Quartalszahlen Notebooks und Drucker bescheren HP fetten Gewinn

Redakteur: Philipp Ilsemann

Um mehr als ein Viertel konnte Hewlett-Packard seinen Gewinn im ersten Quartal steigern. Aufwind gab es vor allem durch Notebooks, Drucker und Verbrauchsmaterial.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Überraschend stark sind Umsatz und Gewinn von Hewlett-Packard (HP) im ersten Quartal des Geschäftsjahres angestiegen. So kann der IT-Konzern ein elfprozentiges Umsatzwachstum auf 25,1 Milliarden US-Dollar vermelden. Der Nettogewinn kletterte sogar um 26 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Die Region Europe, Middle East and Africa (EMEA) hat mit 14 Prozent Wachstum einen entscheidenden Beitrag zu den guten Zahlen der Kalifornier geleistet.

Notebookumsatz steigt um 40 Prozent

Einen besonders großen Sprung machte HP beim Notebookverkauf. Der zog um 40 Prozent an, während der Desktop-Umsatz sogar leicht nachgab. Doch sind es nicht die Firmenkunden, die für den Nachfrageboom sorgten. Ihr Interesse an HP-Laptops stieg nur um acht Prozent, während Privatkunden 28 Prozent mehr Geld in die Notebooks aus Palo Alto steckten. Insgesamt konnte die Personal Systems Group (PSG) um 17 Prozent zulegen und zeichnet mit 8,7 Milliarden Dollar Umsatz für knapp über ein Drittel der Einnahmen verantwortlich.

Ähnlich stark präsentiert sich HP bei den Druckern. Der Marktführer verkaufte 18 Prozent mehr Geräte als im Vorjahreszeitraum und konnte bei den Supplies einen Anstieg um elf Prozent vermelden. Nachgefragt werden vor allem Laser-Multfunktionsgeräte, bei deren Stückzahl HP um 80 Prozent zulegte, während die Verkaufszahlen der Farblaserdrucker um 35 Prozent anstiegen. Verbessert hat sich in der Imaging and Printing Group (IPG) sogar die operative Marge – von 14,9 auf 15,3 Prozent. Zum Vergleich: Die PSG erzielte nur 4,7 Prozent, der Gesamtkonzern 7,3 Prozent.

Umsatzsprung durch Mercury-Kauf

Grundlegende Veränderungen hat die Softwaresparte erfahren. Durch den Zukauf von Mercury sprang hier der Umsatz um 81 Prozent auf insgesamt 550 Millionen Dollar. Im Servicegeschäft waren vor allem Consulting und Outsourcing Umsatztreiber, so dass die Einnahmen um fünf Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar gesteigert werden konnten.

Ausblick

Mit einem leicht geringeren Umsatz rechnet HP für das zweite Quartal. Bis Ende April sollen etwa 24,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet werden. Für das Gesamtjahr 2007 erwartet der Konzern Einnahmen zwischen 98 und 99 Milliarden Dollar.

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