gezielter angesprochen werden. Im Fokus stehen dabei vor allem die Partner mit Linuxschwerpunkt.

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Generalistentum war gestern. Mit dem neu gestarteten Fachhandelsprogramm Partnernet 2007 will Novell seine Händler gezielter ansprechen. Dazu hat der Softwarehersteller für den Partnertyp der Solution Provider eine Reihe von Spezialisierungen eingeführt. Integratoren, die die Partnerlevel Gold und Silber innehaben, werden dazu verpflichtet, sich für mindestens einen Technologieschwerpunkt zu entscheiden.

Vier Segmente

Dabei haben die Partner die Auswahl zwischen den Segmenten Linux, Sicherheits- und Identitätsmanagement, System- und Ressourcen-Management sowie Workgroup. Als Platin-Partner müssen vier technische Mitarbeiter und vier Vertriebsleute Zertifizierungen und erfolgreich absolvierte Schulungen vorweisen können – im Goldlevel sind es jeweils zwei Spezialisten. Zudem werden mit den Gold- und Platin-Händlern individuelle Umsatzvereinbarungen im Rahmen eines Business-Plans getroffen, die es zu erfüllen gilt.

Die bestehenden 250 Silber-, Gold- und Platin-Partner hat Novell bereits vorübergehend in die neuen Kategorien eingeordnet. In der gegenwärtigen Übergangsphase haben die Händler sechs Monate Zeit, um die nötigen Zertifizierungen nachzuweisen. Dies kann bei bereits erfolgten Trainings auch durch eine Online-Prüfung der Mitarbeiter erfolgen.

Eine der Spezialisierungen steht auch Novells Silber-Partnern offen. „Wir brauchen dringend zusätzliche Partner im Linux-Umfeld“, erklärt Stefan Jochheim, zuständig für die Betreuung der Business Partner, gegenüber IT-BUSINESS NEWS. Dazu hat der Hersteller die Einstiegshürde gesenkt. Die jährliche Gebühr für Händler mit Silberstatus wurde von 1 500 auf 500 Euro reduziert. Um die zusätzliche Linux-Spezialisierung zu erhalten, muss ein Techniker zum Certified Linux Engineer ausgebildet werden und ein Vertriebsmann eine entsprechende Online-Schulung absolvieren.

Zugeschnitten sind jedoch nicht nur die Anforderungen an die Händler, auch die Unterstützung soll sich an der Spezialisierung ausrichten. So bietet Novell für Linux-Experten Trainingsangebote im Security- und Virtualisierungsbereich. Diese sind entweder kostenlos oder stark rabattiert. Zudem steht ihnen eine unbeschränkte Zahl an Anrufen beim Support des Anbieters zur Verfügung.

Zusätzliche Belohnungen erhalten die Reseller in Form des Demand-Agent-Programms. Dieses Incentive ist nach Spezialisierung und Partnerlevel gestaffelt und erlaubt nach Meldung generierter Leads einen Rabatt, der für Platinpartner bis zu 15 Prozent betragen kann.

Partnerportal am Start

Das Reporting erfolgt über das für Ende November geplante neue Partnerportal. Dieses ist an die CRM- und ERP-Software von Novell angeschlossen und soll dem Händler eine Übersicht über seine aktuellen Umsatzzahlen liefern und diese mit den ausgearbeiteten Business-Plänen vergleichen.

Gut möglich, dass bald auch eine Reihe von Microsoft-Partnern auf diesem Portal auftauchen werden. Durch die kürzlich bekannt gegebene Kooperation der beiden Softwarehersteller erhofft sich Jochheim, Händler von Microsoft auch für die Novell-Produkte zu begeistern, insbesondere was Suse Linux betrifft. Angst vor Animositäten in der Händlergemeinde hat Jochheim nicht: „Viele Novell-Partner sind heute schon Microsoft-Partner. Das Feedback der bestehenden Händler war bislang durchweg positiv.“ pi

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