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Deutschland-Index der Digitalisierung 2019

Noch viel zu tun bei der OZG-Umsetzung

| Autor: Manfred Klein

Kommunen tun sich schwer, die Welle der Digitalisierung zu reiten.
Kommunen tun sich schwer, die Welle der Digitalisierung zu reiten. (© Konstantin Hermann – adobe.stock.com)

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Heute veröffentlicht das Fraunhofer Institut ÖFIT die neuesten Zahlen seines Deutschland-Index zur Digitalisierung. Vor allem bei der Digitalisierung der Kommunalverwaltungen und im Bereich Wirtschaft und Forschung hat es in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gegeben, so der Index. Doch nicht alle Bundesländer konnten davon in gleicher Weise profitieren.

Mit dem Deutschland-Index der Digitalisierung 2019 veröffentlicht das Kompetenzzentrum Öffentliche IT (ÖFIT) am Fraunhofer-Institut FOKUS zum zweiten Mal ein Gesamtbild der Digitalisierung in Deutschland. Dabei liegen erneut die Stadtstaaten – allen voran Berlin – sowie die großen Flächenländer vorn. Berlin und Sachsen konnten ihren Indexwert in den zwei Jahren seit der letzten Erhebung deutlich steigern. Hinsichtlich der untersuchten Bereiche verzeichnen Wirtschaft und Forschung sowie die Kommunen die höchsten Zuwächse. Bei der Infrastruktur und der Nutzung von E-Government-Angeboten fallen die Steigerungen hingegen eher bescheiden aus.

(Noch) kein Trend zu Glasfaser

Laut Untersuchung hat sich die digitale Infrastruktur vor allem in den Bundesländern verbessert, deren Infrastrukturausbau bisher deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt lag. Dadurch schließe sich im Vergleich zu 2017 etwas die Schere zwischen Spitzenreitern und Nachzüglern. Trotzdem hätten aber selbst die Stadtstaaten das Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit 50Mb/s noch nicht erreicht. Beim derzeitigen Tempo (6,6 Prozentpunkte Steigerung in eineinhalb Jahren) bräuchte es noch weitere sechs Jahre, bis das Ziel eines flächendeckenden Ausbaus in ganz Deutschland erreicht wäre. Selbst anhand neuester verfügbarer Zahlen würde das Ziel einer flächendeckenden Versorgung frühestens im Jahr 2021 erreicht. Glasfaser spielt hierbei bislang kaum eine Rolle.

Außerhalb von Hamburg (71 Prozent) und Schleswig-Holstein (21 Prozent) trügen Glasfaseranschlüsse im Schnitt weniger als fünf Prozent zur Breitbandversorgung der Haushalte bei – dieser Anteil sei zudem in den vergangenen Jahren kaum gestiegen. In der Gesamtbetrachtung verfügten neben den Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg vor allem Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein über eine gut ausgebaute digitale Infrastruktur.

Goldgräberstimmung im Innovationsbereich

Eine besonders starke Zunahme lasse sich bei der öffentlichen Forschungsförderung im Digitalisierungsbereich feststellen. Im Vergleich zu 2017 habe sich diese mehr als verdreifacht. Selbst wenn einige Großprojekte mit längeren Laufzeiten außer Acht gelassen werden, sei die Steigerung mit fast einer Verdoppelung der Summen enorm.

Digitalen Innovationen als Wirtschafts- und Teilhabefaktor würde damit eine höhere politische Priorität eingeräumt als noch vor zwei Jahren. Im Bereich Wirtschaft und Forschung insgesamt liegen Berlin und Sachsen an der Spitze, gefolgt von Bremen, Hamburg und dem Saarland.

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