Deutscher PC-Markt 2006 Notebooks boomen – Desktop-PCs schwächeln

Redakteur: Katrin Hofmann

In Deutschland stagnierte der PC-Absatz im vergangenen Jahr. Die Analysten von Gartner stellten im Gesamtjahr einen kaum merkbaren Zuwachs fest. Ein Marktsegment tanzt aus der Reihe: Notebooks, die sich mit einer Steigerung von 17 Prozent prächtig verkaufen.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Lediglich 1,9 Prozent mehr als im Jahr 2005 konnten die PC-Hersteller 2006 hierzulande verkaufen. Wurden 2005 9,411 Millionen Rechner abgesetzt, waren es bis Ende 2006 lediglich rund 180.000 PCs mehr. Die Analysten begründen diese Stagnation mit der sinkenden Frage nach Desktop-PCs. 7,8 Prozent weniger wurden abgesetzt. Die Notebook-Verkäufe haben hingegen um 17,1 Prozent im Jahresvergleich zugelegt. Mobile Geräte machen mittlerweile laut Gartner 53 Prozent aller PC-Verkäufe aus.

Im Ranking nach den einzelnen PC-Herstellern nimmt Fujitsu Siemens zwar nach wie vor die Spitzenposition ein, musste aber im Vergleich zu 2005 deutlich Federn lassen, verkaufte rund 1,63 Millionen Rechner und damit 150.000 weniger als noch 2005. Die größte Herausforderung für FSC sei nach wie vor der Preiskampf, so die Gartner-Analysten. Besonders stark aufholen konnten im Jahresvergleich HP und Acer, wobei HP mit 18,9 Prozent Wachstum und rund 1,062 Millionen verkauften Rechnern am stärksten gewachsen ist und auf dem zweiten Platz vor Acer mit rund 907.000 Stück liegt. Acer legte um 11,82 Prozent zu. Dell polierte seinen Marktanteil in Deutschland nur moderat um rund 8,27 Prozent auf. Weltweit war der Absatz von Dell nur um 3,5 Prozent gewachsen. Das reichte zwar noch zu Platz eins, allerdings steigerte sich HP auf dem zweitn Rang um 19,2 Prozent. Größter Verlierer hierzulande war Medion. Gartner begründet dies mit dem 50-prozentigen Rückgang des Geschäftsvolumens mit Discounter Aldi.

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