Wirbel um die Netbooks Notebooks im Aufwind

Redakteur: Christian Träger

Die Nachfrage nach Notebooks wächst seit Jahren. Ein Faktor dafür ist die zunehmende Mobilität der Anwender. Aber auch die sinkenden Durchschnittspreise fördern den Absatz.

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Notebooks liegen im mobilen Trend – nicht nur in Unternehmen.
Notebooks liegen im mobilen Trend – nicht nur in Unternehmen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Internet surfen, Bilder ansehen, Musik hören oder Videos überall dort genießen, wo man es gerade möchte, das sind nur ein paar Vorteile, die Notebooks bieten und die zur Verbreitung der Geräte beitragen. Denn auch im Business-Umfeld wächst die Zahl der eingesetzten Notebooks ständig.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres konnte der deutsche PC-Markt nach Stückzahlen um 17,4 Prozent wachsen, haben die Analysten von IDC festgestellt. Dieses positive Ergebnis wurde in erster Linie von den Notebooks getragen, deren Verkaufszahlen im Vorjahresvergleich um 44,4 Prozent zulegen konnten. Der Grund für den enormen Zuspruch lag in den stark gesunkenen Preisen, die vor allem private Kunden und SMBs überzeugten.

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Nach Erhebungen des Branchenverbands Bitkom hält dieser Trend für das gesamte Jahr 2008 an. Bis September wuchs demnach der deutsche PC-Markt um 15 Prozent im Vergleich zu 2007. Inzwischen machen dabei die Notebooks 62 Prozent der Verkaufszahlen aus. 2005 war das Verhältnis noch umgekehrt. Damals waren nur 39 Prozent der verkauften PCs mobile Rechner.

Einen wichtigen Beitrag zu diesen Zuwächsen leisten die Mini-Notebooks. Diese Netbooks haben auch zu einer Verschiebung der Marktanteile beigetragen, wovon vor allem Asus mit dem Eee PC profitieren konnte. Auch Acer merkt den Rückenwind und landete in EMEA im dritten Quartal auf dem ersten Platz im PC-Markt. Allerdings betonen gerade die Hersteller, dass es sich bei den Netbooks nicht um Notebooks im engeren Sinne handelt.

Trotzdem sieht Gartner Asus im ersten Halbjahr mit rund 275.000 verkauften Geräten auf dem vierten Platz der Notebook-Hersteller, mit einigem Abstand zu den Platzhirschen Acer, Fujitsu Siemens Computers (FSC) und Hewlett-Packard (HP). Man darf gespannt sein, wie sich die Marktanteile weiter entwickeln, nachdem inzwischen alle großen Hersteller mit eigenen Netbooks auf dem Markt vertreten sind.

Gartner beziffert den deutschen Gesamtmarkt der Notebooks im ersten Halbjahr mit etwas mehr als drei Millionen verkauften Geräten. Laut Cemix, dem Consumer Electronics Marktindex Deutschland, der von GfU, GfK und BVT erhoben wird, entfallen knapp 1,9 Millionen der Notebooks auf private Kunden. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von über 52 Prozent. Dabei sanken die Durchschnittspreise von 926 auf 742 Euro. Dies erklärt, warum der Umsatz mit Notebooks nur um 21,9 Prozent auf 1,4 Millionen Euro steigen konnte.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Faktoren zum Erfolg der Notebooks beitragen.

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